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Die berühmte Szene der Teilung des Mantels mit dem Schwert vor den Toren Armiens ist ein Schlüsselmoment in Martins Vita und markiert den Übergang vom Militärdienst zum Dienst Christi Die berühmte Szene der Teilung des Mantels mit dem Schwert vor den Toren Armiens ist ein Schlüsselmoment in Martins Vita und markiert den Übergang vom Militärdienst zum Dienst Christi Foto: Pixabay

Martinus wurde 316 in Szombathely im heutigen Ungarn geboren und starb im Jahr 397 in Candes bei Tours. Er wurde am 11. November in Tours unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Heute wird er am 11.November vielerorts verehrt und gilt als einer der bekanntesten Heiligen der Katholischen Kirche. Aufgrund seiner Vita- er diente als Offizier in der Römischen Armee- ist Martin Schutzpatron der Soldaten gilt aber auch als Schutzheiliger der Reisenden und der Armen und Bettler sowie der Reiter, im weiteren Sinne auch der Flüchtlinge, Gefangenen und Abstinenzler. Martin ist zudem Schutzpatron Frankreichs und der Slowakei. Er wird als Landespatron des Burgenlandes und als Patron der Stadt Mainz, des Eichsfelds sowie als Patron des Mainzer Doms verehrt.

Ein Schlüsselmoment machte ihn weltberühmt: Vor den Toren Armiens zerschnitt er mit dem Schwert seinen Mantel und teilte ihn mit einem Bettler, der ohne ihn erfroren wäre. In der Nacht erschien ihm Christus - in der Gestalt des Bettlers, wie um zu sagen: "was du dem geringsten meiner Brüder getan hast, das hast du mir getan." Bald darauf empfing Martin die Taufe.

Seinen Militärdienst beendete Martin und er wurde Schüler des berühmten Bischofs Hilarius von Poitiers, empfing die Priesterweihe und gründete um 360 als Einsiedler in Ligugè das erste Kloster Galliens. Als die Bürger des 100 Kilometer entfernten Tours einen neuen Bischof brauchte, wollten sie niemand anderen als den Einsiedler aus Poitiers. Der wollte zwar nicht, doch die (Martins-) Gänse sollen ihn in seinem Versteck verraten haben. Ab Juli 372 war Martin Bischof von Tours, lebte aber weiter im Kloster.

Brauchtum

Martins Verehrung schlägt sich auch im Brauchtum nieder. Da Martins Leichnam in einer Lichterprozession mit einem Boot nach Tours überführt wurde, feiern vor allem die Kindergärten ein „Laternenfest“. In Österreich findet rund um den Martinstag zudem vielerorts ein „Martiniganslessen“ bei dem ein Gänsebraten als Festessen verspeist wird.

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