Georgskathedrale: Neuer Blick auf zentrale Orte des Glaubens

Kirche des Militärbischofs in Wiener Neustadt wird 2018 innen neu gestaltet - Ökumenisches Georgsseminar mit katholischen, evangelischen und orthodoxen Beiträgen Kirche des Militärbischofs in Wiener Neustadt wird 2018 innen neu gestaltet - Ökumenisches Georgsseminar mit katholischen, evangelischen und orthodoxen Beiträgen Foto: S. Claus

Die Neugestaltung des Innenraums der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt war ein Hauptpunkt beim diesjährigen traditionellen Georgsseminar in der Theresianischen Militärakademie. Demnach wird der neue Altar so platziert, dass er von allen Bereichen aus besser sichtbar ist. Ebenso soll durch die Umgestaltung das Grab von Kaiser Maximilian I. (1459-1519) besser für Besucher zugänglich werden, was auch der 2019 in Wiener Neustadt stattfindenden Niederösterreichischen Landesausstellung zugute komme, wie es hieß. Auf der Achse vom Eingang der Kirche bis zur Georgsstatue an der gegenüberliegenden Wand werden Taufbrunnen und neuer Altar zugleich den Blick in die Vergangenheit auf das Grab Kaiser Maximilians I. freistellen und die zentralen Orte christlichen Glaubens in zukunfstweisender Art formen, wie das ausführende Künstler- und Brüderpaar Martin und Werner Feiersinger erläuterte.

Man setze auf klare Linien und Geometrie, konzipiert als "körperhaftes Ensemble ohne übertriebene Schwere", hieß es bei der Präsentation. Bezüge auf die Formensprache der Kirche, aber auch auf die Geschichte Maximilians I., würden durch Kreisbogengeometrie hergestellt. Mit der wappenartigen Grundrissfigur der Altarinsel soll eine Verbindung mit den vielfältigen Wappenformen inner- und außerhalb des Kirchenraums geschaffen werden. Als Materialien werden Naturkalkstein, Bronze sowie Eschen- und Olivenholz verwendet. Der Baubeginn in der Bischofskirche der österreichischen Militärdiözese erfolgt im Sommer 2018, als Kosten sind 98.000 Euro veranschlagt.

Der weitere inhaltliche Schwerpunkt des Georgsseminars lag auf ökumenischen Aspekten des christlichen Martyriums. Wilfried Schey, evangelischer Militärseelsorger des Burgenlandes, präsentierte die evangelische Sicht auf den Märtyrer Georg, in der Spannung zwischen Skepsis gegenüber verfehlter Heiligenverehrung und Respekt vor dem Zeugnis des Soldatenmärtyrers, der unter anderem auch Patron Englands mit seiner evangelischen Staatskirche ist.

Die Brücke zum heiligen Florian und den Märtyrerinnen und Märtyrern von Lorch/Enns schlug Stefan Dorninger, der Diözesanbeauftragte der Diözese Linz für die kirchliche Kooperation mit der diesjährigen oberösterreichischen Landesausstellung in Enns ("Die Rückkehr der Legion"). Anhand der kriminalistischen Aufarbeitung der Geschichte konnte er die Lebens-, Sterbens- und Verehrungsgeschichte des heiligen Florian darstellen, der ein Zeitgenosse des heiligen Georg war.

Alexander Lapin, orthodoxer Militärseelsorger beim österreichischen Bundesheer, stellte die heilige Katharina von Alexandrien vor, die ebenfalls ungefähr zur selben Zeit wie der heilige Georg den Tod erlitt. Als Patronin der Studierenden sei auch ihr Vorbild für die Offiziersausbildungsstätte des Bundesheeres offensichtlich.

Georg zählt zu den wichtigsten Soldatenheiligen. An seinem Todestag am 23. April feiert die Kirche das Fest des Heiligen Georg. Er lebte im 3. Jahrhundert im kleinasiatisch-syrischen Raum und erlebte sein Martyrium im Rahmen der Christenverfolgung unter Diokletian. Georg wird mit zahlreichen Heldentaten, wie etwa der Drachenlegende, in Verbindung gebracht. Der Drachenkampf symbolisiert Georgs mutigen Kampf gegen das Böse.

 

(Via Kathpress)

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