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Advent ist die Zeit, mit der viele Menschen ganz eigene und bestimmte Vorstellungen verbinden. Es sind dies Wochen, in denen alte, überlieferte Bräuche wiederaufleben, eine Zeit, die geprägt ist von einer besonderen Stimmung, es sind dies Tage der Besinnung, des In-Sich-Gehens, aber auch Tage der Einkaufs- und Vorbereitungshektik.

Der Name Advent

Der Name »Advent« stammt vom lateinischen Wort »adventus« ab, was übersetzt wird mit Ankunft und Ankommen. Noch besser erschließt sich der Begriff Advent, wenn man auf das griechische Wort epiphaneia (Erscheinung) zurückgreift. Dieses steht neben Ankunft und Anwesenheit auch für den Besuch eines Amtsträgers und weist sogar besonders auf die Ankunft von Königen oder Kaisern hin. Und mehr noch: Es drückt die Ankunft einer Gottheit (im Tempel) aus. Christen übernahmen diese Bezeichnung, um die besondere Beziehung zu Jesus Christus hervor zu heben.

 

Die Geschichte des Advents

Für die alte Kirche war Advent eigentlich eine Fastenzeit, die festgelegt war auf den Zeitraum zwischen 11. November und dem ursprünglichen Weihnachtstermin, den 6. Jänner, dem Fest der Erscheinung des Herrn. Zudem wurde die Fasten- und auch die Adventzeit als „geschlossene Zeiten“ bezeichnet, in denen weder getanzt noch gefeiert werden durfte. Auch gab es in der Zeit keine feierlichen Trauungen.

Die heutige Form des Advents hat seine Wurzel im 7. Jahrhundert. Papst Gregor legte hier die Zahl der Sonntage von sechs auf vier fest. Vier steht für die viertausend Jahre, welche die Menschen gemäß kirchlicher Geschichtsschreibung nach dem Sündenfall im Paradies auf den Erlöser warten mussten. Durch das Konzil von Trient wurde später diese Regelung bestätigt.

 

Die Bedeutung der Adventszeit innerhalb der Kirche

Diese wurde durch zwei Richtungen beeinflusst: Der gallischen und der römischen Tradition.

Im gallischen Gebiet wurde das endzeitliche Motiv der Wiederkunft Christi betont, was infolge zur Ausgestaltung des Advents als Zeit einer ernsthaften Buße führte.

Im römischen Einflussbereich betonte man das weihnachtlich-freudige Ankunftsmotiv der Menschwerdung Gottes. Aber beiden Deutungen wird auch heute noch in der Liturgie an den unterschiedlichen Adventsonntagen Rechnung getragen.

In der orthodoxen Kirche blieb die Adventzeit eine Fastenzeit, die ihren Beginn 40 Tage vor dem Weihnachtsfest hat. In diesem Zeitraum sind Milch und tierische Produkte als Nahrungsmittel untersagt.

 

Advent heute

Advent ist auch heute noch eine Zeit der Erwartung, eine Zeit des Wartens. Und dieses Warten im Advent ist mit der uns inne liegenden Erfahrung verbunden, dass eben nicht alles Glück in unserem Machtbereich, in unserer sprichwörtlichen „Hand“ liegt, sondern dass es dazu auch anderes braucht: Es bedarf oft anderer Menschen, es braucht geschenkter und zur Verfügung gestellter Zeiten und Orte, und vor allem bedarf es der Zuwendung Gottes. Letztere liegt nicht „einfach so“ in unserer eigenen Dynamik. Das Berühren und Berührtwerden von Gott geschieht oft im ganz Kleinen und Unscheinbaren. Dort, wo wir gar nicht damit rechnen – ähnlich wir vor über 2000 Jahren im Stall oder in einer Höhle.

Offenheit dafür zu haben, um sich das „Andere“ schenken zu lassen, sich von „Ihm“ berühren zu lassen, das kann uns der Advent vermitteln. Auch heute noch.

In den Militärpfarren wird die Adventzeit mit vielen Feiern, wie der Adventkranzweihe, Barbara- und Nikolofeiern begangen. Feiern Sie mit, in den Kalendern der Militärpfarren finden Sie verschiedene Feiern eingetragen.

Drei Tage wurden acht junge Soldaten – Chargen und Rekruten – aus verschiedenen Garnisonen Niederösterreichs in der Militärpfarre NÖ 1/St. Pölten von Militärerzdekan Harald Tripp, Militärdekan Johann Wedl und Militärdekan Alfred Weinlich unter der Gesamtleitung von Militärkurat Oliver Hartl vorbereitet. Am Freitag, 9. November 2018, empfingen sie in der St. Pöltener Franziskanerkirche das Sakrament der Firmung. In Vertretung des Militärbischofs war als Firmspender Propst Markus Grasl vom Stift Reichersberg gekommen.

Der Firmungsgottesdienst wurde von einer Combo der Militärmusik Niederösterreich in musikalisch sehr ansprechender Weise mitgestaltet. Unter den Mitfeiernden war auch der Militärkommandant von Niederösterreich, Brigadier Martin Jawurek.

Propst Markus Grasl verwies in seiner Predigt auf die Zusage Gottes, dass ER in unserem Leben da ist, dass ER uns begleitet und uns annimmt, so wie wir sind: „Das ist unsere christliche Hoffnung, die trägt und uns immer wieder neue Perspektiven eröffnet. Lebt diese Zusage und gebt sie anderen weiter!“, so der Propst zu den Kameraden.

Die Neugefirmten, ihre Patinnen und Paten sowie ihre Angehörigen freuten sich über den gelungenen Festtag, der ihnen hoffentlich ein (Glaubens-)Leben lang in guter Erinnerung bleibt!

 

Über eine vollbesetzte Kathedrale durften sich beiden Musiker für ihr Neustädter Konzert Sonntag, 18. November freuen. Josef Schultner hat Sax&Orgel mit dem wunderschönen Instrument der Klarinette erweitert und spielte auch alternativ Tenor- und Sopransaxofon.

Das einstündige Programm von Alpha bis Omega war gründlich überlegt und abwechslungsreich. Bei der ersten Improvisation spürte das Publikum bereits den perfekten Einklang zwischen den Musikern, das Saxofon reagierte trotz Kälte genau auf die Orgelansätze.

Bei der Fuge über das Magnificat von Johann Sebastian Bach erlebte man eine sehr sichere Spielerin, beim Präludium „Valt will ich Dir geben“ wurde die Bassmelodie in einem Eigenarrangement vom Tenorsaxofon unterstützt.

Ein Sprung in die Romantik bot zuerst Robert Schumann mit sehr empfindungsreichen langsamen Sätze im Kanon I, C-Dur, op. 56, der innige Ausdruck kam beim Kanon II noch besser zum Ausdruck. Nachdem Claude Debussy die sechs Studien in kanonischer Form Schumanns für zwei Klaviere arrangierte, werden sie höchstwahrscheinlich Programmpunkte eines zukünftigen Klavierkonzerts Schüttengrubers.

Es folgte dann aus der Krönung von Felix Mendelssohns Arbeiten für die Orgel die Sonate Nr. 3 in A-Dur, Op. 65 basierend auf Luthers Choral „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“. Einem grandiosen Anfangsteil im „con moto maestoso“ schließt sich eine bewegtere Doppelfuge an. Das erste Thema symbolisiert den „schmachtenden Schrei aus der Tiefe“. Der zweite Satz „Andante“ wurde in einem Eigenarrangement majestätisch vom Sopransaxofon begleitet und brachte danach eine eindrucksvolle Improvisation.

Nach dem Kernrepertoire der Orgelmusik kam der spätromantische Franzose Léon Boëllmann (1862-1897). Schüttengruber trug sein bekanntestes Werk die „suite gothique op. 25“ vor, sie entstand zwei Jahre vor seinem Tod zur Einweihung der neuen Orgel in der Kathedrale Notre-Dame von Dijon. Der „Introduction-Choral” ist zwar kurz aber imposant, das “menuet gothique” bot eine große Themenerweiterung. Innig und ruhig wurde das lyrische Mariengebet „Prière à Notre-Dame“, das mit dem zusätzlichen Sopransaxofon eine innere Ruhe verbreitete, welche sofort mit dem „moto perpetuo“ der virtuosen Schlusstoccata unterbrochen wurde. Die Toccata beginnt zwar etwas zurückhaltend, endet aber in einem monumentalen Finale. Mit entsprechender Registrierung erzielte Schüttengruber eine wirkungsvolle Interpretation.

Die Omega – Improvisation beendete das vielbeklatschte Konzert. Die rege Konzerttätigkeit des Duos im In- und Ausland führt sie im Dezember dieses Jahres nach Paris.

Text: S. Claus

Österreich und Serbien wollen im Bereich der Militärseelsorge künftig kooperieren. Das hat Militärbischof Werner Freistetter im Interview mit "Kathpress" angekündigt. Freistetter war vergangenen Freitag und Samstag in Belgrad, wo er im serbischen Verteidigungsministerium mit den Zuständigen für die Militärseelsorge zum Austausch zusammen kam. "Die Seelsorge im serbischen Militär, sowohl orthodox, katholisch wie auch muslimisch, ist noch sehr neu. Insofern sind unsere Partner sehr froh, wenn sie von unserer bereits langjährigen Erfahrung profitieren können", so Freistetter. Demnächst würden Gespräche aufgenommen, wie die Zusammenarbeit konkret ausgestaltet werden kann.

Freistetter nahm in Belgrad u.a. auch an einer internationalen Friedenskonferenz zur Thematik der europäischen Identität teil. Er orte in Serbien sehr wohl den Wunsch zu mehr europäischer Einheit, sagte er im Anschluss. Freilich ringe man zum einen immer noch um die eigene Identität, zum anderen sei innerhalb Europas ein gewisses West-Ost-Gefälle nicht zu leugnen, so der Bischof über die großen aktuellen Herausforderungen. "Die Menschen hoffen hier jedenfalls sehr auf eine europäische Zukunft", so das Resümee des Militärbischofs, und er stellte fest: "Eine gemeinsame europäische Zukunft muss Serbien miteinschließen."

Am vergangenen Samstag stand der Bischof u.a. mit Kardinal Christoph Schönborn und dem Belgrader katholischen Erzbischof Stanislav Hocevar in der katholischen Kathedrale in Belgrad einem Gedenkgottesdienst aus Anlass des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren vor. Im Anschluss leitete er den liturgischen Teil beim Gedenken auf dem Friedhof Novo Groblje. In einem eigenen Bereich mit Kapelle sind 640 österreichisch-ungarische Soldaten, die zwischen 1914 und 1915 bei den Kämpfen um Belgrad gefallen sind, begraben. An der Gedenkfeier nahmen nicht nur militärische und diplomatische Abordnungen aus Serbien, Österreich und Ungarn teil, sondern auch aus vielen anderen Staaten, darunter u.a. Frankreich, USA, Kanada, Bulgarien, Tschechien und Griechenland.

Im Anschluss an den Gedenkakt suchten Freistetter, Schönborn und Hocevar das Denkmal für die serbischen Gefallenen auf und beteten für diese. Wie die Bischöfe mehrmals betonten, gelte das Gedenken "allen Opfern des Krieges".

Bischof Freistetter bekräftigte gegenüber "Kathpress" einmal mehr seinen Wunsch, dass von seinem Besuch in Belgrad ein "starkes Zeichen für den Aufbruch in eine gemeinsame europäische Zukunft" ausgehen möge. Er würde es begrüßen, so Freistetter, wenn Serbien rasche Schritte in Richtung Europäischer Union unternimmt.

 

via: Kathpress

Weltkirchebischof Werner Freistetter in Grußwort: "Die Aktion Familienfasttag bemühe sich um eine Kultur der Solidarität und Barmherzigkeit im Sinne von Papst Franziskus, so der Bischof."

Knapp zwei Billionen US-Dollar werden jährlich für Rüstung ausgegeben - 50 mal mehr als notwendig wäre, um global ausreichende Klimaschutzmaßnahmen zu finanzieren. Das Geflecht tiefgreifender Krisen, in denen die Welt steckt, muss durch ein Ansetzen an den "richtigen Hebeln" gelöst werden, lautete eine Kernbotschaft der Katholischen Frauenbewegung (kfbö), die am Wochenende in Salzburg mit einem Festakt und einem Symposium den 60. Geburtstag ihrer entwicklungspolitischen "Aktion Familienfasttag" feierte. Eine "Transformation" der Gesellschaft insbesondere durch Frauen-Ermächtigung ("Empowerment") spiele dabei eine zentrale Rolle.

"Teilen heißt für die Aktion Familienfasttag, sich aktiv für einen umfassenden, das heißt ökonomischen, ökologischen und sozialen Systemwandel einzusetzen mit dem Ziel, Gerechtigkeit und ein gutes Leben für alle Menschen dieser Welt sicherzustellen", erklärte die kfbö-Vorsitzende Veronika Pernsteiner beim Festakt. Das Engagement von Frauen aus Österreich für Frauen aus dem Globalen Süden, das 1958 unter ihrer Vorgängerin Herta Pammer gestartet sei, habe sich heute zu einer Zusammenarbeit mit mehr als 100 Projektpartnerinnen in Asien, Afrika und Lateinamerika entwickelt.

Hauptredner beim Salzburger Symposium war Pablo Solon, Leiter der Bolivianischen Beobachtungsstelle für Klimawandel und Entwicklung. Das "System Erde" sei in der Krise, wobei man die Wirtschaftskrise nicht getrennt von sozialen und ökologischen Krisen sehen dürfe. "Alles ist mit allem verbunden." Die Welt sei von Kapitalismus, Patriarchat, Anthropozentrismus, Fremdenfeindlichkeit und Verteilungsungerechtigkeit geprägt, und insgesamt "aus dem Gleichgewicht geraten". Besonders sichtbar sei dies im Umweltbereich, werde in Sachen Erderwärmung doch in bereits zehn Jahren der "Point of no return" erreicht.

Gegenbewegungen sind weiblich

Dieses verlorene Gleichgewicht gelte es wiederherzustellen - durch ein gleichzeitiges Ansetzen bei den Wurzeln der verschiedenen Krisen, so der Experte weiter. Global betrachtet seien Frauen bereits jetzt an der Spitze von Gegenbewegungen und würden künftig "noch mehr aufstehen", da sie die von den Auswirkungen der multiplen Krisen am stärksten betroffene Gruppe seien. An den Männern liege es, mit den Frauen solidarisch zu sein und sie bei ihrem Einsatz zu unterstützen.

Solons Appell: "Wir brauchen eine Wirtschaft, die dem Leben und der Regeneration von Leben dient, die Menschen und die Natur heilt". Dass dafür das Geld fehle, sei kein zutreffendes Argument. Dies zeigten die unvorstellbar hohen Rüstungsausgaben ebenso wie die Ausgaben für Banken: "Wäre das Klima eine Bank, wäre es schon gerettet", so der südamerikanische Aktivist. Eine "ehrliche, transformative und regenerative Ökonomie" sei nötig, die statt auf Spekulationen zu bauen in den realen Sektor - auch in "Lebens-Bereiche" wie Pflege und Haushalt- investiere, eine "Entglobalisierung" vollziehe und sich auf lokale Erzeugung und lokalen Güterkonsum konzentriere.

Mehr Energie für richtige Hebel

Einen grundlegenden Wandel mahnte auch Anja Appel, Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Internationale Entwicklung und Mission (KOO), ein. Die kfbö sei darum bemüht, zur Wiederherstellung des verlorenen globalen Gleichgewichts "mehr Energie auf die richtigen Hebel anzuwenden", so die Expertin. Dies treffe zu etwa für die Frage der politischen Mitbestimmung bei Wahlen, in alltäglichen Verhaltensweisen, oder auch im Umgang mit Natur und Konsum. Appel forderte im Blick auf die bevorstehenden EU-Wahlen, den sozialen Frieden nicht für selbstverständlich zu nehmen.

"Aufbruch aus der Komfortzone und respektvoller Streit in der eigenen Umgebung und Organisation" nannte Wiener Ökonomin und Anthropologin Cornelia Barger als Voraussetzungen für den nötigen Wandel. Dessen Pfeiler seien die Menschenwürde, die Kooperation, Genügsamkeit und das Gemeinwohl. Papst Franziskus habe dazu in der Enzyklika "Laudato si" mit der Bezeichnung des Planeten Erde als "gemeinsames Haus" das "Narrativ" für das Einüben eines systemischen Verständnisses geliefert. Wichtig seien zudem "Pioniere des Wandels" - Frauen und Männer, die Beispiele für Lösungsansätze vorlebten, "denn die große Transformation basiert auf vielen kleinen Veränderungen".

Pionierinnen auf vielen Ebenen

Beispiele für derartige Lösungen wurden beim Salzburger kfbö-Symposium präsentiert - etwa von Alina Menjivar, Koordinatorin der Fraueninitiative "Colectiva feminista" in El Salvador. Die "Familienfasttag"-Projektpartnerin berichtete vom Erfolg beim Einsatz für die gemeinschaftliche Verwaltung von Wasser und die Einbeziehung von Frauen in die betreffenden Entscheidungsebenen. Durba Ghose von der indischen Initiative "Mittika" erläuterte ihren Ansatz, über Kunst und Kultur verinnerlichte Haltungen wie etwa patriarchale Einstellungen und Verhaltensweisen sichtbar, bewusst und veränderbar zu machen. Aus Österreich lieferte Heidi Rest-Hinterseer von der "Ökostrombörse Salzburg" Beispiele der Förderung von Klimaschutzprojekten. Barbara Stefan vom Verein "attac" forderte angesichts einer männlich dominierten Politik "neue Methoden des Politischen" und bezeichnete die Solidarität als "mächtigstes Mittel", das dem herrschenden System entgegengesetzt werden könne.

Österreichs Referatsbischof für Weltkirche, Werner Freistetter, sandte aufgrund seiner zeitgleichen Belgrad-Reise ein Grußwort an die kfbö. Die "Aktion Familienfasttag" bemühe sich um eine "Kultur der Solidarität und Barmherzigkeit" im Sinne von Papst Franziskus, so der Bischof. Einer "Globalisierung der Gleichgültigkeit" trete die Katholische Frauenbewegung dabei entschieden entgegen. Auch die Salzburger Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer, Generalvikar Roland Rasser, Seelsorgeamtsleiterin Lucia Greiner und die Landtagsabgeordnete Martina Berthold würdigten die Tätigkeit der Aktion.

via: Kathpress

Im Zeichen der Versöhnung und der Einheit sind am Samstag die Gedenkfeiern in Belgrad zum 100-Jahr-Jubiläum des Endes des Ersten Weltkriegs gestanden. Der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn und der österreichische Militärbischof Werner Freistetter reisten dazu in die serbische Hauptstadt und leiteten gemeinsam mit dem Belgrader Erzbischof Stanislav Hocevar die Gedenkfeier auf dem Friedhof Novo Groblje. Nicht nur militärische und diplomatische Abordnungen aus Serbien, Österreich und Ungarn nahmen daran teil, sondern auch aus vielen anderen Staaten, darunter u.a. Frankreich, USA, Kanada, Bulgarien, Tschechien und Griechenland.

Am Novo Groblje begraben sind u.a. 640 österreichisch-ungarische Soldaten - jeweils genau die Hälfte aus Österreich und Ungarn -, die zwischen 1914 und 1915 bei den Kämpfen um Belgrad gefallen sind. Erst im Vorjahr hatte Erzbischof Hocevar die neu renovierte Kapelle zum Andenken an die Gefallenen der österreichisch-ungarischen Armee geweiht; Bundespräsident Alexander van der Bellen besuchte sie kürzlich gemeinsam seinem serbischen Amtskollegen Aleksandar Vucic. Bei dem Gedenken am Samstag gingen Schönborn, Hovecar und Freistetter im Anschluss auf eigenen Wunsch zum Denkmal für die serbischen Gefallenen und beteten auch für diese. Wie die Bischöfe betonten, gelte das Gedenken "allen Opfern des Krieges".

Vor dem Gedenkakt am Friedhof hatte am Vormittag in der katholischen Kathedrale von Belgrad ein großer Friedensgottesdienst stattgefunden. Kardinal Schönborn hob dabei in seiner Predigt hervor, dass der Erste Weltkrieg die weiteren großen Tragödien des 20. Jahrhunderts eingeleitet habe. Die Folgen des "sinnlosen Blutvergießens", wie es Papst Benedikt XV. (1914-1922) genannt hatte, seien unermesslich. "Der Nationalsozialismus und der Sowjet-Kommunismus sind die beiden giftigen Pflanzen, die aus diesem sinnlosen Morden hervorgegangen sind", so Schönborn.

Wichtig sei ihm, mit dem Belgrad-Besuch ein Zeichen dafür zu setzen, "dass Serbien 1914 mit der Kriegserklärung durch Österreich-Ungarn Unrecht getan wurde", sagte der Wiener Erzbischof, und weiter: "Das Blutvergießen des Ersten Weltkriegs schreit zum Himmel, aber nicht nach Rache, sondern nach Versöhnung." Die gemeinsame Eucharistiefeier drücke aus, "dass der Glaube verbindet, was der Stolz und die Blindheit der nationalistischen Verblendung zuvor getrennt hat", nahm Schönborn Bezug auf die hochrangigen Vertreter der Orthodoxen Kirche, des Islam und auch auf den serbischen Außenminister Ivica Dacic, die ebenfalls am Gottesdienst teilnahmen.

Gemeinsam mit Dacic gab Schönborn nach der Messe eine Pressekonferenz. Der Erzbischof zeigte sich dabei besorgt über einen zunehmenden Nationalismus. Europa müsse den Weg des Miteinanders gehen und befinde sich trotz aller Probleme dennoch in einem "Einigungsprozess". "Europa muss ein Kontinent der Versöhnung und des Friedens sein", so der Kardinal. Nötig dazu sei ein "Miteinander von Vielfalt und Einheit" sowie auch eine gemeinsame Wertebasis.

Außenminister Dacic dankte dem Wiener Erzbischof für den Besuch und hob hervor, Schönborns Besuch und Worte seien als ein Zeichen der Versöhnung angekommen und für das serbische Volk "ein sehr wichtiger Akt" gewesen.

Militärbischof Freistetter war bereits am Freitag nach Belgrad gereist, um dort an einer internationalen Friedenskonferenz über die "europäische Identität" teilzunehmen und Vertretern des serbischen Verteidigungsministeriums zu begegnen. Für Kardinal Schönborn stand ein Treffen mit dem serbisch-orthodoxen Patriarchen Irinej auf dem weiteren Programm. Am Sonntag wollte der Wiener Erzbischof das auch aus Österreich unterstützte Caritas-Migrationszentrum Obrenovac besuchen, wo derzeit 600 gestrandete Flüchtlinge untergebracht sind.
 
 via: Kathpress
Österreichs Bischöfe wollen nach der Jugendsynode im Vatikan den Dialog mit Jugendlichen weiter vertiefen. Zur Debatte stünde die Themen Migration, Missbrauch und Gewalt im kirchlichen Bereich, das Zueinander und Miteinander von geistlichen Amtsträgern und Laienchristen, die Rolle der Frau in Kirche und Welt oder ein nachhaltiger Lebensstil, erläuterten die Bischöfe am Freitag in einer Erklärung nach ihrer Herbstvollversammlung im Stift Michaelbeuern (Salzburg). Wesentlich für einen gelingenden Dialog seien dabei jugendgemäße Formen der Glaubens-Weitergabe und der Begleitung im Leben.

Leitend ist für die Bischöfe ein Wort von Papst Franziskus, der sagt: "Wir dürfen weder doktrinär noch aktivistisch sein; wir sind berufen, Gottes Werk auf Gottes Art fortzuführen, nämlich in Nähe: ganz nah bei ihm, in Gemeinschaft miteinander, nahe bei unseren Brüdern und Schwestern." Wie diese Nähe konkret gelebt werden könne, zeigten die zahlreichen Jugendgruppen in der Kirche. "Sie sind unersetzlich, um sich in den Glauben einzuüben, ihn kritisch zu hinterfragen und zu bezeugen", heißt es in der Erklärung. Die Erfahrung habe gezeigt: "Wenn Gleichaltrige ihren Glauben leben und Orientierung geben, dann ist das viel überzeugender, als wenn die Kirche spricht." Junge Menschen zu bestärken und ihnen die Freiräume in der Kirche zu eröffnen, sei deshalb der wichtigste Beitrag, den die Bischöfe weiterhin geben wollen.

Dass ein solcher Dialog gelingen kann, habe die Synode gezeigt. "Es war nicht nur eine Synode über junge Menschen und ihre Lebensrealität, sondern vor allem ein gemeinsames Sehen und Hören mit Jugendlichen auf die Zeichen der Zeit und auf das, was Gott der Weltkirche heute sagen will", erläuterten die Bischöfe in der Erklärung. Mit der weltweiten Online-Umfrage und der Vorsynode habe die Kirche zeitgemäße Wege beschritten, die sich bewährt hätten und die Synodalität der Kirche förderten. "Die zentrale Erfahrung für die Teilnehmer war, dass ein Aufeinander-Hören und Miteinander-Reden zwischen den Generationen, in weltkirchlicher Vielfalt und vertrauensvoller Offenheit nicht nur möglich war, sondern eine unverzichtbare Voraussetzung für eine glaubwürdige Kirche ist und bleibt."
 
 via: Kathpress

Die Bedeutung einer lebendigen Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse des Novembers 1938 für Gegenwart und Zukunft haben die österreichischen Bischöfe unterstrichen. "Eine lebendige Erinnerung eröffnet Zukunft, weil der Blick auf die dunklen Seiten der Geschichte davor schützt, Fehler der Vergangenheit zu wiederholen", heißt es in einer Presseerklärung der österreichischen Bischofskonferenz zum Novemberpogrom von 1938, die am Freitag im Anschluss an die Herbstvollversammlung der Bischöfe in Wien veröffentlicht wurde.

In ihrer Erinnerung stünden die christlichen Kirchen heute "unverbrüchlich an der Seite der jüdischen Gemeinde und ihrer Treue im Glauben"; Christen würden zudem deutlich erkennen, "dass im Judentum die Wurzel ihres Glaubens liegt": "Ein Christ kann kein Antisemit sein", unterstrichen die österreichischen Bischöfe ein entsprechendes Wort von Papst Franziskus. Daher gelte es heute auch, Seite an Seite "gegen alle Formen des Antisemitismus entschieden vorzugehen und für das Menschenrecht auf Religionsfreiheit hier und weltweit einzutreten".

Zugleich räumten die Bischöfe ein, dass die Erinnerung an die Ereignisse von 1938 und deren Folgen für Christen und die Kirchen verbunden sei mit dem "schmerzlichen Eingestehen eines mehrfachen Versagens: Zu lange habe ein "religiös verbrämter Antijudaismus" jene Kräfte geschwächt, die nötig gewesen wären, "um als Christen dem nationalsozialistischen Rassenwahn und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten". Zu leise seien außerdem jene wenigen Stimmen aus der Kirche gewesen, die das Unrecht deutlich benannten: "Es waren zu wenige, viel zu wenige Gerechte."

via: Kathpress

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