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Im Schulschlussgott79esdienst ging es auch darum, sich annehmen zu können, wie man ist, um den Nächsten zu lieben, wie sich selbst. Bischofsvikar Dr. Alexander Wessely war begeistert, man spüre, dass es den Militärgymnasiasten etwas daran liegt und die Vorbereitungen der Professorin Dr. Marianna Komáromi seien vorbildlich. 

„Der liebe Gott schreibt uns nicht die Klausur, aber den Weg können wir mit Gottvertrauen anders gehen!“ war die etwas unerwartete Einstieg des Bischofsvikars für seine Ansprache beim Schulschlussgottesdient in der St. Georgs-Kathedrale am 30. Juni 2017. „Wenn wir denken, es geht uns schlecht, mit dem, was wir aus unserem Alltag machen, dann schauen wir einfach auf Schüler in Afrika, die haben keine Zeit zum Sudern!“ Ein besonders tragisches Erlebnis für ihn sei heuer die Bestattung von Kleinkindern gewesen, aber alle Tragik werde in Gott aufgelöst. Mit einem anschaulichen Bild eines 100 €-Scheins, egal ob er zerknuddelt oder schmutzig sei, werde jeder ihn nehmen, weil man seinen Wert erkenne.


So war der Sinn des Geschenkes am Ende des Gottesdienstes, des kleinen Tuchs, das größer wird, wenn es befeuchtet wird. „Schön, dass es uns gibt, Gott als Schöpfer und wir als Geschöpfe und als Christen!“
Der Sänger Reinhard Mey hat ein Lied geschrieben mit dem Titel „Zeugnistag“. Es endet mit dem Satz: „Wie gut tut es zu wissen, dass dir jemand Zuflucht gibt, ganz gleich, was du auch ausgefressen hast!“ Gute Eltern, ein guter Freund oder eine Freundin an seiner Seite zu haben ist unbezahlbar. Als Christen sind wir nicht nur Hoffende, sondern Überzeugte, dass Gott immer auf unserer Seite steht. Er steht zu uns, auch wenn wir schwach sind und Mist gebaut haben. Er begleitet uns auf allen unseren Wegen. So können wir am Ende dieses Schuljahres vertrauensvoll wie im Psalm 139 beten:
„Herr, du kennst mich, ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.
Von fern erkennst du meine Gedanken ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt,
Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Du umschließt mich von allen Seiten und legst meine Hand auf mich.“
Begleite uns auf allen unseren Wegen. Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Foto: Privat

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