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Militärbischof

Dr. Werner Freistetter
 
Wahlspruch:
Religio et Pax -
Religion und Frieden
 
 
Priesterweihe am 9. Oktober 1979 in Sant' Ignazio durch Kardinal König.
Bischofsweihe am 11. Juni 2015 im Dom Mariä Himmelfahrt der Propstei- und Hauptpfarre zu WIENER NEUSTADT.
 
 
Der Militärbischof ist einem Diözesanbischof gleichgestellt und gehört der Österreichischen Bischofskonferenz an. Als unmittelbare Instrumente für seine Leitungsaufgabe stehen ihm das Militärgeneralvikariat (oberste Dienststelle der Militärseelsorge im Bundesheer) und das Sekretariat des Militärbischofs zur Verfügung.
 
Seine Jurisdiktion ist mit jener des territorial zuständigen Diözesanbischofs kumulativ. Der Jurisdiktionsbereich des Militärbischofs erstreckt sich entsprechend der Apostolischen Konstitution "Spirituali Curae Militum" und den am 30. März 1989 erlassenen "Statuten des Militärgeneralvikariates der Republik Österreich" auf alle Angehörigen des Bundesheeres und der Heeresverwaltung sowie deren Familienangehörige und auf Präsenzdiener während ihres Wehrdienstes.
Die Bischofskirche ist die St. Georgs-Kathedrale in der Wiener Neustädter Burg (Theresianische Militärakademie).

König Friedrich IV. (ab 1452 als Kaiser Friedrich III.) ließ um das Jahr 1440 durch den Baumeister Peter von Pusica den Bau der an der Westseite der Burg gelegenen Kirche beginnen. Sie wurde um das Jahr 1460 fertiggestellt und war der hl. Maria geweiht. Der im Jahr 1479 in Millstatt durch Friedrich III. gegründete St. Georgs-Ritterorden wurde auf Wunsch des Kaisers nach Wiener Neustadt verlegte. Kaiser Maximilian I., Sohn Friedrichs III. und der Eleonore von Portugal, kam in der Burg zur Welt und wurde nach seinem Tod im Jahr in der Kathedrale begraben.

Nachdem im Jahr 1600 der St. Georgs-Ritterorden durch den Papst aufgehoben worden war, übernahmen Jesuiten die Seelsorge an dieser Kirche. Später besorgten Patres der Zisterzienser und des Piaristenordens die Seelsorge in der Burg. Die Stadtbrände der Jahre 1608 und 1616 zerstörten große Teile der Burg und zogen auch die Kirche in Mitleidenschaft. Erzherzog Maximilian III. sorgte für die Instandsetzung der Burg und der Kirche.

Einen Markstein in der Geschichte der Burg bildete die Verfügung von Kaiserin Maria Theresia vom 14. Dezember 1751 über die Errichtung der "Adeligen Militärschule oder Akademie zur Wienerischen Neustadt", in die bald auch Bürgerliche aufgenommen wurden. Von da an war das Schicksal der Kirche eng mit dem der Militärakademie verbunden. Im Jahr 1753 wurde der Friedhof der Militärakademie angelegt, 1754 die heute noch bestehende Kapelle fertiggestellt. Der Friedhof wurde in den Jahren 1815 und 1829 erweitert. Im Jahr 1754 kam die Militärakademie unter die Jurisdiktion des Bischofs von Wiener Neustadt, die St. Georgs-Kirche blieb aber von der Stadtpfarre getrennt.

1768 richtete ein schweres Erdbeben in Wiener Neustadt große Schäden an, drei Türme der Burg wurden zerstört. Mit dem Ende der Monarchie erfolgte im Jahr 1918 auch die Auflösung der Militärakademie. Die Burg wurde im Jahr 1919 dem Staatsamt für Inneres und Unterricht übergeben und darin eine "Staatsstiftungsrealschule" (später Bundeserziehungsanstalt für Knaben) untergebracht. Erst im Jahr 1934 wurde die Burg wieder Militärakademie. Im Zuge der Restaurierung der Kirche in den Jahren 1936 bis 1938 wurde unter anderem auch das Fresko über dem Haupteingang freigelegt.

Von 1938 bis 1945 waren in der Burg eine Kriegsschule der Deutschen Wehrmacht und auch der Standortpfarrer untergebracht. Am 12. März 1945 wurde die Burg durch Bomben vollkommen zerstört. Bereits im Jahr 1946 wurde mit dem Wiederaufbau der Burg und der Kirche begonnen, und schon 1951 konnte der Wiener Erzbischof Kardinal Dr. Innitzer die Kirche wieder weihen. Mit dem Einzug der Militärakademie im Jahr 1958 (die Offiziersausbildung erfolgte ab 1956 in Enns) wurde die Kirche wieder der Militärseelsorge übergeben. Seit 1963 war die St. Georgs-Kirche die Kirche des österreichischen Militärvikars (Erzbischof von Wien DDr. Franz Kardinal König von 1959 bis 1969, Bischof von St. Pölten Dr. Franz Zak von 1969 bis 1986). Im Jahr 1967 erfolgte die Erhebung der Kirche zu einer Tochter der Lateranbasilika. Am 1. Juli 1987 wurde die Kirche durch den ersten Militärbischof von Österreich, Dr. Alfred Kostelecky, als dessen Kathedrale feierlich übernommen.

Bischof emeritus Mag. Christian Werner (* 27. Dezember 1943 in Gogolin, heute Polen) war der zweite Militärbischof für Österreich. Er trat am 22. Februar 1994 die Nachfolge des verstorbenen Bischofs Alfred Kostelecky an. Sein Wahlspruch lautet: „Christus Pax Nostra“ (Christus ist unser Friede). Am 16. April 2015 nahm Papst Franziskus sein Rücktrittsgesuch an.

Bischof Werner ist auch im Ruhestand weiterhin aktiv und setzt sich für die Anliegen der Soldaten ein.

 

Dr. Werner Freistetter, MilitärbischofWerner Freistetter (*28. Oktober 1953 in Linz an der Donau) ist der dritte Militärbischof für Österreich seit der Gründung des Militärordinariat im Jahr 1987. Die Ernennung durch Papst Franziskus erfolgte am 16. April 2015. Freistetter wurde am 11. Juni 2015 im Dom von Wiener Neustadt vom Apostolischen Nuntius Peter Zurbriggen zum Bischof geweiht, Mitkonsekratoren waren Militärbischof Christian Werner und der slowakische Militärbischof František Rábek.

Freistetter ist Sohn eines hochrangigen Offiziers. Er studierte in Wien und Rom Theologie und promovierte in Sozialethik. Die Priesterweihe spendete ihm der Erzbischof von Wien, Franz Kardinal König, am 9. Oktober 1979 in Rom. In Wien war er als Seelsorger aktiv sowie am Institut für Ethik und Sozialwissenschaften der Universität Wien tätig. Später war er am Päpstlichen Rat für die Kultur in Rom tätig. Freistetter war Mitglied der Vertretung des Heiligen Stuhls bei der OSZE, und war geistlicher Assistent der Internationalen katholischen Soldatenorganisation AMI.

2006 ernannte ihn Militärbischof Christian Werner zum Bischofsvikar für Wissenschaft und Forschung, theologische Grundsatzfragen und internationale Beziehungen. Er war als Militärseelsorger auf den Golanhöhen und in Bosnien und Herzegowina im Einsatz. Von 1997 bis 2015 war Freistetter Leiter des Instituts für Religion und Frieden.
(Foto: ÖBK/Kuss)

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