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Wissenswertes rund ums Kirchenjahr

Wissenswertes rund ums Kirchenjahr (2)

Wie oft hat man diesen Satz im Glaubensbekenntnis schon ausgesprochen, aber wie wenig hat man darüber reflektiert, wie selten wurde bewusst gefragt, wer oder was dieser Geist ist. Der Heiligen Geist – eine kurze „Reflexion.“

Nur eine einzige Religion betet den Heiligen Geist an

Die meisten gläubigen Menschen auf der Welt beten. Religionen kennen einen oder mehrere Götter, glauben an gute und böse Geister, aber nur eine einzige Religion kennt und betet den Heiligen Geist an, nämlich das Christentum.

Die Quelle, die Auskunft darüber gibt

Die Quelle, die uns über „Ihn“ Auskunft gibt, ist die Bibel. Das Alte Testament nennt den Heiligen Geist „ruah“, das mit Atem, Hauch, Wind oder sogar Sturm übersetzt werden kann. Ruah ist in diesen alten Schriften der Atem, die Lebenskraft Gottes, die (uns und die ganze Welt) sein lässt. Es ist die schöpferische Kraft Gottes, die aus Chaos den Kosmos werden lässt, es ist die Wirkmächtigkeit, die walten lässt, die erhält und die erneuert. Auf Menschen bezogen befähigt der Heilige Geist immer zu einer bestimmten, gottgewollten Aufgabe.

Im Neuen Testament wird uns durch Jesus der Heilige Geist noch weiter erschlossen. Jesus verspricht in seiner Abschiedsrede, dass er wiederkommen werde und kündigt in der Zwischenzeit den Heiligen Geist an, den er als Paraklet, das heißt Anwalt, Beistand, Helfer bezeichnet (Joh. 14,26). Bis heute ist der Heilige Geist die Antriebskraft und das Lebenselixier der Kirche.

Symbole für den Heiligen Geist

Wenn die Kirche vom Heiligen Geist spricht oder sein Wirken ankündigt, so tut sie dies in symbolhaften Bildern. Der Heilige Geist im Bild von Wind und Atem (denn er ermöglicht, wie die Luft zum Atmen, das Leben), von Wasser (mit diesem Element ist das Leben verknüpft. Denn wo kein Wasser, da auch kein Leben), von Feuer (die Feuerzungen, die über die Apostel kamen und ihnen neuen Mut und Hoffnung schenkten), von der Taube (Taufe Jesu, bei der der Heilige Geist wie eine Taube vom Himmel kam und Besonderes „ankündigte“) , von einem Siegel (der Heilige Geist als Schutz und Zusicherung für die Gläubigen), von Anzahlung und Unterpfand (der Heilige Geist als Zusicherung für das, was die Gläubigen noch erwarten dürfen), von Öl und Salbung (durch diesen wird uns eine besondere Ehrung zuteil – denn gesalbt wurden damals nur Könige, Priester und Propheten. Nun auch wir!)

Die 7 Gaben des Hl. Geistes

Immer wieder „Sieben“: Die Sieben findet sich etliche Male in der Bibel, es ist ein altes biblisches und vorbiblisches Symbol, das für Fülle und Vollkommenheit steht.
Bezüglich der 7 Sakramente kommt noch eine weitere Bedeutung hinzu: Sieben ergibt sich aus 3+4. Drei steht für das Göttliche (die Trinität), 4 für das Irdische. In den Sakramenten kommen beide zusammen, eine Verbindung von Göttlichen und Irdischen entsteht.
Die Bibel nennt im Buch des Propheten Jesaja (Jes 11,1,ff) 6 Gaben des Geistes. Es sind dies die Weisheit, die Einsicht, der Rat, die Stärke, die Erkenntnis und die Gottesfurcht .
Die siebente Gabe wurde von Thomas von Aquin (1226-1274) hinzugefügt: Die Gabe der Frömmigkeit.

Im ersten Brief an die Korinther (1 Kor 12,8-10) werden die Geistgaben mit folgenden Worten beschrieben:
Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem anderen durch den selben Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, einem anderen in demselben Geist Glaubenskraft, einem anderen – immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten zu heilen, einem anderen Kräfte, Machttaten zu wirken, einem anderen prophetisches Reden, einem anderen die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem anderen verschiedene Arten der Zugenrede, einem anderen schließlich die Gabe, sie zu übersetzen.

Die Gaben des Geistes im Einzelnen:

Weisheit

Sie hilft zu erkennen, was wichtig ist (für mich und andere) und was nicht, sie gibt Einblick in das, wofür es sich lohnt zu kämpfen und wofür nicht.

Einsicht

Sie verleiht die Fähigkeit, den Durchblick zu bekommen und zu behalten. Sie eröffnet die Möglichkeit, Einsehen zu haben, Zusammenhänge zu erkennen, in Sachverhalte Einsicht zu gewinnen. Sie weitet den Blick über einen selbst hinaus, macht fähig, sich auch in andere hinein versetzen zu können.

Rat

Dieses Geschenk des Heiligen Geistes soll fähig machen, anderen gute Empfehlungen zu geben – andere im Guten zu beraten, aber auch selbst Ratschläge und Tipps anderer anzunehmen, wenn ich spüre, dass ich auf eine falsche Fährte geraten bin.

Erkenntnis 

Bei dieser Gabe geht es um Erkenntnis, geht es um das Wissen. Sie ermöglicht das Herausfinden, welche Kräfte derzeit am Werk sind. Sie versetzt einen in der Lage, sich ein eigenes, kritisches Bild zu machen, das nicht gefärbt ist durch Bilder der Medien oder andere irreführende Meinungen.

Stärke

Es gibt Situationen im Leben des Menschen, wo nicht alles glattläuft, Situationen, in denen man von einer „Schieflage“ des Lebens spricht. Die fünfte Gabe verleiht die Stärke auch dann nicht den Mut zu verlieren, wenn gerade alles „aus den Rudern“ läuft. Der Heilige Geist verleiht auch und gerade dann die Kraft, um in dieser Zeit nicht zu verzweifeln, nicht mutlos zu werden, sondern um diese Krisen zu bewältigen und daran auch noch zu wachsen.

Frömmigkeit

Gott erwartet von uns nicht, dass wir jeden Tag zur Kirche gehen oder täglich mehrmals den Rosenkranz beten. Was Gott möchte, ist, mit uns in Verbindung zu bleiben. Frömmigkeit geschenkt zu bekommen, bedeutet, in die Fähigkeit versetzt zu sein, den Faden zu Gott nie abreißen zu lassen, also immer "online" für ihn und mit ihm zu sein.

Gottesfurcht

Die siebte und letzte Gabe ist die Gottesfurcht. Es geht dabei nicht darum, Angst vor Gott, sondern Ehrfurcht vor und Liebe zu Gott zu haben. Gottesfurcht bedeutet weiters: Mir wird erschlossen, dass Gott größer und mehr ist als alles mir Bekannte. Gott zu fürchten heißt in diesem Zusammenhang, ihn zu lieben, ihn anzubeten, ihn die Treue zu halten. Aber noch ein zweites ist unter Gottesfurcht zu verstehen, nämlich die Demut. Dieser Begriff ist uns heute ziemlich fremd geworden. Demut meint, dass man sich selber nicht zu wichtig nehmen soll, nicht auf andere herabschauen soll, sondern jeden so zu anzunehmen, wie er ist.

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