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"Wir ziehen zur Mutter der Gnade..." Unter diesem Motte machen sich von 11. bis 14. Juni knapp 30 Pilgerinnen und Pilger aus der Militärpfarre Burgenland von Wiener Neustadt aus auf den Weg nach Mariazell.

Geplant wurde die Wallfahrt vom erfahrenen Mariazellpilger und Militärpfarrgemeinderat, Oberstleutnant Martin Jaidl mit dem Pfarradjukten der Militärpfarre, Offizierstellvertreter Christian Pichler, welcher auch den Versorgungsbus organisierte. Dieser war unverzichtbar, hatte es doch die ersten beiden Wallfahrttage weit über 30 Grad, was das Gehen nicht unbedingt erleichterte. Und so wurden die regelmäßigen Pausen und auch die spirituellen Impulse von Militärdekan Alexander Wessely gerne angenommen um am Weg nicht nur innerlich zur Ruhe zu kommen, sondern zwischen Wegstücken auch tatsächlich ausruhen zu können.

Innere Ruhe finden

"Ich denke, dass es gerade auf so einem Pilgerweg wichtig ist, innere Ruhe zu finden, sich auf sein Tempo einzulassen und auf sein Inneres zu hören um zu Gebet und Lobpreis kommen zu können", so Wessely, der mit den Pilgerinnen und Pilgern den Weg auf sich nahm, welcher am ersten Tag von Wiener Neustadt nach Puchberg und am zweiten Tag schließlich bis nach Schwarzau führte. Der vorletzte Tag, an welchem die Pilgerinnen und Pilger durch die Militärpfarre beim Streitkräfteführungskommando mit einem Mittagessen im Felde überrascht wurde, führte die Pilgergruppe schließlich über das Gscheidl bis nach Mosshuben, von wo aus am letzten Wallfahrtstag die letzte Etappe nach Mariazell gestartet wurde. Dort wurden die Fußwallfahrer schließlich von Buspilgern aus Güssing, Eisenstadt, Kaisersteinbruch und Bruckneudorf erwartet, welche dann mit der Pilgergruppe bis zur Basilika zog wo die Wallfahrer von einem Ensemble der Militärmusik Burgenland unter der Leitung von Kapellmeister Oberst Hans Miertl mit Marschmusik erwartet wurden.

Festlicher Gottesdienst zum  Abschluss

Beim festlichen Gottesdienst beim Gnadenaltar, welcher ebenfalls von der Militärmusik Burgenland feierlich umrahmt wurde, wurden schließlich nochmals alle großen und kleinen Bitten vor Gott gebracht. Was bleibt von diesen Tagen? Vertiefte Kameradschaft quer durch die Dienststellen, Einheiten und Garnisonen, vertiefter Glaube und sicherlich auch ein wenig Stolz den Weg geschafft zu haben. Auf Wiedersehen Mariazell 2020.

Am Truppenübungsplatz Bruckneudorf gibt es nahe der Panzerwiese ein großes Kreuz, dass von allen der "Rote Herrgott" genannt wird. Hartnäckig ranken sich unterschiedliche Legenden um dieses Kruzifix. So kann man in dem Buch „Sagenschatz aus dem Bezirk Bruck an der Leitha“ lesen:

„Tief drinnen in der Waldesstille des Teichtales (Poligraben) steht ein Holzkreuz, der rote Herrgott genannt. Dort geschah vor 100 Jahren eine grausige Tat. Ein Pionier hatte gestohlen und wurde erwischt. Da er die Schande nicht ertragen konnte, beschloss er zu sterben. An einsamer Stelle im Wald hackte er Zweige ab und verflocht sie zu einer festen Wand. Dann schaufelte er sich eine Grube und lehnte die Wand darüber, gestützt durch einen schief eingestellten Prügel. Dann häufte er Erde hoch auf die Wand und legte sich in die Grube hinein. Mit den Fuß stieß er den Prügel um, die Flechtwand mit der Erde stürzte auf ihn und begrub ihn lebend! Zum Gedächtnis wurde an dieser Stelle ein rot gestrichenes Holzkreuz aufgerichtet. Seither ist es dort nicht ganz geheuer. In der abendlichen Dämmerung sieht man ein großes unbeschriebenes Blatt Papier zwischen den Bäumen schweben, man weiß nicht, woher es kommt. Ganz unbeweglich hängt es in der Luft und verschwindet dann plötzlich und niemand weiß, was es zu bedeuten hat. Manche glauben, es werden darauf alle Gebete für den armen Sünder verzeichnet. Und wenn das Blatt vollgeschrieben ist, dann ist er erlöst. Aber bis jetzt ist noch keine Zeile darauf zu sehen."

Andere Erzählungen besagen, dass dieses Kreuz schon im späten 17., frühen 18. Jahrhundert aufgestellt wurde um an einen Mörder und dessen Opfer  zu erinnern. Wieder andere behaupten, dass der "Rote Herrgott" ein Pestkreuz sei. Wenn die Geschichten auch allesamt nicht wahr sind, so sind sie dennoch gut erfunden, aber, der "Rote Herrgott" war - wie man auf alten Postkarten des Brucker Lagers sieht - um das Jahr 1912 noch direkt neben der Spittelwaldkapelle aufgestellt.

Schon vor einigen Jahren reifte der Entschluss die Spittelwaldkapelle zu renovieren und den Platz um diese möglichst originalgetreu zu gestalten. Der Ankauf von zwei - die Kapelle ursprünglich flankierenden - lebensgroßen Sandsteinfiguren scheitere an den finanziellen Mitteln, doch das große Kreuz sollte wiedererrichtet werden. Nur den "Roten Herrgott" versetzen? Unmöglich. So wurde schließlich nach einer anderen Lösung gesucht. Schon vor eineinhalb Jahren erwarb Militärdekan Alexander Wessely auf einem Flohmarkt in Wien ein großes Kreuz mit einem gusseisernen "Herrgott". Leider war das Holz schon so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sich Militärpfarrgemeinderat Dominik Nyamandi dazu entschloss das "Holz des Kreuzes" neu zu fertigen. Um das Kreuz länger haltbar zu machen wurde schließlich noch ein Giebeldach für das Kreuz angefertigt, ebenso wurde wieder eine Laterne zum Entzünden von Opferkerzen montiert. Die Aufstellung des ca. 220kg schweren Kreuzes erfolgte in der Passionswoche an jener Stelle wo das alte Kreuz gestanden war, die Segnung des Kreuzes selbst wurde anlässlich des traditionellen Soldatenkreuzwegs, an welchem Soldaten, Zivilbedienstete und Gäste begleitet von einem Bläserensemble quer über den Truppenübungsplatz gehen und  die Passion Christi betrachten,  am Karfreitag durch Bischofsvikar Militärdekan Alexander Wessely durchgeführt.

Mit der Aufstellung des Kreuzes wurden nun die Renovierungsarbeiten rund um die Spittelwaldkapelle abgeschlossen und die Militärpfarre Burgenland freut sich wieder über Pilgerinnen und Pilger der umliegenden Gemeinden, sowie auf Soldaten die diesen Platz zum persönlichen Gebet, oder im Rahmen von Feldgottesdiensten aufsuchen.

Zahlreiche Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft waren der Einladung der Katholischen Frauenbewegung Burgenland (kfb) gefolgt.

„Das Wort hat eine besondere Macht und Kraft“, das betonte Militärbischof Werner Freistetter bei der Andacht vor dem traditionellen Fastensuppenessen der Katholischen Frauenbewegung in der Hauskapelle der Martins-Kaserne in Eisenstadt. „Worte können Gutes bewirken aber auch schlechte Dinge in den Menschen zum Vorschein bringen Menschen gegeneinander aufhetzen“, so der Bischof weiter, der in Rahmen der Andacht auch fünf Männer zu mit dem Lektorat beauftragen sowie zwei Frauen für diesen Dienst segnen und senden durfte. Lektoren hätten deswegen eine besondere Verantwortung, seien sie doch Verkündiger des Wort Gottes. Um das Wort anderen näherzubringen, sei es aber notwendig sich zuerst selbst verwandeln zu lassen vom Wort Gottes, sich geduldig auf es einzulassen und es anzunehmen, so der Militärbischof.

Im Anschluss an die Andacht ging es zum Fastensuppenessen in den Ehrensaal der Martins-Kaserne. In diesem Jahr hatte das Militärkommando und die Militärpfarre Burgenland in die Kaserne in Eisenstadt eingeladen. Der Einladung gefolgt sind zahlreiche Persönlichkeiten aus Kirche Gesellschaft und Politik. Neben Militärbischof nahmen auch der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, Generalvikar Martin Korpitsch teil. Aus Stadt- und Landespolitik waren der Burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, die Präsidentin des Burgenländischen Landtags, Verena Dunst, der Bürgermeister der Stadt Eisenstadt, Thomas Steiner, der Nationalratsabgeordnete Nikolaus Berlakovich sowie die Landtagsabgeordnete Regina Petrik zum Fastensuppenessen gekommen.

Begrüßt wurden die Gäste von Oberst Karl Pokorny in Vertretung des Hausherrn Militärkommandant, Brigadier Gernot Gasser. Diözesanbischof Zsifkovics würdigte die wichtige Aufgabe der kfb. „Solidarisch sein, Zukunft schenken“, dieses Leitmotto ist eine unheimlich wichtige Aufgabe, so der Bischof. Auch Landeshauptmann Doskozil betonte in seiner Rede die wichtige Aufgabe der kfb: „Danke für die Einladung“ besonders freue ihn, als ehemaligen Verteidigungsminister auch der Konnex zum Bundesheer, das ebenfalls Hilfe für die Menschen bedeute.

Die Landtagspräsidentin Verena Durst appellierte: „Lassen wir uns das helfen nicht abgewöhnen.“ Die Aktion Familienfasttag schaffe Perspektiven für Frauen, die unsere Hilfe brauchen. Für Bürgermeister Thomas Steiner zeige das Fastensuppenessen die Macht der Tat. „Durch ihr Engagement können wir in den betroffenen Regionen Hilfe zur Selbsthilfe leisten“, bedankte er sich bei der kfb. Die kfb ermächtige Frauen in den ärmsten Ländern der Welt zu Selbsthilfe, so die Landtagsabgeordnete Regina Petrik.

Wandel wagen!

Die "Aktion Familienfasttag" der Frauenbewegung steht heuer unter dem Motto "Wandel wagen! Gemeinsam für eine Zukunft aus eigener Kraft." In ganz Österreich finden während der Fastenzeit Informations- und Bildungsveranstaltungen dazu statt. Mit traditionellen Suppenessen werden zudem konkrete Zeichen der Solidarität gesetzt.

Im Zentrum der diesjährigen Spendenaktion steht die Frauenorganistaion "WODSTA" (Women Development for Science and Technology Association) in Tansania, die den Alltag der Frauen in dem ostafrikanischen Land durch die Herstellung von Energiesparöfen erleichtert. Durch die neuartigen Öfen brauchen die Frauen beim Kochen nur einen Bruchteil des zuvor notwendigen Feuerholzes. Auch in Großküchen, etwa in Schulen, werden die neuartigen Öfen erfolgreich eingesetzt. WODSTA unterstützt zudem auch das Pflanzen von Baumsetzlingen. Rund 180 Frauen in sechs Dörfern haben bisher bei WODSTA ein Training im Ofenbau absolviert. Sie können nun durch die Produktion und den Verkauf solcher Öfen auch ein eigenes Einkommen erwirtschaften.

Die Aktion "Familienfasttag" der Frauenbewegung startete 1958. Inzwischen erzielt die Initiative mit Hilfe ihrer vielen Benefizsuppenessen und weiterer Aktionen ein jährliches Spendenaufkommen von bis zu 2,4 Millionen Euro und unterstützt so mehr als 100 Frauen-Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Elf Kaderangehörige der 2. Ausbildungskompanie der Heerestruppenschule machten sich mit Militärdekan Alexander Wessely von 20. bis 22. Februar auf dem Weg nach Theresienstadt und Prag um sich mit der älteren und jüngeren Geschichte Europas auseinander zu setzen, welche sich mitunter gerade in den beiden aufgesuchten Städten verdichtet. Die Kadertage dieser Einheit haben schon Tradition. "Entstanden ist alles aus der Idee einmal als geschlossene Einheit wegzufahren und sich fernab des Dienstbetriebes mit religiösen Themen auseinander zu setzen, jeweils eingebettet in einen kulturellen Kontext," so Militärdekan Wessely, "so waren wir schon unter anderem in Österreich im Wein- und Waldviertel, in der Oststeiermark und im Mariazellerland, aber auch schon beispielsweise im Heiligen Jahr in Rom." Heuer stand Tschechien auf dem Programm. Genauer gesagt Theresienstadt und Prag

In Theresienstadt wurde sowohl die Geschichte Theresienstadts als Garnisonsstadt beginnend mit Kaiser Josef II, die Verwendung der "Kleinen Festung" als Gefängnis, in welchem beispielsweise der Attentäter von Sarajewo eingekerkert war und die spätere Errichtung des Ghettos, aber auch der darauffolgenden Geschichte der "Kleinen Festung" in das Zentrum des Besuches gerückt. Vor allem die Auseinandersetzung mit der Zeit von 1941 bis 1945 in Theresienstadt diente schließlich am zweiten Tag der Kadertage in Prag als Anknüpfungspunkt für die Prager Geschichte. Der Besuch in der altehrwürdigen Alt-Neu-Synagoge, des jüdischen Friedhofs und der Spanischen Synagoge waren keine gewöhnlichen touristischen Besuche, sondern ermöglichten durch Vortrag und die ausgestellten Exponate, sowie dem Erleben eines noch in Verwendung befindlichen Gebetsraumes sich intensiv mit Lebensgewohnheiten und Glauben, sowie der Auferstehungshoffnung des jüdischen Volkes auseinander zu setzen.

Nach einer kulturell-geschichtlichen Erkundung der Altstadt und der Kleinseite mit Burg (bei welchem vor allem der Prager Fenstersturz als Auslöser des 30-jährigen Krieges in den Fokus gerückt wurde), dem Lorettokloster und unzähligen Palais die letztlich altösterreichische und europäische Geschichte erzählen war es gut beim "Prager Jesulein" zur Ruhe kommen zu können, mussten bis zu diesem Zeitpunkt nicht nur viele Eindrücke und Informationen verarbeitet, sondern auch insgesamt knapp 40 Kilometer Fußmarsch zwischen den einzelnen Stationen bewältigt werden.

Der letzte Tag führte schließlich zum Wenzelsplatz und ermöglichte eine Auseinandersetzung mit der (jüngeren) Geschichte Prags, war dieser Platz doch oftmals Versammlungsplatz für Kundgebungen in entscheidenden Jahren wie 1848, 1918, 1948, 1968 und 1989. Es waren wieder einmal intensive und informative Kadertage welche die 2. Ausbildungskompanie mit Militärpfarrer Alexander Wessely erleben durfte. Es waren aber auch Kadertage bei denen die Kameradschaftspflege nicht zu kurz kam. "Ich denke, dass solche Tage nicht nur dazu dienen sich mit Glauben und Geschichte auseinander zu setzen, sondern auch dazu einander besser kennen zu lernen und sich auszutauschen. So bin ich sehr dankbar über die Initiative solche Tage immer wieder durchzuführen" so Wessely.

Lektoren übernehmen in einer heiligen Messe heute eine wichtige Aufgabe: Sie tragen dabei aus der Bibel im Rahmen der Liturgiefeier vor. Um dies auch zu dürfen, müssen sie sich darauf auch vorbereiten. Oft geschieht das in Kursen oder Lehrgängen. Acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Militärpfarren kamen von 4. bis 8. Februar in der Martinskaserne in Eisenstadt zusammen. Unter der Leitung von Militärsuperior Stefan Gugerel erfuhren sie im Rahmen eines Lehrgangs mehr etwa über den Aufbau des ersten und zweiten Testaments, die Evangelien und die Apostelgeschichte. Es war der erste Lektorenlehrgang überhaupt, der in einer Militärpfarre in Österreich stattfand, freut sich der Militärpfarradjunkt der Militärpfarre Burgendland, Offiziersstellvertreter Christian Pichler, der nicht nur den Lehrgang organisiert hatte, sondern auch selbst daran teilnahm.

Prüfungen mit Bravour bestanden
Offiziersstellvertreter Pichler: „Es waren zwar sehr intensive, aber auch sehr lehrreiche Tage." Nicht nur er sondern auch die weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren vom Vortragenden, Militärsuperior Stefan Gugerel, begeistert. "Jede und jeder war mit Freude dabei.“ Die abschließende schriftliche und mündliche Prüfung bestanden alle mit Bravour. Belohnt wurden sie danach mit einer süßen Jause. „Ich würde den Lehrgang wieder besuchen“, sagt Offiziersstellvertreter Pichler. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schrieben an den Militärbischof und warten auf seine Beauftragung zum Lektor. Pichler hofft, dass dieser Lektorenlehrgang „Früchte trägt“ und bald weitere in anderen Militärpfarren zustande kommen werden. „Bei der Pfarradjunktenkonferenz im April werde ich dafür kräftig die Werbetrommel rühren", so der Organisator.

Am 20. November 1958 wird die Kapelle vom damaligen Apostolischen Administrator des Burgenlandes, Bischof Dr. Stefan Lászlò, eingeweiht. Bischof Lászlò war als Sohn eines im Ersten Weltkrieg gefallenen Offiziers selbst Schüler der Militärunterrealschule.
War die Kapelle ursprünglich im Stil des Historismus errichtet worden, der auf Vorbilder der klassischen Antike oder der mittelalterlichen Gotik zurückgreift, so ging viel von der Innenausstattung im Laufe der wechselvollen Geschichte verloren, unter anderem auch der Altar und das neugotische Chorgestühl. Nur die Decke und die beiden Säulen, die die Empore stützen, stammen noch aus der ursprünglichen Einrichtung.

Elegant ist das Deckenfries mit sechs verzierten herabhängenden Kapitellen gestaltet. Außen ist an allen vier Seiten ein Portikus mit zehn Bögen und zehn Kapitellen angedeutet. Die Konzentration zur Mitte hin mit dem achtzackigen Stern, in dessen Mitte sich vier Engelsköpfe befinden, symbolisiert Ordnung und Übersichtlichkeit. Umrahmt wird das Mittelstück von einem golddurchwirkten Ornamentband, vornehm dem klassischen Vorbild entsprechend in zartem Blau gemalt und mit Gold verziert. 1958 stiftet die Burgenländische Landesregierung das große Doppel-Mittelfenster, das den Hl. Martin als römischen Offizier und die Hl. Barbara als Patronin der Artillerie darstellt. Ausgeführt wurde das Glasfenster von der Künstlerin Lucia Jirgal. Die beiden Seitenfenster symbolisieren Brot und Wein, die damaligen Hauptprodukte des Burgenlandes.

Der Altar wurde aus Untersberger Marmor von der Firma Gerald Strack aus Loretto ausgeführt. Der Tabernakel, das Altarkreuz und die Kerzen sind ein Geschenk des Militärbischofs Christian Werner aus der St. Georgs-Kathedrale in Wr. Neustadt. Den Ambo schmücken die vier Evangelisten Markus, Matthäus, Lukas und Johannes. Die vier Seitennischen sind mit einem speziellen marmorisierten Spachtelguß verkleidet. Die vier Bilder, im Stil der Nazarener gemalt, stellen Szenen aus dem Leben Jesu dar: Die Geburt Jesu in Betlehem, Die Flucht der Hl.Familie nach Ägypten, Der zwölfjährige Jesus im Tempel und Jesus als Zimmermann in Nazaret.

Weiters befinden sich vier Heiligenfiguren in gepreßtem Sandstein an den Wänden: der Hl.Georg, ein Märtyrer und Offizier aus dem 4. Jahrhundert, der Hl.Urban, Papst von 222-230 und Patron der Winzer, der Hl. Antonius von Padua (1195-1231), Nothelfer für verlorene Gegenstände und der Hl.Johannes Nepomuk (1350-1393), der "Brückenheilige", Symbolfigur des Widerstandes gegen die Unter-drückung der Religion, von König Wenzel in der Moldau ertränkt.

In der Kapelle wird an jedem 1. Sonntag im Monat, um 10.15 Uhr, ein Gottesdienst abgehalten (außer Juli und August). Im Mai fällt der Sonntagsgottesdienst auf den Muttertag.

Im November wird das Kirchweihfest (Hl. Martin) meistens am 2. Sonntag gefeiert.

Am 24. Dezember um 22.00 Uhr findet die Hl. Mette statt.
Taufen und Hochzeiten, Beichten und Aussprachmöglichkeiten sind je nach Bedarf möglich.

Die Kaserne wurde in den Jahren 1853 bis 1858 errichtet. Im Gebäude war ein Kadetteninstitut untergebracht. Es diente der k.k. Monarchie zur Heranbildung von Offizieren.
Nach der verlorenen Schlacht von Königgrätz erkannte man, dass die Schlagkraft des Heeres verbessert werden muß. Die Armee brauche nicht bloß militärisch ausgebildete, sondern auch realistisch geschulte und humanitär denkende Männer. So wurde hier eine Militärrealschule eingerichtet. Das Militärbildungswesen sollte mit dem der übrigen Staatsbürger in Wechselwirkung treten.

Auch während der beiden Weltkriege waren verschiedene Militäreinheiten hier untergebracht. Von 1945 bis 1955 hatte die Sowjetische Armee die Kaserne benützt. 1958 wurde sie vom neuen Österreichischen Bundesheer als Schulkaserne in Verwendung genommen.

1967 erhielt sie den Namen Martin-Kaserne.

Der zentrale Raum der Kaserne ist in baulicher Hinsicht die Kapelle. Für uns Christen hat dieser Raum auch eine andere zentrale Bedeutung, nämlich die aus dem Glauben heraus.

Donnerstag, 23. Januar 2003
 
Zu jenen, die in der Heiligen Nacht arbeiten, gehören auch die Soldaten, die an der österreichischen Staatsgrneze ihren Dienst tun. "Die Nachtschicht ist besonders hart", schildert Militärdekan Bischofsvikar Franz Fahrner: "Wer draußen auf Wache ist, kann sich höchstens zwischendurch etwas im Zelt aufwärmen und viel heißen Tee trinken." Dennoch sei die Stimmung zu Weihnachten nicht am Nullpunkt: "Es gibt eine kleine Weihnachtsfeier mit gutem Essen und ein paar besinnlichen Worten." Dabei habe er, FAHRNER, im vergangenen Jahr "das eigenartige Gefühl bekommen, etwas mit den Hirten auf dem Feld zu tun zu haben".
 
Mit Lagerromantik hat der Assistenzeinsatz des Österreichischen Bundesheeres allerdingst nichts zu tun. Der Auftrag lautet, "illegale Grenzübertritte zu verhindern bzw. Personen an der 'grünen' Grneze abzuweisen", wie FAHRNER es fachlich korrekt formuliert. Dass dahinter ganz konkrete, oft tragische Schicksale stehen und Flüchtlinge manchmal bereits eine abenteuerliche Reise hinter sich haben, ist dem Militärgeistlichen freilich bewusst.
 
Mit Plastiksackerln über die "grüne" Grenze

Konkret erinnert er sich an eine Familie mit Kleinkindern, die in der Nähe von Pressburg, in den frühen Morgenstunden illegal die Grenze passieren wollte. Ein paar Plastiksackerl waren ihr ganzes Gepäck; es hatte Minusgrade. Die Enttäuschung der Familie und des Kindergeschrei sind FAHRNER noch in Erinnerung, ebenso wie "der junge österreichische Soldat, der die Familie anhalten musste, bis von slowakischer Seite endlich die Grenzer kamen, um sie zurückzuholen".
 
Heißer Tee und eine Portion Ungewissheit

Im Militärkommando BURGENLAND versichert man, dass das Bundesheer die "illegalen Grenzüberschreiter" auch in kalten Nächten gut versorgt. Bevor die Migranten der Grenzgendarmerie übergeben werden, bekommen sie von den Soldaten "heißen Tee, Brot, Butter und Milch". Für viele ist diese Mahlzeit der erste Bissen nach einer langen Reise in die Ungewissheit, und mit heißem Tee beginnt weiteres banges Warten.

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