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Vom 1. bis 5. Juli fand in Eisenstadt der Akolythenlehrgang der Kath. Militärseelsorge unter der Gesamtleitung des Institutes für Religion und Frieden beim Militärbischofsamt statt, dessen Leiter Militärsuperior Stefan Gugerel ist und der diesen Kurs persönlich leitete.

Bis ins Jahr 1972 war der heutige Akolythendienst die höchste der vier sogenannten "niederen Weihen", welche auch Ostiariat, Lektorat und Exorzistat umfassten. Im 3. Jahrhundert wurde das Amt in der lateinischen Kirche erstmals bezeugt, im römischen Ritus half der Akolyth bei der Bereitung des Altars und bei der Kommunionspendung. Der Akolythat wurde im "Motu proprio Ministeria quaedam" vom 15. August 1972 von Papst Paul VI. über die Reform der Weihestufen in der lateinischen Kirche neu geordnet und ist seit damals nicht mehr eine Durchgangstufe zum Priestertum wie vorher, sondern darf auch von Laien ausgeführt werden.

Mit dieser Thematik, mit Fragen zur Liturgie und des seelsorglichen Einsatzes der Akolythen  setzten sich letzte Woche sechs Teilnehmer auseinander, wobei nicht nur liturgische Bücher und Texte erforscht und erklärt, sondern auch die Kirchen Eisenstadts  - mit Blick auf die Möglichkeiten hier Liturgie feiern zu können – erkundet wurden. Der Kurs endete mit einer schriftlichen Arbeit und einer Prüfung, welche von allen Teilnehmern erfolgreich abgelegt wurde.

"Dieser Kurs ist gleichsam die Fortsetzung des letzten Lektorenlehrgangs, der schon im Frühjahr bei uns in Eisenstadt stattgefunden hat. Ich bin froh, dass wir den Kurs wieder bei uns am Standort anbieten und durchführen konnten und ermuntere auch andere Militärpfarren in ihrem Bereich dazu, solche Kurse in Zusammenarbeit mit dem "Institut für Religion und Frieden"   durchzuführen," so Militärdekan Alexander Wessely. 

"Wir ziehen zur Mutter der Gnade..." Unter diesem Motte machen sich von 11. bis 14. Juni knapp 30 Pilgerinnen und Pilger aus der Militärpfarre Burgenland von Wiener Neustadt aus auf den Weg nach Mariazell.

Geplant wurde die Wallfahrt vom erfahrenen Mariazellpilger und Militärpfarrgemeinderat, Oberstleutnant Martin Jaidl mit dem Pfarradjukten der Militärpfarre, Offizierstellvertreter Christian Pichler, welcher auch den Versorgungsbus organisierte. Dieser war unverzichtbar, hatte es doch die ersten beiden Wallfahrttage weit über 30 Grad, was das Gehen nicht unbedingt erleichterte. Und so wurden die regelmäßigen Pausen und auch die spirituellen Impulse von Militärdekan Alexander Wessely gerne angenommen um am Weg nicht nur innerlich zur Ruhe zu kommen, sondern zwischen Wegstücken auch tatsächlich ausruhen zu können.

Innere Ruhe finden

"Ich denke, dass es gerade auf so einem Pilgerweg wichtig ist, innere Ruhe zu finden, sich auf sein Tempo einzulassen und auf sein Inneres zu hören um zu Gebet und Lobpreis kommen zu können", so Wessely, der mit den Pilgerinnen und Pilgern den Weg auf sich nahm, welcher am ersten Tag von Wiener Neustadt nach Puchberg und am zweiten Tag schließlich bis nach Schwarzau führte. Der vorletzte Tag, an welchem die Pilgerinnen und Pilger durch die Militärpfarre beim Streitkräfteführungskommando mit einem Mittagessen im Felde überrascht wurde, führte die Pilgergruppe schließlich über das Gscheidl bis nach Mosshuben, von wo aus am letzten Wallfahrtstag die letzte Etappe nach Mariazell gestartet wurde. Dort wurden die Fußwallfahrer schließlich von Buspilgern aus Güssing, Eisenstadt, Kaisersteinbruch und Bruckneudorf erwartet, welche dann mit der Pilgergruppe bis zur Basilika zog wo die Wallfahrer von einem Ensemble der Militärmusik Burgenland unter der Leitung von Kapellmeister Oberst Hans Miertl mit Marschmusik erwartet wurden.

Festlicher Gottesdienst zum  Abschluss

Beim festlichen Gottesdienst beim Gnadenaltar, welcher ebenfalls von der Militärmusik Burgenland feierlich umrahmt wurde, wurden schließlich nochmals alle großen und kleinen Bitten vor Gott gebracht. Was bleibt von diesen Tagen? Vertiefte Kameradschaft quer durch die Dienststellen, Einheiten und Garnisonen, vertiefter Glaube und sicherlich auch ein wenig Stolz den Weg geschafft zu haben. Auf Wiedersehen Mariazell 2020.

Am 20. November 1958 wird die Kapelle vom damaligen Apostolischen Administrator des Burgenlandes, Bischof Dr. Stefan Lászlò, eingeweiht. Bischof Lászlò war als Sohn eines im Ersten Weltkrieg gefallenen Offiziers selbst Schüler der Militärunterrealschule.
War die Kapelle ursprünglich im Stil des Historismus errichtet worden, der auf Vorbilder der klassischen Antike oder der mittelalterlichen Gotik zurückgreift, so ging viel von der Innenausstattung im Laufe der wechselvollen Geschichte verloren, unter anderem auch der Altar und das neugotische Chorgestühl. Nur die Decke und die beiden Säulen, die die Empore stützen, stammen noch aus der ursprünglichen Einrichtung.

Elegant ist das Deckenfries mit sechs verzierten herabhängenden Kapitellen gestaltet. Außen ist an allen vier Seiten ein Portikus mit zehn Bögen und zehn Kapitellen angedeutet. Die Konzentration zur Mitte hin mit dem achtzackigen Stern, in dessen Mitte sich vier Engelsköpfe befinden, symbolisiert Ordnung und Übersichtlichkeit. Umrahmt wird das Mittelstück von einem golddurchwirkten Ornamentband, vornehm dem klassischen Vorbild entsprechend in zartem Blau gemalt und mit Gold verziert. 1958 stiftet die Burgenländische Landesregierung das große Doppel-Mittelfenster, das den Hl. Martin als römischen Offizier und die Hl. Barbara als Patronin der Artillerie darstellt. Ausgeführt wurde das Glasfenster von der Künstlerin Lucia Jirgal. Die beiden Seitenfenster symbolisieren Brot und Wein, die damaligen Hauptprodukte des Burgenlandes.

Der Altar wurde aus Untersberger Marmor von der Firma Gerald Strack aus Loretto ausgeführt. Der Tabernakel, das Altarkreuz und die Kerzen sind ein Geschenk des Militärbischofs Christian Werner aus der St. Georgs-Kathedrale in Wr. Neustadt. Den Ambo schmücken die vier Evangelisten Markus, Matthäus, Lukas und Johannes. Die vier Seitennischen sind mit einem speziellen marmorisierten Spachtelguß verkleidet. Die vier Bilder, im Stil der Nazarener gemalt, stellen Szenen aus dem Leben Jesu dar: Die Geburt Jesu in Betlehem, Die Flucht der Hl.Familie nach Ägypten, Der zwölfjährige Jesus im Tempel und Jesus als Zimmermann in Nazaret.

Weiters befinden sich vier Heiligenfiguren in gepreßtem Sandstein an den Wänden: der Hl.Georg, ein Märtyrer und Offizier aus dem 4. Jahrhundert, der Hl.Urban, Papst von 222-230 und Patron der Winzer, der Hl. Antonius von Padua (1195-1231), Nothelfer für verlorene Gegenstände und der Hl.Johannes Nepomuk (1350-1393), der "Brückenheilige", Symbolfigur des Widerstandes gegen die Unter-drückung der Religion, von König Wenzel in der Moldau ertränkt.

In der Kapelle wird an jedem 1. Sonntag im Monat, um 10.15 Uhr, ein Gottesdienst abgehalten (außer Juli und August). Im Mai fällt der Sonntagsgottesdienst auf den Muttertag.

Im November wird das Kirchweihfest (Hl. Martin) meistens am 2. Sonntag gefeiert.

Am 24. Dezember um 22.00 Uhr findet die Hl. Mette statt.
Taufen und Hochzeiten, Beichten und Aussprachmöglichkeiten sind je nach Bedarf möglich.

Die Kaserne wurde in den Jahren 1853 bis 1858 errichtet. Im Gebäude war ein Kadetteninstitut untergebracht. Es diente der k.k. Monarchie zur Heranbildung von Offizieren.
Nach der verlorenen Schlacht von Königgrätz erkannte man, dass die Schlagkraft des Heeres verbessert werden muß. Die Armee brauche nicht bloß militärisch ausgebildete, sondern auch realistisch geschulte und humanitär denkende Männer. So wurde hier eine Militärrealschule eingerichtet. Das Militärbildungswesen sollte mit dem der übrigen Staatsbürger in Wechselwirkung treten.

Auch während der beiden Weltkriege waren verschiedene Militäreinheiten hier untergebracht. Von 1945 bis 1955 hatte die Sowjetische Armee die Kaserne benützt. 1958 wurde sie vom neuen Österreichischen Bundesheer als Schulkaserne in Verwendung genommen.

1967 erhielt sie den Namen Martin-Kaserne.

Der zentrale Raum der Kaserne ist in baulicher Hinsicht die Kapelle. Für uns Christen hat dieser Raum auch eine andere zentrale Bedeutung, nämlich die aus dem Glauben heraus.

Ein Bericht von MMag. Dr. Alexander Wessely, Militäroberkurat 
  
Am Sonntag den 4. Oktober 2009 wurde in der mit 2 Erntedankkronen und reichlich gebrachten Erntedankgaben geschmückte Hauskapelle der Martinskaserne das diesjährige Erntedankfest gefeiert. Die zahlreich erschienen Messteilnehmer konnten dabei das Evangelium durch den Militärpfarrer von Rostock erfahren, was als Entschädigung für die leider ausgefallene Orgel gelten könnte. Neben dem Militärpfarrer waren auch 5 weitere Mitarbeiter der Militärpfarre Rostock in die Haydn-Stadt gekommen, um die großartigen Freundschaft zwischen der ihrigen und der Militärpfarre beim Militärkommando Burgenland zu feiern.
 
Nach dem Gottesdienst, der mit der Segnung der Erntedankgaben geschlossen hat, konnten diese zahlreich mitgebrachten Speisen anschließend im Pfarrcafé verzehrt werden. So gab es Aufstrich-Variationen, verschiedenste Kuchen, Torten und Kekse. Dazu gab es Kaffee, Limonaden und einen vorzüglichen Wein aus heimischen Rieden. Bei diesem Zusammensitzen hatten auch die Pfarrgemeinderäte und die Messbesucher die Möglichkeit Erfahrungen mit den deutschen Ehrengästen auszutauschen und so die Freundschaft zwischen den beiden Militärpfarren zu vertiefen.
 
Nach der Veranstaltung in der Martinskaserne besuchten schließlich die deutschen Gäste die Haydnstadt und wohnten später der Diakonweihe von Obst Kastenhofer in Wr. Neustadt bei.
Hilfe für die Giftschlammopfer in Kolontàr (Ungarn)
 
Ein Bericht von MilDiakon Obst Wilhelm Hold
   
In Vorbereitung auf das Fest des Hl. Martin veranstaltete die Militärpfarre in der Hauskapelle der Martin-Kaserne in Eisenstadt ein Benefizkonzert zugunsten der Giftschlammopfer in Kolontàr (Ungarn). In der voll besetzten Kapelle konnten MilOKurat Dr. Alexander Wessely zahlreiche hohe Persönlichkeiten, angeführt durch den Herrn Landtagspräsidenten Gerhard Steier, aus Politik, Wirtschaft und Militär willkommen heißen. Bei diesem Konzert präsentierten die Ensembles der Militärmusik Burgenland, Singkreis Hirm sowie Rekrut Kleinl (Orgel) ihr ausgezeichnetes musikalisches Können dem fachkundigen Publikum.
 
Die Anschließende Sammelung für die Giftschlammopfer brachte das erfreuliche Ergebnis von € 1.300,-. Diese Summe wird durch die Militärpfarre Burgenland an die Pfarre Kolontàr (Ungarn) persönlich übergeben werden. Ein Vergelt’s Gott allen Spendern!
Ein Bericht von MilDiakon Obst Wilhelm Hold 
  
Am Vortag des Festtages vom Hl. Martin wurde von der Militärpfarre Burgenland zur Feier des Landes-, Kasernen und Kapellenpatrons geladen.
Als Hauptzelebrant beim Festgottesdienst konnte in der überfüllten Hauskapelle Militärgeneralvikar Msgr. Dr. Franz Fahrner begrüßt werden. Musikalisch begleitet wurde dieser Gottesdienst in altbewährter Weise von der Militärmusik Burgenland.
 
In seiner Predigt stellte der Herr Militärgeneralvikar einen Bezug vom Teilen und der Hilfe des Hl. Martin gegenüber den Armen zu unserem heutigen gesellschaftlichen Umfeld her. Als Christen sollten wir nie vergessen, den „seelisch, geistig, körperlich und materiell“ Armen oder in sonstiger Not befindlichen Mensch unserer Zeit den Schutz und die Wärme eines Mantels anzubieten.
 
Bei der anschließenden Agape im Festsaal wurde nach der traditionellen Lesung der Martinslegende durch Militärpfarrer Dr. Wessely - diesmal von Rekrut Kleinl musikalisch untermalt – der „neue“ heurige Wein gesegnet. Mit einer kleinen Jause sowie Verkostung des Jungweines klang der Festtag in der Martinskaserne würdig und gemütlich aus.
Das ganze Jahr hindurch soll und wird sie den Soldatinnen und Soldaten in der Eisenstädter Martinkaserne das Heilsgeschehen vor Augen stellen: Die neue Jahreskrippe vor der Hauskapelle der Kaserne.
 
Ein Bericht von MilSuperior MMag. Dr. Alexander Wessely
   
Von Militärpfarrer Alexander Wessely angeregt und  von Robert Hahnekamp unter der Bauleitung von Krippenbaumeisterin Gerti Becker in unzähligen Arbeitsstunden gebaut, wurde die Krippe am 7. November 2011 anlässlich des Seniorennachmittages der Pfarre Oberberg (besser bekannt als Bergkirche), von Propsteipfarrer Mag. Martin Korpitsch gesegnet.
Vor der Segnung, zu der sich zahlreiche Gäste in und vor der Hauskapelle einfanden, schilderte Robert Hahnekamp die Baugeschichte der Krippe. Danach führte Propsteipfarrer Korpitsch in die Bedeutung der Jahreskrippen im Brauchtum des Barock ein. Vor allem am Beispiel des Kalvarienberges der Bergkirche Eisenstadt schilderte er das Verlangen der Menschen, sich im Heilsgeschehen zu versenken. Nach  der Segnung erklärten der Krippenbauer den Interessierten die Details der Krippe, Beleuchtungsmöglichkeiten und „Zusatzelemente“ welche das ganze Jahr über gewechselt werden können um für jede Szene den geeigneten Hintergrund darzustellen.
 
Insgesamt stehen der Militärpfarre über 60 Figuren (in der Größe von je 9 cm) zur Verfügung. Die dargestellten Szenen reichen über die Verkündigung, das Weihnachtsgeschehen, die Frau am Jakobsbrunnen, die Berufung der Apostel, Martha und Maria, bis zur Passion Christi und der Auferstehung. Aufbewahrt werden die Figuren in den von Robert Hahnekamp gestalteten Kästen, welche die Idee der Oberberger Reliquienmonstranz aufgreifen, die in einem „Zusatzkästchen“ mit zwölf Laden (für die Monate) und je 30 Fächern (für die Tage) den jeweiligen Tagesheiligen vor Augen führt.

"Nicht dem Gefährt, nicht dem Motorrad gilt der Segen, sondern dem Menschen, der es lenkt". Die Motorrad-Andacht in der Martin-Kaserne am 23. Juni

Am 23. Juni fand sich in der Eisenstädter Martin-Kaserne eine kleine Gruppe von Motorradfahrern  vor deren Ausfahrt ein. Man traf sich zu einer kurzen Andacht mit Segnung, um die diese Gruppe gebeten hatte. In der Schlichtheit der Feier kam zum Ausdruck, dass wir nicht große Gesten und nicht ein großes „Bim-bam-Borum“ brauchen, um unseren Glauben zu leben, sondern dass man auch (oder gerade) im Kleinen, in unserem täglichen Leben unseren Glauben erkennen soll und somit erkennen soll, dass wir als Gesegnete zum Segen werden können und zum Segen werden sollen für die Menschen um uns herum.   
Nicht das Gefährt, nicht das Motorrad wird gesegnet, so der Militärpfarrer in seinen Gedanken, sondern der Mensch, der es lenkt. Er wies mit diesen Worten eindrücklich darauf hin, dass der Mensch damit verantwortungsvoll umgehen muss. Das die kurze Andacht abschließende „Vaterunser“ wurde auch von einigen Kameraden mitgebetet, die sich zu der „Motorradgruppe“ gesellte.
Im Oktober soll es dann - anlässlich des Patroziniums der Kasernenkapelle Güssing - eine Sternwallfahrt aus dem Burgenland und Niederösterreich mit Motorrädern zur Kapelle „Maria vom Siege“/Güssing geben, gleichsam als Kirche auf dem Weg zu/mit den Menschen.

Im Jahr 2014 kommt man – wenn man mit halbwegs – offenen Augen die Medien unseres Landes wahrnimmt kaum am Ge- bzw. Bedenkjahr 1914/2014 vorbei. Eben dieses Bedenkjahr wurde (nach Lesungen, Ausstellungsbesuchen und einem feierlichen Requiem für die Opfer des Ersten Weltkrieges) erneut von der Militärpfarre beim MilKdo Burgenland für die heurige Festakademie am 10. November anlässlich des Patroziniums, bzw. des am 11. November gefeierten Landesfeiertages aufgenommen. So konnten interne und externe Vortragende für Impulsvorträge gewonnen werden.
 
Ein Bericht von MMag. Dr. Alexander M. Wessely, MilSuperior   
 
Nach der Begrüßung durch MilSup. Mag. Dr. Alexander M. Wessely referierte der profunde Bosnienkenner Mjr. Alexander Kovács ausgehend vom Attentat von Sarajewo über die Situation Bosniens 100 Jahre nach diesem denkwürdigen und schicksalsträchtigen Ereignis. Ihm folgte DDDr. Alexander Lapin - orthodoxer Militärseelsorger im Bundesheer - mit Grundzügen der Orthodoxie und orthodoxer Militärethik.
Beide Vorträge konnten in einer Pause bei Kriegsersatzkaffee unter den Zuhörern, welche aus den Garnisonen des Burgenlandes und darüber hinaus aus zivilen Pfarren und Vereinen gekommen waren, besprochen werden.
 
Nach der Pause referierte Prof. Jörg C. Steiner von der Österreichischen-Albert-Schweitzer-Gesellschaft, bzw. vom Institut für Ordenskunde über den Kriegsverlauf des Ersten Weltkrieges anhand der träger der Goldenen Tapferkeitsmedaille. Er schloss seine Ausführungen mit dem erschütternden Bericht eines mit der goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichneten Soldaten ab, der im Krieg nicht nur das Augenlicht verlor, sondern dem auch beide Beine und einen Arm amputiert werden mussten und der - wie er selber niederschrieb - „dennoch froh war, dem Vaterland dienen zu dürfen“.
 
Schockiert und ganz konkret mit dieser Leiderfahrung konfrontiert, stellten sich die Teilnehmer der Festakademie schließlich die Frage, dass, wenn es Gott gibt, dieser letztlich Leid und Krieg zulassen könne. Der Theologe MMMag. Dr. Benedikt Michal, führte letztlich mit seinen Vortrag „Der Liebe Gott und das Leid“ in diese äußerst komplexe und dem Menschen doch so nahe Problematik ein. 
 
Nach der Festakademie wurde – gleichsam als Höhepunkt des Kirchweihfestes – in der Hauskapelle der Martinkaserne die Hl. Messe gefeiert. Hierbei konnte der Militärpfarrer neben dem neuen Kaplan der Eisenstädter Dompfarre P. Bruno Meusburger auch zwei Studenten des Heiligenkreuzer Priesterseminars Leopoldinum, den aus der Abtei St. Paul stammenden Frater Christian Voithofer und Frater Philipp Maria Brachtendorf - aus dem Deutschen Orden - begrüßen. In seiner Predigt ging der Militärpfarrer auf das Teilen, in Bezug auf das Mitteilen, bzw. das Verkünden des Evangeliums ein, welches dem damit Beschenkten gleichsam wie mit einem Mantel umhüllen kann, wie beim Mantel des Hl. Martin.
 
Nach der Predigt wurde schließlich – nach burgenländischem Brauch der junge Wein des heurigen Jahres gesegnet, welcher nach dem Erklingen der Landeshymne am Ende der Hl. Messe, welche von ADir. ObstiR Dieter Jarmer an der Orgel und einem Ensemble der MilMusik Burgenland unter der Leitung von Kplm. Obst Hans Miertl musikalisch begleitet wurde, verkostet.  Bei dieser Gelegenheit konnten Oberst Gerhard Petermann und MilSuperior Alexander Wessely, dem Auftrag und Vorbild des Hl. Martin folgend, Prof. Jörg C. Steiner für die Lebensmittelhilfslieferungen der Österreichischen-Albert-Schweitzer-Gesellschaft nach Rumänien symbolisch den letzten Karton von insgesamt 300kg Teigwaren übergeben, welche in den nächsten Tagen zu den Hilfsbedürftigen in Siebenbürgen transportiert werden.
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