Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.
Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf den Webseiten von mildioz.at einverstanden sind.

 

Der Nikolaus kommt - nach wie vor ein großes Ereignis für die Kleinsten
Es ist wohl ein besonderes Ereignis für die Kinder der Kaserne in Eisenstadt, wenn der Heilige Nikolaus zu ihnen kommt. Am 5. November trafen sich schon 25 Kinder mit ihren Eltern und Großeltern in Bruckneudorf, um den Abend vor dem Nikolausfest zu feiern. Am Festtag des Hl. Nikolaus waren es schließlich 58 Kinder und unzählige Erwachsene, die den festlich geschmückten Speisesaal der Martinskaserne füllten, wobei einige Kinder schon in den vergangenen Jahren an dieser stimmungsvollen Feier teilnahmen und sich dieses Ereignis heuer auf keinen Fall entgehen lassen wollten.
 
Geschenke des Heiligen Mannes und funkelnde Kinderaugen
Begleitet wurde die Feierlichkeit, wie bereits am Tag zuvor, von einem Ensemble der Militärmusik Burgenland. Bevor der Heilige Nikolaus zu den Kindern kam, begrüßte Militärdekan Alexander Wessely die anwesenden Kinder, Eltern und Großeltern und führte in die Feier und in den Sinn des Festtages ein. Höhepunkt aber war der Besuch des Hl. Nikolaus, der sich für die Kinder viel Zeit nahm und natürlich auch für alle anwesenden Kinder ein Geschenk mitgebracht hatte.
 
Der Wunsch der Kinder zählt: Auch nächstes Jahr wird die Nikolausaktion wieder stattfinden
Bei Würsteln und Saft klang der Nikolausnachmittag in Eisenstadt aus. "Ich bin froh, dass wir mit diesem traditionellen Fest viele Pfarrangehörige aus dem Bereich des Militärkommandos und der Heerestruppenschule  erreichen und ihnen mit ihren Familien einen besinnlichen Adventnachmittag bieten können," so Militärpfarrer Alexander Wessely. Und so wird es auch nächstes Jahr in Eisenstadt zu den Klängen der Militärmusik erklingen: "Lasst uns froh und munter sein..." und unzählige Kinderaugen werden begeistert den heiligen Nikolaus ansehen, der ihnen als Vorbote des Christkinds von der Geburt Jesus erzählen wird und ihnen kleine Geschenke übergeben wird...

Es steht vor dem Sakristeikasten der Sakristei der Kasernenkapelle in Eisenstadt und mustert den Vespermantel, der ihn fasziniert und die Mitra, die er in wenigen Tagen aufsetzen wir, wenn er den bis zum letzten Platz gefüllten Speisesaal der Martinskaserne betreten wird. Über 120 leuchtende Kinderaugen werden ihn dann, spätestens ab dem Moment, wo er die Nikolaussackerln verteilen wird, anhimmeln. Dann ist auch die letzte möglicherwiese vorhandene Angst vor dem bärtigen Mann im liturgischen Gewand verflogen und er ist dann endgültig der Held der Kinder. Der Hl. Nikolaus, alias Alfred Sorger.

Vizeleutnant Alfred "Fredi" Sorger "spielt" heuer bereits zum sechsten Mal den Hl. Nikolaus. Eigentlich spielt er ihn nicht, er versucht der Gestalt des Heiligen aus Kleinasien Leben einzuhauchen. Schließlich sei es für ihn, wie er betont, eine große Ehe, dass er in diese Rolle schlüpfen darf. "Das erste Mal hab ich mich eingelesen, wer dieser Nikolaus eigentlich war," erzählt er bei einer schnellen Tasse Kaffee. Auch die unterschiedlichsten Traditionen, die es rund um das Fest des Heiligen und um seine Person gab und gibt ,haben ihn beschäftigt. "Vom Maultier, auf dem der Nikolaus zu den Kindern reitet, über die Anreise mit dem Schiff. Jeder Kulturkreis, jedes Land, oftmals jede Region und jedes Dorf hat anderen Traditionen," so Sorger. "Oftmals wunderschöne Traditionen," wie er hinzufügt. Natürlich müsse man die Kinder auch etwas animieren, dass sie vielleicht das eine oder andere Gedicht aufsagen oder etwas vorsingen, was nicht immer leicht ist, wenn sie besonders aufgeregt sind. Aber mit der Hilfe von Mama, Papa, Oma oder Opa würde das schon immer klappen, stellt der Nikolaus aus Leidenschaft fest und fügt hinzu, dass in diesem Zusammenhang natürlich auch das Auftreten des Nikolaus wichtig sei, wie er die Kinder begrüßen würde -  zum Beispiel. Vizeleutnant Sorger versucht dies in Reimform und immer öfter würde ihm das auch gelingen, lacht er. Wichtig sei ihm aber, dass er gleich zu Beginn vermittelt, dass der Nikolaus der Gütige ist. Das geht natürlich ohne Krampus viel besser, als es mit dem bösen Gesellen an seiner Seite gehen würde. " Vieles entsteht aber auch aus der Situation heraus. Vieles ergibt sich, wie eben die Kinder reagieren. Da muss man spontan sein und muss oftmals improvisieren."

Improvisieren muss Vizeleutnant Alfred Sorger auch oft in seinem eigentlichen Aufgabengebiet in der Kaserne. Nachdem er 25 Jahre als Ausbildner tätig war, ist er jetzt im Nachschub zu finden. Ist also dafür zuständig, dass im Bereich des Militärkommandos die Truppe jenes Material, welches sie benötigt, auch nach Möglichkeit bekommt, wenngleich sich natürlich vieles in den letzten Jahren und Jahrzehnten geändert hat. "Was sich aber nicht geändert hat, ist die Kameradschaft und dann gehen schon viele Aufgaben um einiges leichter", so Sorger. Dies könne man auch im Bereich der Militärpfarre und des Militärpfarrgemeinderates merken, dem Sorger nun schon seit 1992, als er noch im Landwehrstammregiment 14 in Kaisersteinbruch und Bruckneudorf seinen Dienst versah, angehörte.

Da er in einer sehr katholischen Familie aufwuchs und sich nicht nur als Ministrant, sondern auch beispielsweise beim Sternsingen engagiert hatte, war es ihm auch später wichtig, sich auch in der Militärpfarre aktiv einzubringen. "Ich habe mit sechseinhalb Jahren zu ministrieren begonnen, oftmals noch vor dem täglichen Schulbeginn. Zuerst in St. Margarethen, dann wie meine Familie nach Eisenstadt gezogen ist, hab ich dort ministriert," erzählt Alfred Sorger, der auch noch ministrierte, als er schon eingerückt war. Da waren es damals vor allem die Sonntagsgottesdiente, wo er den Altardienst versah, "...außer es hat am Samstagabend zu lange gedauert", lacht er. Der Glaube an Gott war und ist ihm wichtig, wie er betont, auch wenn er manchmal ins Grübeln kommt und er sich die Frage stellt, was Gott ihm sagen wolle, vor allem bei Schicksalsschlägen.
Im Jahr 2017 verstarb beispielsweise seine Enkelin mit neuneinhalb Jahren, nur vierzehn Tage davor sein Vater und zu Silvester schließlich - eine halbe Stunde vor Mitternacht - auch die Schwiegermutter. "Ich bin nicht dünnhäutig, aber das ist dann schwer zu begreifen", so Sorger, der selbst ebenso mit einer schweren Erkrankung zu kämpfen hatte. "Auch wenn Kameraden, die jünger sind, versterben, dann kommt man ins Grübeln." Gerade in diesen Situationen hilft ihm dann aber der Glaube in besonderer Weise "...und die Hoffnung, dass alle, die uns vorausgehen, dann in einer besseren Welt leben bei einem gütigen Gott." Einem Gott, der noch gütiger und lieber ist als der Hl. Nikolaus, auch wenn wir seinen Plan oftmals nicht verstehen würden, stellt Alfred Sorger fest, als er noch den Bart für den großen Auftritt als Nikolaus aus einer Kiste kramt.

Und wie verbringt der Nikolaus der Martinskaserne nach dem Nikolaustag eigentlich Weihnachten? "Im Assistenzeinsatz", so Vizeleutnant Sorger, "und in der Weihnachtsmette dann mit vielen Gedanken an seine Enkelin und an alle anderen, die er lieb hat. An die Lebenden und die Menschen, die schon vorausgegangen sind und die er bei Gott weiß. Bei einem Gott, der noch gütiger ist als der Heilig Nikolaus.

Am 26.November fand eine Pfarrgemeinderatssitzung des Militärpfarrgmeinderates der Militärpfarre Burgenland statt. Es war dies eine Sitzung der besonderen Art, zu der Militärpfarrgemeinderte aus Güssing, Eisenstadt, Kaisersteinbruch und Bruckneudorf in Wien-Gumpendorf eintrafen.

Schon oftmals war Militärdekan Alexander Wessely hier mit Hilfsgütern vor Ort. Diesmal kam der ganze Militärpfarrgemeinderat, um sich persönlich einen Eindruck davon zu machen.  Bepackt mit Kartons voll mit Sachspenden, angefangen von haltbaren Lebensmitteln über Hygieneartikel, Winterjacken und Decken, wurde das Mutterhaus der "Barmherzigen Schwester" betreten. Dort fand man sich im "Vinzi-Gwölb" ein, wo der erste Teil der Pfarrgemeinderatssitzung stattfand.
Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates bekamen von der Leiterin des "Vinzi-Gwölbs", Frau Charlotte Trkola,  nicht nur einen Einblick in die Spiritualität des Hl. Vinzens , sondern auch Einblicke über die Sozialstrukturen und Hilfseinrichtungen Wiens. "Wie können wir helfen, oder besser gefragt: Wie vermögen wir sinnvoll zu helfen, " so Trkola, "sodass wir Menschen in Not tatsächliche Hilfe bieten können."
Infolge wurden genau diese Überlegungen auch zum Anstoß einer lebhaften und konstruktiven Diskussion innerhalb des Militärpfarrgemeinderates.

"Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir gerade als "Martinspfarre" immer wieder Menschen in Not - im In- und Ausland, Alten und Jungen, helfen können, " so Militärdekan Alexander Wessely, "und dass uns durch die heutigen Ausführungen geholfen wurde, unsere Hilfe noch mehr zu konkretisieren, denn wir sind dem Evangelium - was ihr einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan -  und dem Hl. Martin verpflichtet."

Der zweite Teil der Pfarrgemeinderatssitzung führte den burgenländischen Militärpfarrgemeinerat schließlich in die Maria-Theresien-Kaserne. Dort wurde der Traditionsraum der Garde besichtigt. Und mehr noch:  Oberstleutnant Alexander Eidler, der dort den Pfarrgemeinderat empfing, stellte  in gekonnter und fundierter Weise die vielfältigen Aufgaben der Garde vor. Einen besonderen Blick widmete man hier jenen Ausstellungsstücken, welche einen kirchlichen Bezug haben. 

"Die Garde führt mit ihrem doppelten Auftrag - Repräsentation und Einsatz - eigentlich auch den Auftrag der Kirche vor Augen. Repräsentation, zum Beispiel in der Liturgie, die uns ein Stück des Himmels näher bringen soll und Einsatz im Dienst am Nächsten", so Alexander Eidler.
 
Auch die eigentliche Sitzung mit Überlegungen zu den nächsten Aktivitäten und Terminen in der Militärpfarre Burgenland fand in der Maria-Theresien-Kaserne statt. Alles in allem: Eine Militärpfarrgemeinderatssitzung der besonderen Art.

Heuer beging die Militärpfarre Burgenland das Martinsfest in besonderer Weise. Da sonst immer am Vortag des Martinitages die Festakademie abgehalten wurde, diese aber am Sonntag die Soldaten nicht hören hätten können, wurde heuer erstmals zu einer "Martinipilgerung" am 9. November geladen.
 
Über 100 Gläubige aus  Burgenland, Niederösterreich und Burgenland 
Gestartet wurde mit Pilgerinnen und Pilgern aus vielen Gemeinden des Nordburgenlandes, Niederösterreichs und aus Ungarn - trotz starken Regens - bei der Martinskirche Donnerskirchen. Nach dem Pilgersegen durch Militärpfarrer Alexander Wessely ging es über den Martinusweg nach St. Georgen, wo eine Labestation aufgebaut war und dann zur Martin-Kaserne in Eisenstadt. Nach einer Aufwärmpause wurde  die Hl. Messe in der festlich geschmückten Hauskapelle der Kaserne gefeiert. Die Fürbitten der würdigen Feier wurden in deutscher, ungarischer und kroatischer Sprache vorgetragen. Am Ende des Festgottesdienstes, der vom Musikverein und der Männerscola Frauenkirchen musikalisch gestaltet wurde und den über 100 Gläubige mitfeierten, segnete Militärpfarre Alexander Wessely den heurigen Wein und den vom Weingut Haider extra kreierten "Ersten burgenländischen Pilgerwein", der auch allen Pilgerinnen und Pilgern im Anschluss an den Gottesdienst als Erinnerung mitgegeben wurde.
 
Dank an die vielen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben
Am Ende des gelungenen Tages dankte der Militärdekan allen, die zum Gelingen der Martinipilgerung beigetragen hatten:  Dem Militärkommando für alle Unterstützung, dem Team der Pfarrkanzlei, den Kraftfahrern, den Kameraden der 2. Ausbildungskompanie/HTS für die Durchführung der Labestelle, dem Musikverein und der Männerscola Frauenkirchen, dem Weingut Haider, dem Team der Cafeteria und der Küche, dem OVT, den Chargen vom Tag und den Wachen, der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit für das spontan zur Verfügung gestellte Zelt, dem Team des ORF, allen Mitpilgern, den Sponsoren und nicht zuletzt Vzlt. i.R. Heinrich Horvath und Franz Renghofer.
Bei einem würzigen Gulasch im Speisesaal klang dieser gelungene Auftakt für das heurige Martinsfest aus.
 
Auf den Spuren des Alten und Neuen Testaments
Vom 20. bis 27.10.2019 begab sich eine Gruppe der Militärpfarre Burgenland mit Militärpfarrer Alexander Wessely auf die Spuren des Alten und Neuen Testaments im Hl. Land. Besucht wurden dabei nicht nur die biblischen Stätten wie Kafarnaum, der See Genezareth, Magdala, der Berg der Seligpreisungen, die Primatskapelle, Nazareth, Jerusalem oder Bethlehem, sondern auch militär-historisch bedeutende Stätten wie Akkon. Diesbezüglich  tief beeindruckend der Blick auf Masada und die Golanhöhen.
 
Berührende Monente, die sich einprägten
Besonders berührten jede Pilgerin und jeden Pilger  die Momente, in denen Gesang, Wort, Ort und Gefühl zu einem Ganzen wurden:  das Singen des Liedes „Stille Nacht“ direkt in der Geburtsgrotte von Bethlehem, die Hl. Messe auf den Hirtenfeldern, die Tauferneuerung bei der traditionellen Taufstelle Jesu am Jordan, oder eine Kurzandacht, zu welcher wir spontan in der melchitischen Kirche von Nazareth eingeladen wurden.
 
Tradition wahren auch fernab der Heimat
Auch das Nachdenken über die Thematik des „Gerechten Krieges“ durfte in einem Land, das seit Jahrtausenden umkämpft ist, ebenso wenig fehlen wie die Frage nach der Zukunft und eines möglicherweise friedlichen Zusammenlebens von Kulturen und Religionen in diesem dicht besiedelten Land. Hierzu hielt der Militärattaché der Republik Österreich direkt am österreichischen Nationalfeiertag für die Pilgergruppe einen Vortrag in den Räumlichkeiten des „Österreichischen Hospizes“, in welchem dann auch - in besonderer Weise - der 26. Oktober fern der Heimat und doch zuhause gefeiert wurde.
 
Das Hl. Land in all seinen Fassetten
„Ich denke, dass diese Pilgerfahrt für alle Mitreisenden eine gute Gelegenheit war, das Hl. Land in all seinen Fassetten näher kennenzulernen. Aus historischer Sicht, mit den Fragen und Problemen der Gegenwart, aber in erster Linie als fünftes Evangelium,“ so Militärdekan Alexander Wessely.
 
Ein Bericht von Militärdekan Alexander Wessely
Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober luden heuer bereits zum 10. Mal die Militärpfarre Burgenland, das Militärhundezentrum Kaisersteinbruch und der Truppenübungsplatz Bruckneudorf zur "Wallfahrt der Kreaturen", einer kleinen aber feinen Wallfahrt für Mensch und Hund. So mancher Zweibeiner nahm schon zum wiederholten Male an diesem besonderen Ereignis teil und auch die Partner mit der kalten Schnauze Iris, Beppo, Zenion waren schon öfters unter den vierbeinigen Wallfahrern.
 
Musikalisch begleitet wurde die Wallfahrt, der darauffolgende Gottesdienst und die abschließende Tiersegnung bei der neu renovierten Spittelwaldkapelle von einem Ensemble der Militärmusik Burgenland unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberst Hans Miertl. 
 
In den Worten der Predigt ging Militärdekan Alexander Wessely auf die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung ein, auf ein "bewußtes Hinhören und ein bewußtes Wahrnehmen".
 
Die Leiterin des Tierheims Parndorf, welchem der Spendenerlös der Wallfahrt nun seit über zehn Jahren zukommt, brachte es ebenso auf den Punkt: "Wir haben nicht nur Verantwortung für unsere Mitmenschen, sondern eben auch für die Tiere und die ganze Schöpfung," so Claudia Herka.
 
"Ich bin sehr froh und auch etwas stolz, dass wir nun schon zum zehnten Mal diese Wallfahrt durchführen können und dass sie nach wie vor angenommen wird," so Militärdekan Wessely. Und er fügte noch hinzu: "Was gibt es Schöneres, als direkt am Welttierschutztag - mitten in der Schöpfung - Gott zu loben und zu danken?!" 

Vom 1. bis 5. Juli fand in Eisenstadt der Akolythenlehrgang der Kath. Militärseelsorge unter der Gesamtleitung des Institutes für Religion und Frieden beim Militärbischofsamt statt, dessen Leiter Militärsuperior Stefan Gugerel ist und der diesen Kurs persönlich leitete.

Bis ins Jahr 1972 war der heutige Akolythendienst die höchste der vier sogenannten "niederen Weihen", welche auch Ostiariat, Lektorat und Exorzistat umfassten. Im 3. Jahrhundert wurde das Amt in der lateinischen Kirche erstmals bezeugt, im römischen Ritus half der Akolyth bei der Bereitung des Altars und bei der Kommunionspendung. Der Akolythat wurde im "Motu proprio Ministeria quaedam" vom 15. August 1972 von Papst Paul VI. über die Reform der Weihestufen in der lateinischen Kirche neu geordnet und ist seit damals nicht mehr eine Durchgangstufe zum Priestertum wie vorher, sondern darf auch von Laien ausgeführt werden.

Mit dieser Thematik, mit Fragen zur Liturgie und des seelsorglichen Einsatzes der Akolythen  setzten sich letzte Woche sechs Teilnehmer auseinander, wobei nicht nur liturgische Bücher und Texte erforscht und erklärt, sondern auch die Kirchen Eisenstadts  - mit Blick auf die Möglichkeiten hier Liturgie feiern zu können – erkundet wurden. Der Kurs endete mit einer schriftlichen Arbeit und einer Prüfung, welche von allen Teilnehmern erfolgreich abgelegt wurde.

"Dieser Kurs ist gleichsam die Fortsetzung des letzten Lektorenlehrgangs, der schon im Frühjahr bei uns in Eisenstadt stattgefunden hat. Ich bin froh, dass wir den Kurs wieder bei uns am Standort anbieten und durchführen konnten und ermuntere auch andere Militärpfarren in ihrem Bereich dazu, solche Kurse in Zusammenarbeit mit dem "Institut für Religion und Frieden"   durchzuführen," so Militärdekan Alexander Wessely. 

Lektoren übernehmen in einer heiligen Messe heute eine wichtige Aufgabe: Sie tragen dabei aus der Bibel im Rahmen der Liturgiefeier vor. Um dies auch zu dürfen, müssen sie sich darauf auch vorbereiten. Oft geschieht das in Kursen oder Lehrgängen. Acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Militärpfarren kamen von 4. bis 8. Februar in der Martinskaserne in Eisenstadt zusammen. Unter der Leitung von Militärsuperior Stefan Gugerel erfuhren sie im Rahmen eines Lehrgangs mehr etwa über den Aufbau des ersten und zweiten Testaments, die Evangelien und die Apostelgeschichte. Es war der erste Lektorenlehrgang überhaupt, der in einer Militärpfarre in Österreich stattfand, freut sich der Militärpfarradjunkt der Militärpfarre Burgendland, Offiziersstellvertreter Christian Pichler, der nicht nur den Lehrgang organisiert hatte, sondern auch selbst daran teilnahm.

Prüfungen mit Bravour bestanden
Offiziersstellvertreter Pichler: „Es waren zwar sehr intensive, aber auch sehr lehrreiche Tage." Nicht nur er sondern auch die weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren vom Vortragenden, Militärsuperior Stefan Gugerel, begeistert. "Jede und jeder war mit Freude dabei.“ Die abschließende schriftliche und mündliche Prüfung bestanden alle mit Bravour. Belohnt wurden sie danach mit einer süßen Jause. „Ich würde den Lehrgang wieder besuchen“, sagt Offiziersstellvertreter Pichler. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schrieben an den Militärbischof und warten auf seine Beauftragung zum Lektor. Pichler hofft, dass dieser Lektorenlehrgang „Früchte trägt“ und bald weitere in anderen Militärpfarren zustande kommen werden. „Bei der Pfarradjunktenkonferenz im April werde ich dafür kräftig die Werbetrommel rühren", so der Organisator.

Am 20. November 1958 wird die Kapelle vom damaligen Apostolischen Administrator des Burgenlandes, Bischof Dr. Stefan Lászlò, eingeweiht. Bischof Lászlò war als Sohn eines im Ersten Weltkrieg gefallenen Offiziers selbst Schüler der Militärunterrealschule.
War die Kapelle ursprünglich im Stil des Historismus errichtet worden, der auf Vorbilder der klassischen Antike oder der mittelalterlichen Gotik zurückgreift, so ging viel von der Innenausstattung im Laufe der wechselvollen Geschichte verloren, unter anderem auch der Altar und das neugotische Chorgestühl. Nur die Decke und die beiden Säulen, die die Empore stützen, stammen noch aus der ursprünglichen Einrichtung.

Elegant ist das Deckenfries mit sechs verzierten herabhängenden Kapitellen gestaltet. Außen ist an allen vier Seiten ein Portikus mit zehn Bögen und zehn Kapitellen angedeutet. Die Konzentration zur Mitte hin mit dem achtzackigen Stern, in dessen Mitte sich vier Engelsköpfe befinden, symbolisiert Ordnung und Übersichtlichkeit. Umrahmt wird das Mittelstück von einem golddurchwirkten Ornamentband, vornehm dem klassischen Vorbild entsprechend in zartem Blau gemalt und mit Gold verziert. 1958 stiftet die Burgenländische Landesregierung das große Doppel-Mittelfenster, das den Hl. Martin als römischen Offizier und die Hl. Barbara als Patronin der Artillerie darstellt. Ausgeführt wurde das Glasfenster von der Künstlerin Lucia Jirgal. Die beiden Seitenfenster symbolisieren Brot und Wein, die damaligen Hauptprodukte des Burgenlandes.

Der Altar wurde aus Untersberger Marmor von der Firma Gerald Strack aus Loretto ausgeführt. Der Tabernakel, das Altarkreuz und die Kerzen sind ein Geschenk des Militärbischofs Christian Werner aus der St. Georgs-Kathedrale in Wr. Neustadt. Den Ambo schmücken die vier Evangelisten Markus, Matthäus, Lukas und Johannes. Die vier Seitennischen sind mit einem speziellen marmorisierten Spachtelguß verkleidet. Die vier Bilder, im Stil der Nazarener gemalt, stellen Szenen aus dem Leben Jesu dar: Die Geburt Jesu in Betlehem, Die Flucht der Hl.Familie nach Ägypten, Der zwölfjährige Jesus im Tempel und Jesus als Zimmermann in Nazaret.

Weiters befinden sich vier Heiligenfiguren in gepreßtem Sandstein an den Wänden: der Hl.Georg, ein Märtyrer und Offizier aus dem 4. Jahrhundert, der Hl.Urban, Papst von 222-230 und Patron der Winzer, der Hl. Antonius von Padua (1195-1231), Nothelfer für verlorene Gegenstände und der Hl.Johannes Nepomuk (1350-1393), der "Brückenheilige", Symbolfigur des Widerstandes gegen die Unter-drückung der Religion, von König Wenzel in der Moldau ertränkt.

In der Kapelle wird an jedem 1. Sonntag im Monat, um 10.15 Uhr, ein Gottesdienst abgehalten (außer Juli und August). Im Mai fällt der Sonntagsgottesdienst auf den Muttertag.

Im November wird das Kirchweihfest (Hl. Martin) meistens am 2. Sonntag gefeiert.

Am 24. Dezember um 22.00 Uhr findet die Hl. Mette statt.
Taufen und Hochzeiten, Beichten und Aussprachmöglichkeiten sind je nach Bedarf möglich.

Militärdekan Bischofsvikar
MMag. DDr. Alexander M. Wessely, LL.M.
Militärpfarre
beim Militärkommando Burgenland
 
 
 
Pfarrkanzlei:
Christian Pichler, OStWm

Empfehlungen

Adventbotschaft 2019

Adventbotschaft 2019

Im Zentrum der Beziehung des Menschen zu seiner natürlichen Umwelt steht aus biblischer Sicht ein großer Verlust: der Verlust eines selbstverständlichen Lebens in der Fülle der Schöpfung Gottes, der Verlust... Weiterlesen

Leopold III – vom Politiker hin zum He…

Leopold III – vom Politiker hin zum Heiligen

Am 15. November gedenkt die katholische Kirche des Hl. Leopolds. Er ist der Landespatron von Österreich, Landespatron von Niederösterreich und Wien und -  zusammen mit Florian -  auch Landespatron von... Weiterlesen

Der Hl. Martin - eine Persönlichkeit mi…

Der Hl. Martin - eine Persönlichkeit mit vielen Facetten.

Am 11. November feiert die katholische Kirche den Gedenktag des Hl. Martins.  Er ist der Patron der Bettler, der Geächteten, der Reisenden, der Kriegsdienstverweigerer, der Reiter und des Burgenlandes. Und... Weiterlesen

Fronleichnam

Fronleichnam

Fronleichnam ist nicht nur ein Hochfest im katholischen Kirchenjahr in Österreich, sondern auch ein gesetzlich gebotener Feiertag. Begangen wird dieser am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag, dem Sonntag nach Pfingsten. Heuer... Weiterlesen

Pfingsten

Pfingsten

Pfingsten - ein Fest, das jedes Jahr wiederkehrt, fest verankert in der christlichen Tradition ist, aber dessen Bedeutung sich bis heute bei weitem nicht so leicht erschließt wie das des... Weiterlesen

7 Gaben

7 Gaben

Die 7 Gaben des Hl. Geistes Immer wieder „Sieben“: Die Sieben findet sich etliche Male in der Bibel, es ist ein altes biblisches und vorbiblisches Symbol, das für Fülle und Vollkommenheit... Weiterlesen

Advent in der Militärdiözese

Advent in der Militärdiözese

Advent ist die Zeit, mit der viele Menschen ganz eigene und bestimmte Vorstellungen verbinden. Es sind dies Wochen, in denen alte, überlieferte Bräuche wiederaufleben, eine Zeit, die geprägt ist von... Weiterlesen

Ich glaube an den Heiligen Geist…

Ich glaube an den Heiligen Geist…

Wie oft hat man diesen Satz im Glaubensbekenntnis schon ausgesprochen, aber wie wenig hat man darüber reflektiert, wie selten wurde bewusst gefragt, wer oder was dieser Geist ist. Der Heiligen... Weiterlesen

Mit Maria durch den Mai

Mit Maria durch den Mai

Warum wird sie gerade im Mai so verehrt? Maria, die Mutter Jesu, eine einzigartige, eine bemerkenswerte Gestalt: Sie ist über alle Grenzen hinweg bekannt, von ihr wurden unzählige Portraits gemalt, sie... Weiterlesen

Neuigkeiten aus Lourdes...

Neuigkeiten aus Lourdes...

Wir werden auch in diesem Jahr wieder ausgiebig von der 61. Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes berichten. Auf unserer Webseite finden Sie tagesaktuelle Berichte, für Fotos, Videos und Stimmungsbilder folgen Sie... Weiterlesen

Von Ostern auf Pfingsten zu!

Von Ostern auf Pfingsten zu!

Die Zeit von der Auferstehung bis Christi Himmelfahrt. Das ist der Zeitraum von 40 Tagen, in dem die Kirche daran erinnert, dass Jesus Christus immer wieder seinen Jüngern erschien und... Weiterlesen

So entstand die Soldatenwallfahrt

So entstand die Soldatenwallfahrt

Die jährlich stattfindende Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes entstand 1958 aus einer gemeinsamen Initiative französischer und deutscher Militärseelsorger. Heute ist sie die größte Friedenskundgebung von Soldatinnen und Soldaten in den europäischen... Weiterlesen

60 Jahre Internationale Soldatenwallfahr…

60 Jahre Internationale Soldatenwallfahrt: Damals und heute!

1958-2018: 60 Jahre Soldatenwallfahrt. Vizeleutnant Richard Payer ist 1958 als 20-jähriger Zugführer bei der ersten Internationalen Soldatenwallfahrt dabei gewesen. Heuer, bei der 60. Jubiläumswallfahrt, wird er wieder mitfahren. Ein Erinnerungsbericht... Weiterlesen

Fastenzeit 2019

Fastenzeit 2019

Mit dem Aschermittwoch beginnt die kirchliche Fastenzeit. Er ist somit der erste Tag der österlichen Bußzeit und nicht der letzte des Faschings. Die Fastenzeit - das ist die 40-tägige Vorbereitungszeit... Weiterlesen

30 Jahre Militärordinariat

30 Jahre Militärordinariat

"Ganz nah bei den Menschen und zugleich im Militär beheimatet sein": Das zeichnet mit den Worten von Militärbischof Werner Freistetter die heimische Militärseelsorge aus. Der Bischof eröffnete mit seinen Grußworten... Weiterlesen

Festgottesdienst zum Weltfriedenstag 200…

Weiters war anwesend eine Abordnung der Parlamentarischen Bundesheerbeschwerdekommission und der Militärkommandant von Wien Bgdr Mag. Franz Reiszner, sowie der Verteidigungs- und Militärattache der Republik Kroatien. Mit Militärbischof Mag. Christian Werner konzelebrierten... Weiterlesen

Bildergalerien

30 Jahre Militär...
Altarweihe in der...
Lourdes 2018
Requiem für Kaise...
Weltjugendtag 201...
Bischofskonferenz...