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Das „Militärseelsorgezentrum minor“  wurde Anfang Mai dieses Jahres fertiggestellt. Nun ist der militärische Süden des Burgenlands liturgisch "autonom"
Ein Bericht von Militärsuperior Alexander Wessely

Am 29. April von SE. Christian Werner die Kasernenkapelle „Unsrer lieben Frau vom Rosenkranz“ geweiht, nur knapp eine Woche später wurde das „Militärseelsorgezentrum minor“ der Militärpfarre Burgenland fertig. Dabei handelt es sich um einen Raum in der Kaserne Güssing, welcher als Sakristei, bzw. Ausspracheraum dient. Die Ausstattung des Raumes verfügt neben dem Platz zu 4 Augengesprächen über eine komplette "Messausstattung": Messgewändern in allen liturgischen Farben, 2 Kelchen, 2 Hostienschalen (davon eine mit Deckel für Feldgottesdienste), eine Taufgarnitur, Weihrauchkessel, Weihwasserkessel, liturgische Bücher usw. Durch die Atmosphäre des Raumes und seine Nähe zur Kasernenkapelle ist es auch für alle bei der Liturgie tätigen Personen möglich, sich in aller Ruhe auf die Liturgie vorbereiten zu können.
  
Durch die Errichtung des „Seelsorgezentrums minor“ (der Titel bezieht sich auf die Basilika minor in Güssing) ist der militärische Süden des Burgenlandes nun liturgisch "autonom". Eine gute seelsorgliche Basis im Süden ist somit entstanden und dank großzügiger Spenden finanziert worden. Nur zu den Feldgottesdiensten wird der Militärpfarrer noch mit dem Feldmesskoffer ausrücken müssen, aber dies ist eine andere Geschichte.
Auch heuer wurde am 8. Mai die Tradition der Maiandacht bei der Antoniuskapelle in Kleinhöflein fortgeführt. Erstmals mit dabei: der Chor des Spitals der Barmherzigen Brüder
Ein Bericht von Militärsuperior  Alexander Wessely

Schon traditionell versammelten sich fast 200 Gläubige am 8. Mai 2014 bei der Antoniuskapelle im Wald von Kleinhöflein zur Mainandacht der Militärpfarre Burgenland, welche von der Militärmusik Burgenland unter der Leitung von Kapellmeister Oberst Hans Mirtl gestaltet wurde. Erstmals wurde die Militärmusik vom Chor des Spitals der Barmherzigen Brüder, unter der Leitung von Obst iR Prof Rudolph Schrumpf unterstütz. Prof. Schrumpf war auch vor 19 Jahren die Renovierung und somit Rettung der schon verfallenen Antoniuskapelle zu verdanken, welcher er mit Militärmusikern in deren Freizeit wiedererrichtete, sodass sie heute ein kleines Wallfahrtsziel für viele Kleinhöfleiner und Eisenstädter geworden ist.
 
Im Mai findet auch eben die traditionelle Maiandacht statt. Heuer wurde bei den Texten der Maiandacht das „Magnifikat“ betrachtet und meditiert, wobei die Texte in der Predigt von Militärsuperior Alexander Wessely durch die Augen der neuen großen Heiligen – dem Hl. Johannes XXIII und dem Hl. Johannes Paul II – betrachtet wurden. 
Nach der Maiandacht wurde zu einer kleinen Agape geladen, deren Spendenerlös zur Gänze der Erhaltung der Kapelle an Prof. Schrumpf, der sich mit seiner Familie um diesen kleinen Gnadenort kümmert - übergeben wurde. Schließlich steht nächstes Jahr das 20-Jahrjubiläum an, wo die Kapelle erneut im neuem Glanz erstrahlen soll.
"An uns Soldaten der Kaserne liegt es nun, aus dieser Stätte ein würdiges Zentrum des Friedens und der Einkehr zu machen." Die Soldatenkapelle in Güssing -  ein Bauwerk des Glaubenswurde ist nun fertig gestellt und wurde feierlich von Militärbischof Christian Werner geweiht
Ein Bericht von Militärsuperior Alexander Wessely
 
Durch den Regen bedingt musste mit einem Zelt vor der Kapelle improvisiert werden, welches dann auch noch vom Sturm beschädigt wurde, aber dennoch war es ein feierlicher Gottesdienst mit S.E.  Christian Werner, dem MilPfarrer beim SkFü Militädekan  Christan Thomas Rachlé, dem Stadtpfarrer von Güssing, P. Raphael und dem ehemaligen Provinzial P. Anton. Militärsuperior Wessely leitete in Chorkleidung durch die Liturgie. Geprägt war die feierliche Hl. Messe durch die Einsetzung der Altarreliquie, welche von der Allerheiligenlitanei eingeleitet wurde, der Weihe der Kapelle selbst und schließlich durch die Altarweihe, bei welcher der Altar gesalbt und Weihrauch auf ihm verbrannt wurde. Nur die Kerzen wollten - aufgrund des starken Windes nicht brennen... Was aber der Freude über die eigene Kapelle des JgB 19 keinen Abbruch tat.
 
Gedanken zur Kapelle, zu Papier gebracht von Vizeleutant Heinz Maikisch
In seinen - in einem Faltblatt aufgelegten - Gedanken, schilderte Vizeleutant Heinz Maikisch die Sehnsucht vieler Soldaten, endlich eine eigene Kapelle in ihrem Bereich zuhaben: „Keine großen Seuchenzüge im Mittelalter, keine ruhmreichen Feldzüge in der Vergangenheit. Nein, einfach ein schlichter Ort der Einkehr, ein Platz zum Nachdenken und zum Danke sagen, vielleicht auch einmal ein Ort zum Empfang der Sakramente. Dies war der Grund zum Bau einer kleinen Kapelle. Durch Herrn Militärsuperior Wessely Alexander wurde unser Wunsch erfüllt und ein kleiner, aber feiner Zufluchtsort errichtet. Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ an die Schüler und Lehrer der Landesberufsschule Pinkafeld, an der Spitze Herrn Landesschulrat Oberstleutnant der Reserve Luisser Friedrich, die unermüdlich am Bau mitgeplant und mitgearbeitet haben. Ebenso ein Dankeschön an das Militärkommando Burgenland, ohne dessen Mithilfe ein Zustandekommen nur schwer möglich gewesen wäre. Hier ein besonderer Dank an Herrn Offiziersstellvertreter Hofer Willi und seine Mannen, die unermüdlich an der Errichtung gearbeitet haben. Nicht zuletzt ein „Vergelt´s Gott“ an alle, die zum Gelingen dieses kleinen geistlichen Zentrums in irgendeiner Weise mitgearbeitet haben. An uns Soldaten der Kaserne liegt es nun, aus dieser Stätte ein würdiges Zentrum des Friedens und der Einkehr zu machen.“
 
Die hier wiedergegeben Gedanken und der Dank an alle am Bau Beteiligten wurden durch den ganzen Gottesdienst hindurch getragen. Ein (zum Nachdenken anregendes) Lied gesungen von einem Unteroffizier des JgB 19 am Ende der Feier - welche von Grußworten aus Militär (für das Militärkommando sprach der Militärkommandant von Burgenland Brigadier Johann Luif) und Politik (in Vertretung des Landeshauptmannes Stellvertreters sprach Bundesrat Walter Temmel und für den Landeshauptmann Frau Landesrätin Verena Dunst) beendet wurde, rundeten den Festakt ab. Im Anschluss konnte bei einem Gläschen Wein auf die Kapelle angestoßen werden. Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen gab es keinen Ehrentisch. Dieser hätte wohl der Intention der Feier widersprochen, wo wir uns als Christen um einen Altar versammelt hatten, als Schwestern und Brüder. So konnte beim Ausklang des Festes Jeder Jedem begegnen.
 
Zahlreiche Besucher folgten der Einladung zur Weihe der Kapelle
Die vielen Kameraden von Bundesheer, ÖKB, FF, Polizei (mit ihrem Polizeidiakon), die zahlreichen Zivilbediensteten und Gäste aus dem Burgenland, der Steiermark, Wien sowie Ober- und Niederösterreich (unter anderem Frau Bundesrätin Adelheid Ebner), die Lehrer aus der Berufsschule Pinkafeld, welche den Bau mit ihren Schülern errichtet hatten usw. verliehen der gesamten Feier die fröhliche Stimmung eines fröhlich gelebten Christentums, welches nun auch in gottesdienstlicher Form in der Musterkaserne Europas in Güssing gelebt werden kann.
 
Die Symbolik der Kasernenkapelle Güssing
Die Kasernenkapelle der Garnison Güssing bietet sich dem Betrachter als fünfeckiger Turm mit drei Meter Seitenlänge. Die Grundform des Fünfecks, welches auf den ersten Blick bei einer Kapelle abschrecken mag, symbolisiert das Böse in der Welt, welches unleugbar vorhanden ist.
Tritt man jedoch in das Innere des kleinen Sakralraumes, so erkennt man vier bunte Glasfenster. Sie symbolisieren die vier Evangelien. Jenes nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Das Licht strahlt, gleichsam dem Wort Gottes, durch die Fenster herein - und - wenn in der Kapelle gefeiert wird, auch hinaus! Die Türe selbst ist Christus, durch den wir eintreten zum Göttlichen hin. So ist auch gleich neben der Türe ein Weihwasserbecken (mit einem Edelstein in der Mitte) angebracht, welches den Eintretenden an seine Taufe erinnert. Vis a vis der Türe, gleichsam in der Mitte des kleinen Sakralraumes, befindet sich der einfache Altar (ein umgebauter Stubentisch – denn dort wo der Mensch Mahl miteinander hält, wo er Eucharistie feiert, dort ist Christus präsent), auf dem ein Bronzekreuz eingelassen ist, welches wiederum einen Edelstein im Zentrum birgt und so eine Verbindung zum Weihwasserbecken schafft.
Die im Altar eingearbeiteten fünf kleinen Kreuze symbolisieren die fünf Wundmale Christi. Sie verweisen auch auf das neben der Türe befindliche Gedenkbild an die verstorbenen Soldaten, welches ebenso das Kreuz zum Thema hat. Um den Altar befinden sich, jeweils an den Wänden, einfache Sitzgelegenheiten in derselben Farbe, welche auch der Altar aufweist. Die Doppelstellung der Hocker erinnert an die Sendung des Getauften. Der Herr sandte seine Jünger – zwei und zwei – aus in alle Städte und Dörfer, in die er selber gehen wollte. Der Christ, der das Wort Gottes hört und die heiligen Geheimnisse feiert, ist Gesandter des Evangeliums, ist Missionar. Der Priestersitz hebt sich nur farblich ab. Der Priester ist in der Liturgie an Christi Stelle (dies symbolisiert die Farbe) und dennoch Christ wie alle Gläubigen (dies symbolisiert die gleiche Form der Sitzgelegenheit).
Als Gnadenbild fungiert in der Kapelle eine Kopie der Mariazeller Gnadenstatue aus Sandstein. Maria, die Schutzfrau der Soldaten, ruht zentral, aber nicht im Zentrum der Kapelle auf einem Sockel. Sie verweist auf Christus selbst, das Fundament des Glaubens, auf Christus selbst, das Ursakrament. Über dem Altar, über der Marienstatue  und über den Gläubigen schwebt - in Gestallt einer Taube in Gloriose - der Hl. Geist, der Herr ist und lebendig macht, dass wir begeisterte Hörer des Wortes und Glauben des Evangeliums sein mögen. Am Vorplatz der Kapelle werden wir nochmals nachdrücklich daran erinnert: Der Glockenturm, von der Kapelle abgesetzt, ist gleichsam der einzelne gesendete Christ, der seine Mitmenschen stets einladen muss, zu Christus zu kommen. Der Turm ist – im Gegensatz zur Kapelle – nicht verputzt. Vielmehr spiegeln die einzelnen Steine die einzelnen Mitglieder der Gemeinde wider, die lebendige Steine sein sollen. Lebendige Steine einer lebendigen Kirche!

"Nicht dem Gefährt, nicht dem Motorrad gilt der Segen, sondern dem Menschen, der es lenkt". Die Motorrad-Andacht in der Martin-Kaserne am 23. Juni

Am 23. Juni fand sich in der Eisenstädter Martin-Kaserne eine kleine Gruppe von Motorradfahrern  vor deren Ausfahrt ein. Man traf sich zu einer kurzen Andacht mit Segnung, um die diese Gruppe gebeten hatte. In der Schlichtheit der Feier kam zum Ausdruck, dass wir nicht große Gesten und nicht ein großes „Bim-bam-Borum“ brauchen, um unseren Glauben zu leben, sondern dass man auch (oder gerade) im Kleinen, in unserem täglichen Leben unseren Glauben erkennen soll und somit erkennen soll, dass wir als Gesegnete zum Segen werden können und zum Segen werden sollen für die Menschen um uns herum.   
Nicht das Gefährt, nicht das Motorrad wird gesegnet, so der Militärpfarrer in seinen Gedanken, sondern der Mensch, der es lenkt. Er wies mit diesen Worten eindrücklich darauf hin, dass der Mensch damit verantwortungsvoll umgehen muss. Das die kurze Andacht abschließende „Vaterunser“ wurde auch von einigen Kameraden mitgebetet, die sich zu der „Motorradgruppe“ gesellte.
Im Oktober soll es dann - anlässlich des Patroziniums der Kasernenkapelle Güssing - eine Sternwallfahrt aus dem Burgenland und Niederösterreich mit Motorrädern zur Kapelle „Maria vom Siege“/Güssing geben, gleichsam als Kirche auf dem Weg zu/mit den Menschen.

Am 26. Mai 2014 spendete – durch Militärbischof Mag. Christian Werner beauftragt – der Militärpfarrer von Burgenland, Alexander M. Wessely, 6 „seiner“ Soldaten aus dem Bereich des Militärkommandos Burgenland, dem Truppenübungsplatz Bruckneudorf und der Heerestruppenschule das hl. Sakrament der Firmung.

Ein Bericht aus den Militärpfarre Burgenland


„Was hab ich eigentlich für einen Vorteil von der Firmung?“, diese ehrliche Frage eines Firmbewerbers am Anfang der Vorbereitungszeit zog sich durch dieselbe und auch durch die liturgische Feier selbst. Geht es immer um unseren Vorteil? Oder merken wir mitunter oftmals gar nicht mehr, dass wir als Christen durch unseren Glauben und die damit verbundene Offenbarung in gewisse Weise schon bevorzugt sind, weil wir keine Angst mehr in der Welt haben müssen. „Ich habe Euch erwählt!“ dieses Wort griff der Militärpfarrer in seinen Gedanken zur Predigt auf und ebenso was sich damit verbindet, nämlich einen Sieg über die Angst.

„Haben sie, habt ihr Angst? Angst, dass die Lieblingsfußballmannschaft auf der WM fliegt? Angst vor dem befohlenen Rapport? Angst, keine Arbeit zu finden? Angst, geliebte Menschen zu verlieren? Wir haben oftmals Angst...“
Verdeutlicht wurde die Überwindung der Angst durch eine kurze Geschichte, besser gesagt durch eine Erzählung eines vierjährigen Buben.  Er hält seinen Mittagsschlaf mit seinem knapp ein Jahr alten Geschwisterchen, als plötzlich Feuer ausbricht. Er ruft erfolglos nach dem Kindermädchen und der Mutter…Die Fenster sind leicht vergittert, der Sicherheitsriegel versperrt sie zusätzlich, die Wohnung liegt im zweiten Stock, sodass nicht einmal das – ohnehin durch die vergitterten Fenster unmögliche – Rausklettern etwas beringen würde. Der Militärpfarrer: „Als die Feuerwehr kommt, gibt später deren Kommandant folgendes Interview: „Es grenz an ein Wunder, dass der kleine Bub sein Geschwisterchen in den Rucksack packte, das Fenster öffnen konnte und sogar die dünnen Gitter verbiegen konnte. Es grenz fast an ein Wunder, dass er den Sims entlang mit seinem Geschwisterchen am Rücken zur nächsten Wohnung weiterkletterte und somit beide retten konnte… Ein Wunder? Ein Engel? Nein. Es war nur niemand da, der gesagt hätte „DU SCHAFFST DAS NICHT!!!!“ Wie oft wurde zu dir schon gesagt “Du schaffst das nicht?“ In der Schule? In deiner Ausbildung? Beim Bundesheer? Und darum hast du es nicht probiert.
In der Feier der Hl. Firmung wirst du bestärkt mit dem Hl. Geist! Er spricht dir zu: „DU SCHAFFST ES! In den Ängsten deines Lebens kannst du auf ihn vertrauen!“

Nach der Predigt zündeten die Firmlinge nach deren Tauferneuerung Kerzen am Altar an und empfingen im Anschluss das Hl. Sakrament der Firmung, um fortan bestärkt für ihren Dienst am Volke Gottes die Gaben desselben zum Altar zu bringen.
Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst, zu dem auch viele Angehörige gekommen waren, wurde in der Cafeteria der  Martinkaserne ein wenig (nach)gefeiert.

Vom 25.-29. August fand im Südburgenland die „Internationale Militärweltmeisterschaft im Orientierungslauf“ statt. Federführend dabei war das JgB 19 unter ihrem Kommandanten Oberstleutnant Thomas Erkinger. Fast 30 Nationen fanden sich in der neuen Kaserne Güssing ein, die Laufstrecken waren in der Region Eisenberg.
 
Ein Bericht von  Militärsuperior Alexander Wessely

Auch die Militärpfarre beim Militäkommando Burgenland leistete bei der internationale Militärweltmeisterschaft im Orientierungslauf in und um die Kaserne Güssingunter unter dem Motto „Kirche anbieten, nicht anbiedern“ einen kleinen Beitrag. Nicht nur ein großes Plakat am Turm der Kasernenkapelle „Gott ist der Weg und das Ziel“, sondern auch ein Willkommensblatt mit Glückwünschen für die Meisterschaft in 30 Sprachen in dem Willkommenspaket, welches jeder Athlet und jede Athletin bekam, wies auf die durchgehend geöffnete Kasernenkapelle hin, in welcher Bibeln und Gebetstexte in 10 Sprachen aufgelegt worden waren.
 
Die Cafeteria der Kaserne, wo nach den Wettkämpfen Athletinnen und Athleten sowie die  Delegationsleiter und Trainer zusammenkamen, war neben dem Zieleinlaufgelände Begegnungsort mit dem Militärpfarrer Alexander Wessely, welcher ein offenes Ohr für die Athletinnen und Athleten und deren Betreuerteams hatte.
Eine gelungene Veranstaltung, welche nicht nur Sportlerinnen und Sportler, Soldatinnen und Soldaten unterschiedlichster Nationen und Armeen zusammenbrachte, sondern in der das Österreichische Bundesheer - allen voran das JgB 19 - wieder einmal beweisen konnte, was es zu leisten im Stande ist. Die Militärseelsorge konnte zu diesem militärisch-sportlichem internationalen Ereignis einen kleinen Beitrag leisten.
Von Blumenhexen, Ordensleuten und zart-bitterer-fair-gehandelter Schokolade
Die Kadertage der Militärpfarre Burgenland mit der 2. Ausbildungskompanie der Heerestruppenschule aus Bruckneudorf.
 
Ein Bericht von Militärsuperior Alexander Wessely   
 
Bereits zur lieben Tradition geworden sind die Kadertage der Militärpfarre Burgenland mit der zweiten Ausbildungskompanie der Heerestruppenschule aus Bruckneudorf. Ging es in den letzten Jahren in das Wein- und Waldviertel, so stand diesmal, nach einem Zwischenstopp in der Kaserne Güssing, die Oststeiermark am Programm. Der schmale Grad von „Glauben und Aberglauben“ wurde auf der mächtigen Festung Riegersburg, auf welcher wir von Prinz Emanuel v.u.z. Liechtenstein begrüßt wurden, anhand der sogenannten Blumenhexe und der „Feldbacher Hexenprozesse“ nahegebracht und gezeigt, dass die Mechanismen, gerade die des Aberglaubens bei unvorhersehbaren Ereignissen, sich bis in die Gegenwart tief in den Menschen verankert haben, also nicht nur eine Erscheinung früherer Jahrhunderte war.
 
Was früher allerdings nicht möglich war, war des Erstürmen der Riegersburg – einer Burg, die  niemals eingenommen wurde – am allerwenigsten wäre dies über die steile Felsseite des mächtigen Vulkankegels möglich gewesen. Um zu zeigen, dass sich auch offenbar hier die (Kriegs)Technik geändert hat, ließ es sich der Kompaniekommandant nicht nehmen, mit zwei seiner Soldaten den mächtigen Vulkanfelsen empor zu klettern. Belohnt wurde dies mit einem Abstecher in der Schokoladenmanufaktur Zotter. Was als oberflächliche Nascherei abgetan werden könnte, hatte allerdings einen durchwegs tieferen Hintergedanken, was Verantwortung mit Ressourcen, fairen Handel und Chancengleichheit zwischen der sogenannten „Ersten“ und „Dritten Welt“ betrifft, das Teilen mit den Armen.
Diese Thematik wurde auch in der Hl. Messe in der Fatimakapelle Bierbaum/Trössing durch Bruder Hannes in seiner Predigt anhand des Hl. Franziskus wieder aufgegriffen. Im Anschluss gab es beim Abendessen einen regen Austausch über die Welt der Soldaten und das Ordensleben mit so manchen „Aha-Effek,“ wie mitunter ähnlich die Systeme sind, wenn auch die Berufungsgeschichten durchwegs anders verlaufen.
 
Am zweiten Tag der Kadertage wurde nach einer kurzen Morgenandacht in der Pfarrkirche Straden von Bridadier i.R. Paul Puntigam nicht nur die Geschichte Stradens und der Oststeiermark nahegebracht, sondern auch die letzten Kampfhandlungen des zweiten Weltkrieges. Aber nicht militärische Fakten und Zahlen standen im Mittelpunkt dieses fast zweistündigen Unterrichtes im Gelände, sondern die Frage, wie sich der Krieg auf das (Weiter)Leben der Bevölkerung auswirkte, bzw. sich in heutigen Kriegsgebieten auswirkt. Hierbei griff Bridadier i.R. Puntigem immer wieder – den in der Morgenandacht meditierten - Psalm 8 mit dessen zentraler Frage „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst“ auf und führte ihn letztlich weiter, was es bedeutet, Die „Würde des Menschen“ zu verteidigen und als Soldat zu schützen.  
Mit einer Führung und dem dabei beinhaltenden Mittagessen in einem ökologischen Vorzeigebetrieb der Schinkenproduktion endeten letztlich diese interessanten, aber auch fordernden Kadertage.
 
Nur 2% unterschiedliche Gene! Bei der 5. Wallfahrt der Kreaturen bei der Spittelwaldkapelle am Truppenübungsplatz Bruckneudorf erklärte Militärpfarrer Alexander Wessely, was es damit auf sich hat
Ein Bericht von Militärsuperior Alexander M. Wessely 
 
Nur rund 2% der Gene waren zwischen den zweibeinigen und vierbeinigen Wallfahrerinnen und Wallfahrern heute bei der „5. Wallfahrt der Kreaturen“ unterschiedlich, denn 98% der Gene zwischen Mensch und Tier sind gleich, wie Militärsuperior Alexander M. Wessely bei seiner Predigt bei der Wallfahrtsmesse bei der Spittelwaldkapelle am Truppenübungsplatz Bruckneudorf betonte. So seien Mensch und Tier vom gleichen Ackerboden genommen, in der Schöpfung sollte dem Menschen eine gleichwertige Hilfe zur Seite gestellt werden. Doch die 2% Unterschied reichten nicht aus, sodass letztlich nur der Mensch dem Menschen ebenbürtig war, er allerdings die Tiere benennen sollte. Dies stellte aber keinen falsch verstandenen Herrschaftsanspruch über die Tier dar, sondern vielmehr ein „Verantwortung übernehmen“, so wie bei einer Taufe Eltern ihrem Kind einen Namen geben. Auch sie herrschen nicht über ihr Kind, sondern übernehmen Verantwortung. So sollen auch „(…) Menschen ihre Mitgeschöpfe, Menschen und Tiere in Verantwortung annehmen, wie es im Römerbrief heißt“, so der Militärpfarrer.
 
Dem Gottesdienst und der Tiersegung stand Bischofsvikar Monsignore Werner Freistetter vor, welcher auch mit den Wallfahrern vom Fuße des Spittelwaldberges 4 Kilometer bis hin zur Spittelwaldkapelle zog, musikalisch bestens begleitet von der Militärmusik Burgenland, unter der Leitung von Kapellmeister Oberst Hans Mirtl.
 
Die Hunde und ihre zweibeinigen Begleiter stammten vom Militärhundezentrum Kaisersteinbruch und dem Österreichischen Roten Kreuz. Ebenso gesellten sich viele „private“ Hundebesitzer mit ihren Lieblingen, sowie Soldaten und Zivilbedienstete des Truppenübungsplatzes und der restlichen Militärpfarre Burgenland zur bunt zusammen gewürfelten Wallfahrtstruppe. Besondere Gäste waren die Tierombudsfrau des Landes Niederösterreich Dr.in Lucia Giefing und die Leiterin des Tierheimes Parndorf Dr.in Claudia Herka. Ihrer besonderen Tierschutzeinrichtung kamen auch Futter- und Geldspenden anlässlich dieser außergewöhnlichen Wallfahrt zugute, welche mit einer Agape ausklang. Dabei wurden die Zweibeiner mit köstlichem Gebäck der Bäckerei Ströck gelabt, während die Vierbeiner bei Leckerein der Firma „Zoo und Co“ fröhlich zu wedeln begannen.
 
Ein Dank an dieser Stelle an alle Freunde, die es ermöglicht haben, diese „5. Wallfahrt der Kreaturen“ abhalten zu können.
 
 
Unsere liebe Frau vom Rosenkranz – Maria vom Siege.“ Das Patroziniumsfest der Kasernenkapelle in Güssing
 
Ein Bericht von Militärsuperior Alexander M. Wessely
 
Der schlichte Altar mit Stacheldrahtelementen, daneben auf dem steinernen Sockel das einfache Gandenbild der Kasernenkapelle Güssing, die Mariazeller Muttergottes: So schlicht und bewusst bescheiden bot sich das Bild vor der Patroziniumsmesse. Als Schmuck diente nur eine Vase mit Rosen. Der größte Schmuck und die Zierde dieses Festes waren die vielen – bei ihrer Kapelle angetretenen Soldatinnen und Soldaten, verstärkt durch zahlreich erschienene Gäste (unter ihnen als Konzelebranten die Patres aus dem Kloster Güssing) aus Güssing und Umgebung, sowie einem Ensemble der Militärmusik Burgenland.
 
In seiner Predigt ging Militärsuperior Alexander Wessely auf die Kraft des Gebetes ein, auf die Freude des Glaubens, welcher Berge versetzen kann. Gleichzeitig lud er ein, die Kasernenkapelle – die Gott bei der Weihefeier im Frühjahr „zu seinem Besitz gemacht hat und gleichzeitig den Soldatinnen und Soldaten geschenkt hat“ - als Ort des Gebetes und des Stillewerdens wahrzunehmen und, so der Militärpfarrer, „die Einladung gleichsam anzunehmen rund um die Uhr zu IHM kommen zu können, schließlich sei die Kapelle 24 Stunden geöffnet“.
 
Dies wird in nächster Zeit nicht zuletzt durch Rekrut Alpár Dobos möglich, der sich zusätzlich zu seinem Dienst in der Kaserne bereit erklärt hat, die Aufgabe des Mesners bis zu seinem Abrüsten zu übernehmen. 
Bei der – an den Festgottesdienst – anschließenden Agape konnten Kontakte zwischen Zivilbevölkerung und den Soldatinnen und Soldaten (weiter) geknüpft werden. Die Soldatinnen und Soldaten erhielten zudem die Möglichkeit, einen Rosenkranz und eine Soldatenbibel kostenfrei zu bestellen. Gestärkt mit „Seelsorgezuckerln“ - welche an die Süße des Glaubendürfens erinnern sollten -, ging es schließlich zurück in den Ausbildungs- und Kasernenalltag.
Am 23. Oktober traf man sich auf Einladung der Militärpfarre Burgenland wieder zum Weinlesefest. Eine Veranstaltung, die speziell an die Senioren gerichtet ist und von diesen sehr gerne angenommen wurde 

Ein Bericht von Militärsuperior Alexander Wessely
 
Es sind zumindest drei Fixtermine, auf welche sich die Senioren der Militärpfarre Burgenland/Region Nord im Jahr freuen können: Der Seniorenfasching, das Weinlesefest und die Rorate mit Adventfrühstück. Dazu kommen noch in unregelmäßigen Abständen Ausflüge, Lesungen oder Kulturtage, je nachdem, wann sich von der Pfarre Termine ergeben und - was wesentlich wichtiger ist - wann unsere Senioren Zeit haben, denn hier Termine zu finden, ist nicht wirklich leicht. 
Umso mehr ist es erfreulich, dass sich auch diesmal wieder am 23. Oktober eine muntere Schar rüstiger und jung gebliebener Seniorinnen und Senioren unserer nördlichen (ehemaligen) Garnisonen zum herbstlichen Weinlesefest eingefunden haben, welches wie immer von unserer Militärpfarrgemeinderätin FOI Monika Czasa vorbereitet wurde. Denn wer feiert, der will auch essen. Ja -  was gibt es da Besseres als frisch duftenden Kuchen, der neben dem munter vor sich hin gährenden Sturm appetitlich angerichtet wurde.
 
Höhepunkt war allerdings unser junger Militärmusiker Korporal Mathias Paugger, der erst frisch von einem Kurs zurückgekommen, die fröhliche Runde mit seiner Knöpferlharmonika und unzähligen Witzen bestens unterhielt. Da wurde mitgesungen, gelauscht und gelacht. Da wurden Erinnerungen aufgefrischt und Anekdoten erzählt; und als dann die heimliche Hymne des Burgenlandes „Die schöne Burgenländerin“ erklang, da hatten so manche Tränen der Rührung in den Augen.
 
Die Seniorenbetreuung gehört auch zu den Aufgabengebieten der Militärseelsorge und Gott sei dank findet sie sich auch wieder in den Pastoralen Leitlinien. In einer Zeit, in der alles nur stark, modern und jung sein möchte, in einer Zeit in der jeder alt werden aber nicht alt sein möchte, haben die älteren Kameraden und ihre Angehörigen einen ganz wichtigen Platz in unserer Arbeit. Wenn sie auch sonst vom System oftmals vergessen werden, dürfen und wollen wir sie in der Militärseelsorge nicht vergessen. Sie gehören zu uns und wir zu ihnen … und wenn es nur beim Mitschunkeln bei der „Schönen Burgenländerin“ ist.
 

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