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Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent 
  
Am Samstag, dem 2. Februar, feiert die Katholische Kirche das Fest „Darstellung des Herrn“, im Volksmund besser bekannt unter dem Namen „Mariä Lichtmess“. An diesem Tag werden traditionell die Kerzen gesegnet, die im Laufe des Jahres in der Kirche und in den Familien Verwendung finden. Tags darauf, am 3. Februar, ist der Gedenktag des heiligen Blasius, an dem der Blasiussegen erteilt wird.
 
Der „Blasiussegen“ wird mit zwei gesegneten Kerzen, die in Form des Andreaskreuzes vor Gesicht und Hals gehalten werden, gespendet. Mit den Segensworten wird um „Fürsprache des heiligen Blasius“ und „Schutz vor Halskrankheiten und allem Bösen“ gebeten. Blasius wurde im Osten seit dem 6. Jahrhundert verehrt. Seit dem 14. Jahrhundert wird Blasius den 14 Nothelfern zugerechnet. Der Legende nach soll der 316 durch Enthauptung getötete Blasius, der vor seinem Bischofsamt Arzt gewesen sein soll, einem Kind, das an einer verschluckten Fischgräte zu ersticken drohte, durch seinen Segen geholfen haben.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent   

Einladung zur Umkehr

Etwas weniger „Ich“ und ein bisschen mehr „Du“ zu unserem Lebensprogramm zu machen, war der Inhalt des Aschermittwochs in der Georgskathedrale am 6. Februar 2008 für die Soldaten, Bedienstete und Militärschüler der Garnison Wiener Neustadt.
 
Der gerade gewordene Militärdekan Mag. Siegfried Lochner wies auf die Eckdaten des Kirchenjahres, wozu der Aschermittwoch sicherlich gehört. Als gedachte „Schocktherapie“, wie er schmunzelnd in der Ansprache erwähnte, dass man nicht auf die Scheinwerte dieser Welt aufbauen könne, ging er weiter auf die Buße, das Gebet und die Werke der Nächstenliebe ein. Zu der Sünde gibt es einen Ausweg, noch ist Zeit zur Umkehr, wie es im Psalm 51, im Bußgebet des Königs David, zu sehen ist, nachdem er schwer gesündigt hatte.
 
Die Fastenzeit ist eine Einladung zu einem geistigen Frühling zu gelangen, unser Leben vor Gott neu zu betrachten.

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent   

Mit der schönsten Sonne konnte der Gottesdienst zum Palmsonntag im Burghof der Militärakademie beginnen. Im Zeichen des Einzuges Jesu in Jerusalem - Zum Zeichen seines Königtums streute das Volk damals Palmzweige und jubelte – steht der Sonntag vor Ostern und führt das österliche Erlösungswerk in der Katholischen Kirche einschließlich des Karsamstag zum Osterfest hin.

Am Palmsonntag beginnt die hl. Messe mit der feierlichen Palmweihe. Im Gedenken an Jesu wird in einer feierlichen Palmprozession das Kreuz in die Kirche getragen, begleitet von der Gemeinde, die in ihren Händen Palmkätzchenzweige hält. Erstmals in der Karwoche wird am Palmsonntag die Passion Jesu, das Leiden und Sterben des Herrn, verkündigt. Die Liturgie dieses Sonntags führt die Christen vom Jubel beim Einzug Jesu in Jerusalem bis zum Rufe „Kreuzige Ihn“ und zum Tod.

Die Kreuze in den Kirchen, an Marterln und in Kapellen sind derzeit mit Stoffen verhüllt. Hinter dieser kirchlichen Tradition steht der Gedanke, dass das, was dem Gläubigen kostbar ist - nämlich das Kreuz - verdeckt werden soll, um am Karfreitag enthüllt und verehrt werden zu können. Es handelt sich dabei also um eine Art „Augenfasten". Durch das „Weglassen" soll eine höhere Aufmerksamkeit entstehen.

„Wir haben Jesus bei der Prozession begleitet, dies können wir jeden Sonntag auch tun, wenn wir ‚Hochgelobt der da kommt im Namen des Herrn, Hosanna in der Höhe!’ mitbeten“, sagte der MilDekan Mag. Siegfried Lochner am Ende seiner Ansprache.

Nach der Messe am Palmsonntag nehmen die Menschen die Zweige mit nach Hause, wo sie für gewöhnlich hinter das Kruzifix gesteckt werden. Hier sollen sie vor allem positive Effekte für den Schutz des Hauses haben.

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent
   
Hl. Georg – Patrozinium der Kathedrale in Wr. Neustadt: Die Schutzherrschaft des Heiligen Georg über die ihm geweihte katholische Kirche wurde am Sonntag, dem 27. April 2008, durch Hw. P. Mag. Anselm Kassin OSB feierlich begangen.
 
Der Benediktiner Primiziant P. Mag. Anselm Kassin ist durch die vielen für die Kathedrale erbrachten Dienste kein Unbekannter und konnte am Patrozinium der Georgskathedrale seinen ersten Segen erteilen. Das Hochamt wurde durch den EVN-Männerchor unter der Leitung von Erwin Mannsberger, durch Organisten und Trompeter feierlich umrahmt.
Das Kreuz als Echtheitszertifikat für die christliche Sendung ist für den Hl. Georg typisch, der dadurch das Böse besiegt hatte. Der heutige Priester muss laut dem heutigen Evangelium, wie es der Rektor der Kathedrale in der Predigt betonte, verkünden „Ohne mich (Christus) könnt ihr NICHTS tun!“ und wie es der Ordensvater des Primizianten sagte „Dem Gebet und dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden! Priester sein bedeutet für P. Anselm „ein mit dem Herzen Hörender werden und das in einem doppelten Sinn“: Einerseits auf die Weisung Gottes und andererseits auf die „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute“, wie es in den Dokumenten des 2. Vatikanums heißt. Nur ein selbst Hörender, so P. Anselm, könne „beherzt“ die frohe Botschaft verkünden.
 
Der Primiziant P. Mag. Anselm Kassin wurde am 26. Jänner 2008 vom Kärntner Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz in der Stiftskirche zu St. Paul im Lavanttal zum Priester geweiht.
 
Vorher Bürokaufmann, im UNO-Einsatz
P. Anselm Kassin OSB, am 10. Dezember 1972 in Wien geboren, absolvierte eine Lehre als Bürokaufmann in einer PR-Agentur in Wien. Nach einem einjährigen UN-Auslandseinsatz in Zypern legte er die Studienberechtigungsprüfung für Theologie am Aufbauseminar in Horn ab. Sein Theologiestudium absolvierte er ab 1996 an der Päpstlichen Hochschule in Heiligenkreuz und an den Universitäten Wien und Salzburg. Im Jahr 2000 trat Kassin in das Benediktinerstift in St. Paul/ Šentpavel ein, wo er 2004 die feierliche Profess ablegte.
 
In Zadar und Dubrovnik tätig
Nach Abschluss des Studiums war Kassin zwei Jahre in verschiedenen Benediktinerklöstern in Kroatien. Bei den Benediktinern von okovac und den Benediktinerinnen von Pag und Zadar verbrachte er ein Jahr, um die kroatische Sprache zu erlernen. Im Februar 2006 wurde er vom Erzbischof von Zadar zum Diakon geweiht und war anschließend in der Pfarrseelsorge in der Diözese Dubrovnik tätig. Seit September des Vorjahres ist Kassin Pastoralpraktikant in der Stadtpfarre Wolfsberg.
 
Die Predigt von MilDek Mag. Siegfried Lochner im Wortlaut:
Hochwürdiger Herr Primiziant,
andächtige Christgläubige im Herrn!
 
Eine doppelte Freude ist uns am heutigen Sonntag beschieden: Wir begehen die äußere Festfeier unseres Kirchenpatrons, des heiligen Großmartyrers Georg, und wir haben einen Neupriester am Altare Gottes stehen, der für uns das heilige Opfer darbringen und uns seinen Erstlingssegen spenden wird.
So wollen wir unseren Blick zunächst auf den heiligen Georg richten. Mannigfaltig ist die Überlieferung über diesen tapferen Gottesstreiter, vieles ist von Legenden umrankt, aber trotz allem bleibt wie bei einem Kristall die historische Wahrheit unverkennbar. Und diese zeigt uns den heiligen Georg als tapferen Soldaten und Streiter Christi, der aus der Kraft des katholischen Glaubens die Drachengewalt des Bösen heldenhaft bekämpft. Gemäß einer schon dem heiligen Bischof und Kirchenlehrer Ambrosius von Mailand (+ 397) bekannten Überlieferung musste Georg erleben, dass viele Bekehrte unter dem Druck der Christenverfolgung  der heidnischen Kaiser Diokletian und Maximian vom katholischen Glauben abfielen. Er legte daraufhin seinen Soldatengürtel ab, gab sein Gut den Armen und trat mitten unter das Volk um laut  die Worte des 95. Psalmes zu beten: „Dii gentium sunt daemonia“, „alle Heidengötter sind Dämonen, unser Herr aber hat Himmel und Erde erschaffen!“ Daraufhin ließ ihn der !
 Richter Dacian ergreifen und mit allerlei ausgesuchten Martern zu Tode quälen.
Meine lieben andächtigen Zuhörer, hochwürdiger Herr Primiziant!
Die heutige Situation, in der du dein priesterliches Wirken beginnen wirst, ist der damaligen nicht unähnlich. Viele getaufte Katholiken sind  in den letzten Jahren und Jahrzehnten dem Druck des überall aufkommenden Neuheidentums gewichen und sind vom katholischen Glauben mehr oder weniger abgefallen. Unser katholisches Volk und Teile der Hierarchie wollten für ihre Überzeugungen nicht mehr einstehen, man wollte ja von der angeblich aufgeklärten Welt des Fortschritts nicht  länger als rückständig angesehen werden. So gab man sich der trügerischen Illusion einer Versöhnung des katholischen Glaubens mit dem liberalen Zeitgeist hin, der Illusion eines angepassten Christentums  ohne Kreuz und Kampf, ohne Absolutheitsanspruch auf Wahrheit und verbindliche sittliche Gebote, um nur ja nicht in der Welt von heute anzuecken. Der moderne Götze heißt Laizismus und Säkularisierung, also Verweltlichung, das bedeutet eine immer mehr diktatorisch und totalitär auftretende Ideologie der hoc!
 hmütigen Selbstgenügsamkeit des Menschen, die Gott vollkommen aus dem Dasein und Bewusstsein des Menschen ausschließen möchte.
 
Der heilige Vater hat in einer Ansprache vom 8. März dieses Jahres diese gefährliche Entwicklung deutlich beim Namen genannt, vor allem ihre Auswirkungen innerhalb der Kirche selbst, wo sie „tief und von innen heraus den christlichen Glauben und demzufolge auch die Lebensweise und das tägliche Verhalten der Gläubigen entstellt (…) bis hin zur praktischen Verleugnung Gottes: Man braucht Gott nicht mehr, man muss nicht mehr an ihn denken und zu ihm zurückkehren.“ An die Stelle Gottes sind andere Götzen getreten, dämonische Götzen, die Vergötzung der Sexualität, des Konsums und schlussendlich der religiöse Relativismus, der nicht mehr an der Wahrheit  Gottes interessiert ist, sondern  ausschließlich nach dem Beifall der hedonistischen Mentalität unserer Spaßgesellschaft heischt.
Die Leere des Herzens vieler innerlich längst abgefallener Katholiken, die überall zu beobachtenden religiösen Ersatzformen, die an die Stelle echter religiöser Praxis getreten sind und der vage Spiritualismus sprechen indes eine beredte Sprache. Sie liefern uns in aller Deutlichkeit den Wahrheitsbeweis für die Heilandsworte unseres Festtagsevangeliums: „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“  Zu den vordringlichsten Aufgaben des Priesters gehört es daher heute, einem derartigen Abdriften entgegenzuwirken und wahre Glaubenszeugen – Martyrer also – zu sein, die den Menschen immer wieder  die Grundwahrheiten  ins Gedächtnis rufen:
1. Es ist ein Gott.
2. Gott ist ein gerechter Richter, der das Gute belohnt und das Böse bestraft.
3. In Gott sind drei Personen: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. (Wir beten also nicht alle den gleichen Gott an!)
4. Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, damit er uns durch seinen Tod am Kreuze erlöse und ewig selig mache.
5. Die Seele des Menschen ist unsterblich.
6. Ohne die Gnade Gottes können wir nicht selig werden.
Das, und nichts anderes, zu verkünden, hochwürdiger Herr Primiziant, ist unsere Aufgabe als Priester, ob man es hören will, oder nicht! Der Hl. Norbert von Xanten (+1134) kann daher mit Recht fragen:
„O sacerdos, quis es tu?,
Wer bist  du, o Priester?
um die Antwort zu geben:
„Du stammst nicht aus dir selber, du bist aus dem Nichts gerufen.
Du kannst dich nicht selber als Ziel betrachten, du bist ja ein Mittler auf Gott hin.
Du gehörst nicht dir selber, denn du bist der Kirche vermählt, ihr gehörst du an.
Du kannst dich nicht um deine Sache kümmern, denn du bist der Knecht aller.
Du darfst dir nicht selber genügen, denn du bist der Diener Gottes.
Wer bist du also?
Nichts und Alles!
O Priester!“
Wir Priester sind in der Tat ein Nichts, wenn wir uns vom ewigen Hohenpriester trennen, und unsere eigenen Wege gehen,
wenn wir anstelle der geoffenbarten Wahrheiten unsere eigenen Ideen verkünden, um den Ohren schmeicheln,
wenn wir an die Stelle der göttlichen Liturgie das selbstgemachte, platte Produkt des Augenblicks setzen.
Bedenken wir, dass der Heiland im heutigen Evangelium nicht sagt, „ohne mich könnt ihr nur wenig tun“, sondern „ohne mich könnt ihr nichts tun!“
Umgekehrt ist der Priester alles, wenn durch ihn Christus lehrt, betet, segnet und opfert! Wer in ihm bleibt, der bringt reiche Frucht, der kann jede für das Heil notwendige Gnade erbitten, und er wird sie auch erhalten!
Papst Pius XII. schreibt daher in seiner herrlichen Liturgieenzyklika „Mediator Dei“, dass das Hochziel des christlichen Lebens im engen und dauernden Anschluss des Einzelnen an Gott liege. Darum muss zuvorderst der Priester und Gottgeweihte die Mahnung des Heilands zum immerwährenden Gebet beherzigen, wie es auch der hl. Benedikt in seiner Ordensregel zum Ausdruck bringt: „Orationi nihil omnino anteponatur, dem Gebet und dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden“.
Gerade in den vor uns liegenden Bittagen ruft uns die Kirche mehr als sonst zum inständigen Gebet auf, zum Gebet um den Heiligen Geist, den der Herr uns versprochen hat. Der Gottesgeist ist es, der uns bei der Vollendung des Werkes Christi erleuchtet, stärkt und führt. Schauen wir auf den heiligen Petrus, wie er auf einmal alle Furcht verliert,  mitten in Jerusalem auftritt und den Glauben an Christus predigt. Die Stimme der Zwölf dringt bis ans Ende der Welt, und binnen wenigen Jahren bekennen sich Tausende zu Christus. Dieses Wunder, das Gott auch heute durch den Dienst der Kirche erneuern will und an dem wir als Priester mitarbeiten dürfen, ist das sichtbare Werk des Heiligen Geistes.
Durch den Gottesgeist hat die Kirche trotz aller Verfolgungen, trotz aller Glaubenskämpfe, trotz der Treulosigkeiten ihrer eigenen Söhne und Töchter überlebt und wunderbar gesiegt. Sie schreitet durch die Jahrhunderte, voll Zuversicht kraft ihrer Vorzüge, die unwiderlegliche Beweise für ihren göttlichen Ursprung sind. Durch ihren Glauben und ihre Verbindung mit dem Throne Petri ist sie immer einig; sie heiligt zu allen Zeiten ihre Glieder durch die ihr verliehene Kraft; sie hat das Recht, die ganze Menschheit in ihrer Hürde zu umhegen; gestützt auf das Fundament der Apostel ist sie unerschütterlich. Die eine, heilige, katholische, apostolische und römische Kirche ist göttlich und irdisch zugleich; sie wird bekämpft, ist von Gefahren umgeben, doch sie hält stand,  sie schreitet voran  bleibt sich selber stets gleich in ihrer göttlichen Verfassung, unverletzlich in ihrem Glauben und unaufhörlich belebt vom Heiligen Geist.
 
Hochwürdiger Herr Primiziant!
Vergiss nie, dass  das unauslöschliche Siegel des Heiligen Geistes deiner Seele bei der Priesterweihe eingeprägt worden ist. Daraus erwächst uns bei der Erfüllung unserer Amtspflichten ein besonderes Anrecht auf den ständigen Beistand des Heiligen Geistes. Wenn wir jeden Morgen voll Glauben unsere geweihten Hände zum Himmel erheben, um die uns Anvertrauten zu segnen, für sie zu beten und für Lebende und Verstorbene das heilige Opfer darzubringen, dann können wir Gott unsere Seele zeigen, die mit dem Siegel des ewigen Hohenpriesters gezeichnet ist. Dann wird unser Segen, Gebet und Opfer zum Segen, Gebet und Opfer des Erlösers, dann wird es wahr, was der heilige Paulus sagt: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt und handelt in mir und durch mich.
Die Gabe des Heiligen Geistes wird  auch uns die Tapferkeit der Martyrer verleihen, die uns befähigt, uns jeden Tag aufs Neue Gott hinzuopfern, wie Opfergaben, die ganz seinem Willen ausgeliefert sind, auch wenn er Schwerstes von uns fordert.
 
Der heilige Paulus erinnert uns gerade als Priester am Schluss der heutigen Epistel an die unumgängliche Notwendigkeit, das Kreuz in allen seinen Formen anzunehmen, wenn er schreibt: Alle, die in Christus fromm leben wollen, werden Verfolgung leiden. Das Kreuz ist damit für alle, die ihm nachfolgen und dienen wollen, das Echtheitszertifikat ihrer Sendung: Verfolgung, Verkennung, Demütigungen, Enttäuschungen und Verleumdungen, vielfach das unblutige und vielleicht sogar das blutige Martyrium gehören notwendigerweise zum Leben des Christen, und es müsste  gerade uns als Priester besorgt machen, wenn es bei uns anders wäre.
Aber über allen Prüfungen und Ölbergstunden des Priesterlebens steht das sieghafte „Memor esto!“, der heutigen Epistel, „denke daran, dass unser Herr Jesus Christus von den Toten auferstanden ist“, dass alle Mühen, die wir mit ihm tragen für das ewige Heil der uns anvertrauten Seelen notwendig sind. Doch auf allen unseren Kreuzwegen geht der Auferstandene mit uns! Dieser Glaube aus der Kraft der Auferstehung ließ den heiligen Georg das Martyrium bestehen, diese Todesverachtung der Blutzeugen Christi bekehrte  die Ungläubigen, er beflügelt die ganze Heerschar des Christkönigs, er möge auch Dein ganzes Priesterleben über alle Höhen und Tiefen hinweg begleiten und vollenden.
Andächtige Christgläubige im Herrn!
 
Wenn wir jetzt unseren lieben Neupriester am Altare sehen, dann fragen wir nicht mehr wie der hl. Norbert: „Wer bist Du?“, denn wir wissen es jetzt, wer er ist. Der katholische Priester ist der Berufene Gottes, der Mann, den Gott gesandt hat. Er ist der Diener der Menschen, ihr Führer auf dem Pilgerweg des Lebens. Er ist der vertraute Freund des göttlichen Heilands. Das ist die dreifache Berufung des katholischen Priesters, auch unseres Primizianten. O dass er ihr gerecht werde und bis zum letzten Schlag des Herzens treu bleibe! So wollen wir bei seinem Erstlingsopfer in unserem Gotteshaus betend die Hände falten und mit Maria, der Priesterkönigin, ihren auferstandenen Sohn, den Freund der Priester, anflehen:
O Jesus, der Du im Allerheiligsten Sakramente zugegen bist:
durch Deine Priester wolltest Du Deine Gegenwart unter uns für immer gewährleisten;
bewirke, dass ihre Worte immer nur die Deinen seien,
dass ihr Leben Dein Leben treu widerspiegelt.
Mögen sie, wenn sie mit Gott sprechen, zu ihm von den Menschen reden,
und wenn sie mit den Menschen sprechen,
zu ihnen von Gott reden.
Mögen sie keine Furcht davor haben,  so zu dienen,
wie die Kirche es von ihnen erwünscht.
Mögen sie Menschen sein, die in dieser Zeit als Zeugen der Ewigkeit auftreten.
Mögen sie ihren Verpflichtungen gegenüber treu sein,
ihre eigene Identität klar nach außen  darstellen
und in der Freude der empfangenen Gnade leben.
 
Und Du, Mutter der Priester, die Du Deinem Sohn im Leben und im Sterben zur Seite standest, stehe auch unserem Neupriester und der ganzen Kirche mit Deiner mächtigen Fürsprache  zur Seite, jetzt, und in der Stunde unseres Absterbens, damit Jesus unsere Kraft, unser Glück und unser Trost  im Leben sei und dermaleinst unser ewiger Lohn im Himmel.
Amen.
 

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent   
WR. NEUSTADT, Theresianische Militärakademie, Georgskathedrale: Zum Muttertag verteilten die Pfarrgemeinderäte die soeben gesegnete Rosen an die anwesenden Mütter, gleichzeitig bei einer Nachprimiz gedachten die Gläubigen des Akademiepfarrers Alfred Hahn.

Zu den „50 Jahre Militärakademie in der Zweiten Republik“ wollte die Militärpfarre auch ein Zeichen setzen und so wurde P. Leopold Kropfreiter zu einer Nachprimiz in die Georgskathedrale eingeladen. Der Neupriester stammt aus der Gemeinde Arbesbach, die Heimat von Prälat Alfred Hahn, der vor 50 Jahren nach den Kriegsruinen in der Kirche eintraf und 28 Jahre in Wiener Neustadt als Militärpfarrer wirkte.

Die „Kleine Credomesse“ von Mozart gelangte zur Aufführung durch Ars Musica.

In der Ansprache betonte der Akademiepfarrer nochmals die Worte Jesu in der Hl. Schrift: „Ich lasse Euch nicht als Waisen zurück“, „alle sind gerufen, eine Welt für Jesus zurück zu gewinnen, genau so wie die Apostel, sie hatten die Mutter Maria bei sich und den Hl. Geist. Wir gehören zur Hl. Mutter Kirche, die behütet, beschützt, führt, betet für uns und opfert wie eine Mutter“, an die heute besonders gedacht wurde, dazu segnete der Primiziant Rosen, die von den Pfarrgemeinderäten an die anwesenden Mütter verteilt wurden.

Der am 22. Februar dieses Jahres in der Wallfahrtsbasilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Sonntagberg bei Amstetten zum Priester geweihte P. Leopold Kropfreiter erteilte am Ende des Pfingsthochamtes jedem Einzelnen den Primizsegen.

Der Neupriester gehört der Kongregation Diener Jesu und Mariens – SJM an, einer Kongregation, die ihren Schwerpunkt in der Jugendpastoral und besonders in der Pfadfinder-Seelsorge hat.

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent   

Militärpfarre Theresianische Militärakademie: Als ‚Fest für alle’ bezeichnete Bischofsvikar Msgr. Dr. Werner Freistetter die Firmung, die er am 9. Mai 2008 in der Georgskathedrale spendete. Acht Firmlinge der Militärakademie, unter ihnen ein Militärzögling der 6. Klasse  und ein Fähnrich des Ausmusterungsjahrganges, sowie ein Grundwehrdiener aus  dem Bereich des MilKdo Burgenland fanden sich in der Georgskathedrale ein.

„An diesem Tag“, so Feistetter, „wird Euch durch ein einfaches menschliches  Zeichen, die Salbung, die immer ein Zeichen eines besonderen Auftrages war,  und das Gebet um den Hl. Geist die Firmung gespendet. Es gilt nun mutig den Glauben vor der Welt zu bekennen“. Die Liturgie wurde vom Militärpfarrer der Akademie und des MilKdo Burgenland mitgestaltet. Musikalisch umrahmt war die Firmung durch die Militärmusik Burgenland und von Prof. Helmut  Ebner an der Orgel.

Mit einem fröhlichen Firmungsessen an einer festlich dekorierten Tafel in  der UO-Messe fand dieser schöne Tag seinen Ausklang.

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent   
 
St. Georgskathedrale Wr. Neustadt: Schon zur Tradition ist die Maiandacht der Militärpfarre an der Militärakademie am Ende des Monats Mai geworden. Bei angenehmster Temperatur wurde vor der Mutter Gottes von Mariazell hinter der Maria Theresien Statue mit den Gläubigen gebetet. Der Chor der Flugfeldpfarre sang wie immer herrliche Marienlieder, aber auch ein Kinderchor konnte kräftig mithalten.
 
„Wir betrachten Maria als die erste Monstranz“, so der Akademiepfarrer, „und wir sind auch dazu berufen Monstranz für die anderen zu werden und Christus den Menschen zu zeigen.“.
Nach der Litanei und dem Segen beteten alle Gläubigen für die Verstorbenen und besonders für Pfarrer Hans Rumpler, der zum ersten Mal nicht mehr dabei war.
 
Eine völlige Überraschung wurde das Ständchen bei der Agape zum Geburtstag des Akademiepfarrers.
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent 
  
Wenn man noch vor 50 Jahren die zerstörten Mauern der Militärkathedrale vor sich sehen konnte, ist es umso bedeutungsvoller, dass Militärbischof Mag. Christian Werner den feierlichen Gottesdienst zum Weltfriedenstag 2008 am 26. Juni 2008 in der Georgskathedrale hielt. Mit dem Kommandanten der MilAk feierten noch einige Offiziere und Professoren sowie sämtliche Schüler und Studenten der Militärakademie mit.
 
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Prof. Helmut Ebner an der Orgel und einem Sextett der Militärmusik Burgenland. In seiner Festansprache ging der Bischof auf die Menschheitsfamilie ein, als eine Gemeinschaft des Friedens. Die Familie selbst sei von grundlegender Bedeutung, wo der Wert des Friedens im gesicherten Zusammenleben vermittelt werde. Dies habe auch Folgen für die Soldaten, die das menschliche Leben in allen Stadien des Lebens zu schützen haben und die bei der humanitären Hilfe anderen Menschen helfen, ein menschliches Leben zu führen.
 
Am Ende seiner Ansprache gab der Bischof einen Leitsatz mit auf den Weg: „Der militärische Einsatz hat nur da seine Berechtigung, wo Soldaten sich mit ihrem Wissen und ihrer Kraft in den Dienst der einen, weltumspannenden Menschheitsfamilie stellen, um Unheil und Unrecht von ihr fernzuhalten. Möge Gott sie damit bestärken.“
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent 
  
Vom 1. bis zum 10. Juli 2008 war eine Schar von 45 Kindern zwischen 7 und 15 Jahren mit dem Neunkirchner Major Andreas Kleinrath vom Militärrealgymnasium, Oberleutnant Markus Kerschhofer, Direktor der Bank Austria - Creditanstalt in Neunkirchen und Leiter der Pfadfindergruppe Neunkirchen sowie Vizeleutnant Andreas Kaltenbacher von der Entwicklungsabteilung der Militärakademie am Gefechtsübungsplatz Pöls in der Steiermark auf Kinderferienlager. Unterstützt wurden sie von vier Frequentanten des BRG für Berufstätige, Wachtmeister Martin Böhm, Wachtmeister Johannes Lechner, Korporal Maria Bogensperger und Korporal Manuela Kaminski, und von vier Pfadfindern der Gruppe Neunkirchen Hans Bauer, Bernhard Schwabl, Martin Brandstätter und Dagmar Beisteiner, von einer Betreuerinnen, Nathalie Hanbauer, und einem Betreuer, Stephan Kaltenbacher, schließlich von zwei fleißigen Gehilfen, Sabine Kaltenbacher und Lukas Neubauer, sowie von Johann Heissenberger, dem allseits beliebten Busfahrer der Militärakademie.
 
Am Gefechtsübungsplatz bauten die 3 Mädchen- und 5 Burschengruppen zuerst ein Zeltlager auf, von dem alle Aktivitäten zum Thema „Confidential Operation Pöls“ starteten. Im Gegensatz zum Vorjahr blieb das Lager diesmal vom Schlechtwetter verschont und es konnten alle Vorhaben durchgeführt werden. Es gab eine Wanderung über 15 km mit Stationen, es wurde eine Waldkugelbahn unter der Leitung der Waldpädagogin, Sabine Kaltenbacher, angefertigt und es gab einen Badetag am See in Wundschuh. Ein großartiges Erlebnis war der gruppenweise Bau eines Floßes und das anschließende Befahren der Kainach. An den Abenden fanden Filmvorführungen, Discoabende, ein Grillabend sowie ein Casinoabend statt. Militärpfarrer Mag. Siegfried Lochner besuchte am Montag das Lager und konnte sich vom Wohlergehen der Kinder und Betreuer überzeugen. Die Kinder bekamen für ihre Ordnung und andere Pflichten des Lagerlebens sowie für ihre erbrachten sportlichen Leistungen Punkte, die sie dann am Ende gegen Sachpreise wie Bücher oder Naschereien eintauschen konnten. „Für die Kinder war es wieder ein tolles Erlebnis“ resümiert Mjr Kleinrath „einige wollten sich bereits für das Lager 2009 anmelden! Mein Dank gilt allen Verantwortlichen sowie den Betreuern für ihre Mitarbeit und Unterstützung am diesjährigen Kinderferienlager.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent  
 
In den Ferien und am Beginn des Weltjugendtages in Australien freute sich die Militärpfarre an der Militärakademie am 12. Juli 2008 über die Kindersegnung. In seiner Ansprache verwies der Rektor der Georgskathedrale über die Notwendigkeit die Einstellung zum Kind anhand des Evangeliums zu revidieren.
Als Gesegnete können die jüngeren Pfarrangehörigen nun ihre Ferien genießen.

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