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Hauptmannarzt Stefan Schachner ist dienstlich umtriebig, mehr als umtriebig, wenn man das so sagen kann. Dienst im Heeresspital, in Aigen im Ennstal, im Auslandseinsatz oder in einen der Katastrophenschutzeinätze im Inland.  1996 im Auslandseinsatz gefirmt, ist die Militärseelsorge sehr wichtig für ihn.

Ein Portrait von Alexander Wessely

Er ist ständig unterwegs. Langweilig wird dem Vater von vier Kindern, der den Rang eines Hauptmannarztes bekleidet nicht.  Als Militärarzt kennen ihn viele Soldatinnen und Soldaten des Bundesheeres. Was auch einige wissen ist, dass Schachner das Soldatenhandwerk auch richtig gelernt hat. Als Einjährig-Freiwilliger im Jahr 1994 in der damals noch bestehenden Kaserne in Wöllersdorf eingerückt, mustererte er schließlich 1998 mit dem Jahrgang "Sterneck" an der Theresianischen Militärakademie zum Milizoffizier aus und brachte es als Infanterist über die Zugskommandantenlaufbahn bis hin zum "S2" und "S3" auf Battailonsebene.

Berufswunsch: Chirurg und Bundesheeroffizier

Daneben studierte er an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien Medizin. Das Studium schloss er schließlich im Jahr 2008 erfolgreich ab und begann mit seinen Turnusausbildung welche er zur Hälfte im Heeresspital in der Wiener Van-Swieten-Kaserne und in Wiener Neustadt absolvierte. Dort sollte er auch in weiterer Folge seine Facharztausbildung zum Chirurgen erhalten. "In der Maturazeitung des Sportgymnasiums Wiener Neustadt ist damals bei mir bei  der Rubrik Berufswunsch gestanden: "Chirurg und Bundesheeroffizier". Beides bin ich geworden, " kommentiert Schachner, der den zweiten Teil seiner chirurgischen Fachausbildung bei der Bundeswehr in Deutschland erhielt. „Einsatzbezogen," wie der Soldat vom Scheitel bis zur Sohle feststellt.

Einsätze waren es auch die in seinem dienstlichem Alltag eine große Rollte spielten und spielen. Rechnet man alleine die in den Einsatzräumen im Ausland verbrachte Zeit zusammen so kommt man auf über dreieinhalb Jahre. "Mali, Bosnien, Syrien, und Libanon beispielsweise, " zählt Schachner seine Einsatzorte auf. „Das erste Mal war ich aber noch als normaler Soldat im Einsatz." Das war im UNO-Einsatz auf den Golanhöhen, bei welchem in knapp 40 Jahren insgesamt 29.000 österreichische Soldaten gedient hatten.

Firmung im Auslandseinsatz

In diesem Einsatz im Jahr 1996 wurde er schließlich auch gefirmt. Ausschlaggeben war für Schachner, der bevor er ins Sportgymnasium in Wiener Neustadt wechselte, das kirchliche Gymnasium der Salesianer Don Boscos in Unterwaltersdorf besuchte, das "fünfte Evangelium", das Besuchen der Hl. Stätten in Israel. In sogenannten "Recreation-Tours" wurde den Soldaten, oftmals unter der Leitung des betreuenden Militärpfarrers der österreichischen UNO-Truppen angeboten in ihrer freien Zeit das Heilige Land zu erkunden. Mitunter mit biblischem Bezug. Auch Stefan Schachner nütze diese einmalige Gelegenheit. "Es war für mich faszinierend die Orte wo sich die Ereignisse aus der Bibel stattgefunden haben selbst zu sehen. Dann hört man eine Lesung in der Kirche und weiß: Dort war das. Dort war ich schon“, so Schachner. "Als Naturwissenschaftler ist man ja ein bissl ein Religionszweifler, aber man gibt den Geschehnissen aus der Bibel einen noch höheren Stellenwert, wenn man die Orte einmal gesehen hat." Auch die Auseinandersetzung mit Jesus und seiner Lehre hätten ihm fasziniert: "Natürlich hat Jesus einen höheren Auftrag gehabt, aber generell muss man, auch im Blick auf damalige Umstände feststellen, dass er seiner Zeit in Gedanken und Taten weit voraus war."

So hätte er, wie er selbst sagt, auch wieder verstärkt zum Glauben und zur "ausgeübten Religion" gefunden, was wiederum den Ausschlag für seine Firmung gegeben hätte, auf die ihn damals der Militärpfarrer des Kontingents Peter Papst vorbereitete. Die konkrete Vorbereitung fand in Gesprächen in der schlichten Kapelle im Camp Faouar statt, die Firmung, welche der Militärpfarrer im Auftrag des Militärbischofs spendete, schließlich im Kreis der Kameraden bei einem feierlichen Gottesdienst. "Es haben ja alle gewusst dass ich mich auf die Firmung vorbereite und so hat schließlich der ganze Zug mitgeifert. Alle Soldaten des Fernmeldezugs waren da und danach haben die Kameraden vor der Campkapelle ein Spalier gebildet“, erinnert sich Schachner gerne an diesen für ihn großen Tag im Einsatz zurück.

Viel könnte er von seinen Einsätzen erzählen, nicht nur von jenem UNO-Einsatz im Jahr 1996. Viel hat er auch als Militärarzt im Einsatzraum erlebt. Die längste Einsatzdauer war 18 Monate durchgehend. "Ich habe von einem Einsatz gleich in den nächsten gewechselt, weil sonst kein Arzt zur Verfügung stand." erzählt Schachner. Besonders schwer sei es gewesen, weil damals seine Zwillinge gerade ein Jahr alt waren. "Für alle neun Wochen nur ein paar Tage zuhause sein war da schon eine schwierige Situation und eine Herausforderung. Da versäumt man vieles. Auch bei den beiden Älteren" resümiert der Vater von vier Kindern. Nun wären seine Rotationen kürzer, was für die Familie leichter wäre.

Da geht man leichter in den Einsatz…

Wichtig sei für ihn in diesem Zusammenhang auch das Zusammenspiel mit der Militärseelsorge. Diese sei wichtig, weil man wissen würde, dass für den "Fall der Fälle" jemand für die Familie da wäre und auch für den Fall, dass seine Familie, wenn es während des Einsatzes zuhause Probleme gibt einen Ansprechpartner hätte, "der sie auffangen könnte. Das ist ein Superbackup.", so Schachner. Und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: "Da gehe ich dann doch leichter in den Auslandseinsatz."

Militärseelsorge ganz wichtige Einrichtung.

Generell sei für ihn die Militärseelsorge eine wichtige Einrichtung, die durchwegs sehr  positiv erlebt hätte. Und auch die Truppe würde merken, dass es den Militärpfarrern ernst ist,  wie es den Soldaten geht, dazu müsse niemand unbedingt gläubig sein, in die Kirche gehen oder regelmäßig beten.

Positive Einstellung wichtig für Heilungsprozess

Schachner fest überzeugt, dass eine positive Einstellung des Patienten zu seinen Leiden für den Genesungsprozess besser sei als eine negative. "Damit ergibt sich der Schluss, dass ein Gebet schon eine positive Einstellung der Seele und des Geistes ist und somit nie falsch sein kann. " erläutert Schachner, der festhält, dass das schon Kraft geben kann, wenn gleich es ähnlich der Wirkung homöopathischer Medikamente letztlich nicht wissenschaftlich nachweisbar ist. Aber, "wenn jemand fest daran glaubt, dann hilft es", ist der Arzt überzeugt.

Ebenso hätte er immer wieder bei Patienten knapp vor deren Ableben erlebt, dass sie, auch wenn sie lange Zeit nicht religiös waren, wenn sich der Tod abzeichnete, dann doch "Frieden machen wollten. Auch mit Gott. " Dies konnte er öfter erleben, so Schachner. „Das spürt man ja auch." Letztlich sei dies eine  Art des Gottvertrauens, in dem er und seine Familie sich auch aufgefangen fühlen würden. Und dies sei ihm auch wichtig, neben korrekten Umgangsformen, Disziplin und Benehmen seinen Kindern zu vermitteln. Wie er dies machen würde? "Indem ich es vorlebe“, so die prägnante Antwort. Stolz ist Schachner in diesem Zusammenhang auf seine älteste Tochter, die so wie ihre Geschwister ministriert und ab Herbst 2019 in der neuen Sicherheitsschule des Bundesheeres in Wiener Neustadt beginnen soll. Sie möchte sich dann auch beim "Bundesheer firmen lassen, wie es der Papa gemacht hat."

Von der Schule, die im Rahmen einer fünfjährigen Oberstufenausbildung wie eine Handelsakademie aufgebaut ist, aber zusätzlich Schwerpunkte in sicherheitsrelevanten Sparte setzt, hat sie über die Zeitung erfahren und sich alle Informationen eingeholt. Dass seine Tochter, die jetzt noch schnell den Segelschein machen möchte, später einmal Militärhubschauberpilotin werden möchte,  ängstigt Schachner nicht. Eher die Mama der jungen zielstrebigen Dame, die gefragt hätte "Was ist wenn sie dann in den Auslandseinsatz fliegen muss?" Doch auch auf diese Sorgen hat Stefan Schachner eine prompte Antwort: "Dann flieg ich mit."

Wer bei Slaughterhouse-Five an einen billigen Horrorschocker denkt, könnte weiter daneben nicht liegen, obwohl das Buch vom, wie der Erzähler es ausdrückt, größten Massaker der europäischen Geschichte (73) handelt, von der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. Schlachthaus 5 hieß das Gebäude, in dem die amerikanischen Kriegsgefangenen untergebracht wurden, von denen das Buch erzählt, und das ihnen ironischer Weise gerade nicht zum „Schlachthaus“, weil sie in der Fleischkammer überleben konnten, während um sie herum praktisch alles zerstört wurde.

Alexander Wessely im Gespräch mit den Rekruten Peter Joachim Heinrich und Marc Artho, die derzeit als Kraftfahrer in der Militärseelsorge tätig sind.

Die letzte Unterschrift ist getätigt, die zuletzt gefahrenen Kilometer ausgerechnet und in den Fahrbefehl eingetragen. Doch wer meint, dass nun der Dienst eines "Kraftfahrers-Mesners" im Bereich der Militärseelsorge zu Ende wäre, der irrt. Mannigfaltig sind die Tätigkeiten jener Grundwehrdiener, die ihren Präsenzdienst nach der Grundausbildung in einer der Militärpfarren im gesamten Bundesgebiet ausüben.  

Der aus der Oststeiermark stammende und seit seinem Studienbeginn in Graz lebende Peter Joachim Heinrich ist am 7. Jänner eingerückt und versieht seinen Dienst seit Mitte Februar in der Militärpfarre beim Militärkommando Steiermark.

"Es sind nicht nur die Fahrten alleine, sondern es geht auch um das Herrichten von Lebenskundlichen Unterrichten und Gottesdiensten, Postgänge und Büroalltag," hält der mittlerweile an der Universität Graz promovierte Techniker fest, der nun nach absolviertem Studium der Technik im Bereich des Bauingenieurwesen noch ein zweites Studium abschließen möchte. "Mein erstes Studium habe ich im Bereich "Betonbau" absolviert, jetzt möchte ich mein zweites Studium im Fach Kirchenmusik/Orgel an der Kunstuniversität beenden, “ so Heinrich.

Dieses Studium hätte letztlich auch den Ausschlag gegeben sich zur Militärpfarre zu melden. "Eigentlich wollte ich zuerst zur Militärmusik, habe aber schnell gemerkt, dass die keine Organisten brauchen, „ lacht er, "da habe ich halt gefragt ob die Militärpfarre einen Organisten brauchen würde."

Vielfältige Aufgaben

Dass er manchmal länger Dienst hätte als andere Kraftfahrer im Kommando würde ihn nicht stören, denn schließlich käme man mit dem Militärpfarrer auch viel herum und würde viele Bereiche im Bundesheer kennenlernen. Hier stimmt auch Rekrut Marc Artho aus dem Militärkommando Tirol zu, der sich oftmals für die anfallenden Fahrten mit dem Militärpfarrer melden würde. "Wir können uns sozusagen die anfallenden Fahrten im Bereich des Militärkommandos einteilen", sagt er, "ich melde mich oft zum Militärpfarrer, weil es einfach spannend ist, mit ihm in die unterschiedlichen Kasernen zu fahren und ihn zu unterstützen, da nimmt man dann auch in Kauf, wenn es eben mal länger dauert“, so der gebürtige Stubaitaler, der ebenso im Jänner eingerückt ist.

Rekrut Heinrich ergänzt: "Hier ein Lebenskundlicher Unterricht, dort ein Kasernenbesuch, dann wieder zur Betreuung der Soldaten an der Grenze. Es ist einfach immer was los." Seit kurzem würde er auch im wöchentlichen Gottesdienst in der Soldatenkirche der Belgierkaserne kantornieren, "leider ohne Orgelbegleitung, weil die Soldatenkirche über kein passendes Instrument verfügt."

Dabei würde es den gläubigen Grundwehrdiener durchwegs reizen sich auch hier musikalisch an der Orgel zu betätigen. Ob der Glaube Voraussetzung sei, um ein guter Kirchenmusiker und Organist zu sein? Ohne zu zögern kommt die Antwort: "Ich glaube man kann Kirchenmusik nicht vernünftig und ehrlich ohne Glauben machen", ist der Oststeirer überzeugt, "da braucht man schon eine Verbindung  zu dem was in der Messe passiert und zu dem was Glaubensinhalt ist." Man könne sich sonst auch kaum einbringen oder beim liturgischen Verlauf reagieren. "Kirchenmusik ist eben mehr als reines Handwerk und es ist  spannend gerade im Bereich der Kirchenmusik die ganze Bandbreite auszuprobieren und in die Liturgie einzubringen", unterstreicht er. "Letztlich auch als Zeichen des eigenen Glaubensvollzugs". Dieser sei ihm, der auch in einer Mittelschülerverbindung und einer katholischen Studentenverbindung aktiv ist wichtig. Auch hier gäbe es ja das Prinzip der "Religio" und für ihn sei es auch persönlich wichtig in der Religion Halt zu finden.

"Ich glaube, dass es Menschen gibt, die ohne Religion auskommen, ich nicht." so Heinrich, "Weil ich mich frage, was dann wäre. Dann muss man sich die Frage stellen: Was kommt danach." Und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: "Wenn nichts danach käme, dann müsste man sich die Frage stellen, wozu man lebt." Interessant sei in diesem Zusammenhang, dass jene die sich sicher wären, dass danach nichts ist, immer offensichtlich mehr wissen würden, als jene die glauben: "Aber was wäre dann der Sinn des Lebens? Zufall dass man da ist?"

Auch Rekrut Artho  ist überzeugt dass es ein Leben nach dem Tod gibt, weil es Gott gibt. Warum dann viele Mitmenschen leben würden, als ob es Gott nicht gäbe, könne er nicht beantworten: "Ich weiß nicht wie die ihr Leben gestalten, ich weiß es dass es für mich wichtig ist zu glauben." Auch gingen in seiner Heimat viele in die Kirche, vielleicht weil gerade jene die beispielsweise in der Landwirtschaft tätig wären wissen würden, dass nicht alles selbstverständlich ist. Und auch die Jugend sei bei ihm in der Heimat stets bei kirchlichen Anlässen mit dabei: "Bei den Prozessionen: Fast die Hälfte hilft da mit. Und das ist die Jugend. Schützen, Landjugend, Musik“, erzählt er stolz und nicht minder stolz ist er darauf, dass man gebraucht werden würde. Dass sei ein schönes Gefühl. "Natürlich kommt danach auch stets das Feiern, „ fügt er schnell hinzu "Das gehört dann auch dazu."

Als Pilger nach Lourdes

Im Bereich des Bundesheeres könnte in Bezug auf das Glaubensleben der jungen Soldaten auch die Militärseelsorge einen wesentlichen Beitrag leisten, fernstehende Jugendliche wieder für die Kirche und den Glauben zu begeistern, sowohl in den Lebenskundlichen Unterrichten, bei Gottesdiensten oder durch die Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes, an welcher  Rekrut Heinrich auch als Pilger teilnehmen wird. "Die Wallfahrt nach Lourdes ist da sicher eine gute Gelegenheit. Da würden sicher noch viel mehr mitfahren wenn es vom Dienstbetrieb her möglich wäre“, ist er überzeugt.

Militärseelsorge ist ganz wichtiges Angebot

Was die Kirche noch konkret machen könnte würden Marc Artho und Peter Joachim Heinrich nicht wissen, die Militärseelsorge sei aber wichtiges Angebot, wenn auch gerade bei den Lebenskundlichen Unterrichten oft zu wenig Zeit sei. Konkreter werden schon die Vorstellungen was die eigene Zukunft betrifft.

Artho, der vor seinem Grundwehrdienst als Spannungstechniker und Barkeeper gearbeitet hat, möchte vorübergehend zu seiner alten Firma zurückgehen, bis er im Frühjahr 2020 für einige Zeit nach Südafrika gehen möchte, stammt doch seine Mutter von dort. Zweimal war er schon in Afrika, wobei ihn besonders faszinieren würde, dass die Menschen dort viel offener und entspannter leben. "Auch Gastfreundschaft wird in Afrika besonders groß geschrieben", freut er sich auf dieses große Lebensabenteuer. Zunächst muss aber noch einige Zeit gearbeitet werden, um etwas Geld anzusparen.

Auch Heinrich wird nach seinem absolvierten Grundwehrdienst wieder arbeiten gehen "allerdings nur mehr 20 Wochenstunden", um sein Kirchenmusikstudium abschließen zu können, erklärt er.

Einsatz war wichtige Erfahrung

Den Einsatz in der Militärseelsorge - ob fest in einer Pfarre tätig oder immer wieder freiwillig zum Militärpfarrer gemeldet - bereuen beide Grundwehrdiener nicht. Besonders hat Peter Joachim Heinrich schätzen gelernt, dass durch die Militärseelsorger bei Begegnungen mit Soldaten und in den Lebenskundlichen Unterrichten Fragen des Lebens aufgeworfen werden würden. Fragen des alltäglichen Lebens und des Glaubenslebens. Fragen, die - mehr als in seinem Religionsunterricht in der Schule - ein kritisches Auseinandersetzen ermöglichen würden, dass man ins Nachdenken kommt und dann sagt: "Da war doch noch was…"

Der 23. April ist nicht nur für die katholische Militärseelsorge in Österreich als Gedenktag des heiligen Georg ein besonderer Tag, auf das gleiche Datum fällt auch der von der UNESCO eingerichteten „Welttag des Buches“.

Aus diesem Anlaß zeigt die Militärbischöfliche Bibliothek einen kleinen Blick auf das „Leben“ des Gebet- und Gesangbuches des ersten Militärordinarius für Österreich,  Alfred Kostelecky.

Alexander Wessely im Gespräch mit drei Militärpfarradjunkten.

In diesen Tagen lud die Militärpfarre Burgenland wieder zur Kreuzwegandacht in das frühlingshaft-romantische Donnerskirchen ein. Vor einigen Jahrzehnten wurden hier mit Unterstützung der Militärmusik Burgenland unter dem damaligen Kapellmeister Oberst Rudolf Schrumpf vierzehn große Steinskulpturen errichtet, die den Gläubigen den Kreuzweg Jesu nahebringen sollten. Seit damals gibt es auch die von der Militärpfarre organisierte Kreuzwegandacht mit anschließender Eucharistiefeier und Agape im Pfarrstadel. Viele Helferinnen und Helfer sind in den Tagen vor dem Ereignis, aber auch am Tag der Kreuzwegandacht selbst, eingebunden. Einer von diesen Mitarbeitern ist Offizierstellvertreter Christan Pichler, Pfarradjunkt der Militärpfarre Burgenland.

Was macht ein Pfarradjunkt?

Doch was ist eigentlich ein "Pfarradjunkt"? Was verbirgt sich hinter diesem sperrigen, ja fast altmodisch klingenden Begriff? Folgt man einigen Lexika, dann wäre es lediglich die Bezeichnung   für einen "Mitarbeiter bzw. Gehilfen eines Beamten", für "Assistenten ohne Lehrtätigkeit an Sternwarten" oder  "protestantische Geistliche, die einem Pfarrer als Aushilfe zugeordnet waren". Alle diese Begriffe führen wohl in die Irre, wenngleich der erstgenannte Begriff der "Mitarbeiter" der doch recht trockenen Arbeitsplatzbeschreibung der "Pfarradjunkten römisch-katholisch" am nächsten kommt.

Und tatsächlich gibt es auch so mitunter bürokratisches im Alltag eines Pfarradjunkten, wie Vizeleutnant Markus Stromberger, Pfarradjunkt der Militärpfarre beim Militärkommando Kärnten feststellt: "Eine der Kernaufgaben die wir haben, ist die Führung der Pfarrkanzlei, aber wir unterstützen den Pfarrer natürlich auch in seelsorglichen Belangen." Ebenso würden aber auch Teile der Seelsorge in den Militärpfarren von den Militärpfarradjunkten, die sich auch zweimal jährlich gemeinsam fortbilden, abgedeckt werden. Dies kann auch der Pfarradjunkt aus Oberösterreich, Vizeleutnant Josef Agrill bestätigen: "Ich erlebe es oft, dass Kameraden zu mir kommen, zu einem Gespräch oder mit der einfachen Frage „Was hältst Du davon? Wie siehst Du das?“ Das sind dann oft Fragen mit welchen sie sich eher an uns Adjunkten wenden als an den Pfarrer."

Auch Markus Stromberger, der sich wie viele Pfarradjunkten auch in der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten (AKS) engagiert, merkt an, dass Fragen aus dem täglichen Leben und dem Bereich der Familie oftmals mit den Pfarradjunkten besprochen werden. Für theologische Fragen sei jedoch der jeweilige Militärpfarrer die allererste Ansprechperson.  Doch "nur" ein offenes Ohr für die Kameraden und Mitarbeiter in den Kasernen zu haben ist nicht die alleinige Aufgabe der Adjunkten. Vieles wozu es in den Kasernen und Kommanden mehrere Verantwortliche in den unterschiedlichen Bereichen gibt, liegt in der Militärpfarre in der Hand des Adjunkten. Dies würde zum Beispiel bei großen Feiern oder Anlässen besonders deutlich werden, wo die organisatorischen Fäden in der Hand der der Adjunkten zusammenlaufen. Schließlich gibt es viele Aufgabenbereiche zu bedenken und abzusprechen. Von der Planung, Bewerbung, Vorbereitung, Materialbeschaffung, Durchführung bis hin zur Abrechnung und Nachbereitung. "Die organisatorische Letztverantwortung bleibt immer" so Stromberger.

Verantwortung übernehmen

Verantwortung in ihren Bereichen zu übernehmen haben aber alle Adjunkten gelernt, schließlich absolvierten alle einen beim Grundwehrdienst beginnenden und weiter fordernden Weg zum Unteroffizier. Und der Weg von der Truppe zur Militärseelsorge? Hier sind die Wege der Pfarradjunkten der Miltärpfarren Österreichs genauso unterschiedlich wie die Adjunkten selbst. So war Markus Strombeger vor seiner Funktion als Pfarradjunkt als Kanzleiunteroffizier tätig. "Ich war beim Elite-Bataillon 25 tätig, ein Eliteunteroffizier sozusagen", lacht Stromberger schelmisch. Auch Vizeleutnant Heinz Vieider von der Miltärpfarre beim Kommando Streitkräfte war zunächst bei der Truppe. "Ich war als Fernmelder in Aigen im Ennstal, " erzählt er. „In der nördlichsten Kaserne der Steiermark kam der damalige Militärpfarrer vor allem nur zu den geprägten Zeiten und so richtete ich alles her, was er brauchte und half ihm wo ich konnte.“ Kontakt gab es mit dem Militärpfarrer aber auch außerhalb des Kasernenbetriebs, da Heinz Vieider ihn auch von seiner Tätigkeit als Ministrant in der Zivilgemeinde kannte. So war er auch nicht sonderlich überrascht, als einmal das Telefon läutete und ihn der Militärpfarrer sprechen wollte: "Ich war damals Wachtmeister als mich der Pfarrer anrief, dass er in einem Jahr einen neuen Adjunkten brauchen würde. Ich solle es mir überlegen." Schließlich folgte schon nach drei Wochen ein neuerlicher Anruf: "Es war wieder der Militärpfarrer. Er sagte nur knapp: Ich brauche jetzt einen Adjunkten“,  schmunzelt Vieider.  Da er damals Zeitsoldat war, war es nicht von allen gerne gesehen, dass er diesen Posten bekam, aber der damalige Militärpfarrer setzte sich für ihn ein.

Von der Musik zur Seelsorge

Josef Agrils Weg beim Bundesheer begann wiederum als Militärmusiker. Fünfzehn Jahre lang war er als Klarinettist bei der Militärmusik Oberösterreich, bevor ihn der damalige Adjunkt ansprach, ob er ihm nicht auf seinen Arbeitsplatz nachfolgen wolle. "Verbandelt waren wir ja schon immer irgendwie, die Pfarre und wir Musiker, bei den Ausrückungen und Festakten. Für mich war es dann aber anfangs  schwierig zunächst alle Leute kennenzulernen, " stellt er fest. „Als Musiker bist du zwar überall aber im Endeffekt habe ich niemanden gekannt, das ist aber für den Adjunkten ganz wichtig.“

Auch Markus Stromberger und Heinz Vieider bestätigen dies, denn ohne Vernetzung in den Kommanden und im Bundesheer generell sei es sehr schwierig den Dienstbetrieb gut gestalten zu können, dies könne man beispielsweise an der engen Verbindung zwischen Militärmusik und Militärpfarre sehen.

Und was wären nun neben dem „normalen Dienstbetrieb“ in der Pfarrkanzlei Highlights im Pfarradjunktenalltag? „Jeder Tag ist ein Highlight“, sagt Markus Stromberger spontan. „Wir haben ja viele Begegnungen. Besonders schön ist zum Beispiel ist eine Taufaufnahme oder die Vorbereitung für einer Wiederaufnahme in die Kirche.“ Schließlich sei die ganze Arbeit, wenn sie einem Spaß macht, ein Highlight. „Kanzleitechnisch und Seelsorgetechnisch“, so Stromberger.

An ein besonderes Highlight erinnert sich Josef Agrill besonders gerne, als er eines Tages einen Anruf aus den USA bekam. „Ein Mann fragte, ob es möglich sei die Kapelle zu sehen, wo seine Eltern kurz nach dem Krieg geheiratet hatt. In unserer Michaelskapelle.“ Natürlich machte es Josef Agrill möglich und zeigte den Gästen aus Amerika voller Stolz die Kasernenkapelle in Linz-Hörsching.

Auch Heinz Vieider zeigt gerne Besuchern die von ihm liebevoll betreute Kapelle in der Belgierkaserne in Graz. Die Kapelle wurde auf Wunsch General Höflers nach der Auflassung des Camps Casablanca im Kosovo durch die Melker Pioniere nach Österreich gebracht. „Jeden Dienstag feiern wir in der Früh Heilige Messe. Für alle lebenden und die verstorbenen Angehörigen des Bundesheeres“, sagt er. "Und natürlich feiern wir auch die geprägten Zeiten in besonderer Weise." Eine wichtige Stellung nimmt dabei der jährliche Gedenkgottesdienst für die im Dienst verstorbenen Soldaten des Bundesheeres ein. „Freude und Leid liegen bei uns oftmals ganz nahe beisammen“, ergänzt er. Und wie man selbst - sozusagen an der seelsorglichen Front - vor allem mit dem Leid umgehen könne? Vizeleutnant Markus Stromberger, der auch seit zwölf Jahren ehrenamtlich im Rettungsdienst und beim Kriseninterventionsteam tätig ist hält kurz inne: „Da werden wir zum Beispiel ja auch oft gerufen wenn jemand gerade verstorben ist.“ Schlimm sei es vor allem dann, wenn „der Tod nicht in den natürlichen Ablauf passt. Obwohl es für  Angehörigen immer schlimm ist. Aber mit hohem Alter rechnet man natürlich eher damit, als wenn bei einer Explosion ein Familienvater verstirbt.“

Glaube gibt Halt

Für ihn, der dankbar sei seinen Glauben „auch im Dienst leben zu dürfen“, sei es wichtig auch hier selbst im Glauben verwurzelt zu sein: „Da hat man was, wo man sich festhalten kann." Und Heinz Vieider ergänzt, dass es wichtig sei, selbst gefestigt zu sein um andere festigen zu können und ihnen Halt bieten zu können. Auch Josef Agril gab der Glaube Halt, als seine Mutter verstarb: "Wir haben meine demente Mutter betreut. Das war natürlich auch eine Belastung, aber sie ist dann friedlich einschlafen. Mit einem Lächeln auf den Lippen“, erzählt er. Sein Sohn hätte es zuerst bemerkt und gesagt: "Papa schau, sie lächelt" Und so stellt sich Josef Agril auch die Auferstehung vor: "Ein Lächeln vom lieben Gott. Ein Lächeln und Zufriedenheit." Und Markus Stromberger ergänzt: "Den Himmel glauben wir zwar von Filmen und Bildern zu kennen, aber wie es sein wird wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass etwas ist."  

Dürfen bzw. sollen Ständige Diakone als hauptamtliche katholische Militärseelsorger eingesetzt werden? Können sie im Militärordinariat auch inkardiniert werden? Und gibt es Unvereinbarkeiten beim Einsatz von Angehörigen der Streitkräfte als Militärdiakone im Nebenamt?

Kardinal König - ab 1959 Österreichs erster Militärvikar der Zweiten Republik. In dieser Zeit schuf er die weiteren Grundlagen für die Militärseelsorge und setzte wichtige Impulse, die bis heute wirken. Vor 15 Jahren - am 13. März 2004 - verstarb Kardinal Franz König. Für die Katholische Militärseelsorge ist das Gedenken an Kardinal Franz König besonders durch seine Verbindung zum Österreichischen Bundesheer geprägt.

Nach dem Staatsvertrag 1955 wurde die Militärseelsorge in Österreich wieder ins Leben gerufen und vier Militärseelsorger damit betraut. Es fehlte aber noch eine Leitung, Papst Johannes XXIII. bestellte 1959 den Wiener Erzbischof von Wien, Franz König. Er wurde somit zum „Vicarius Castrensis“ (Militärvikar) des Österreichischen Bundesheeres ernannt. Als Provikar zur Seite gestellt wurde ihm der Salzburger Domkapitular Prälat Johannes Innerhofer, der sich den militärseelsorgerischen Tätigkeiten annahm. Im April 1960 wurde das Militärvikariat als eigene Dienststelle im Österreichischen Bundesheer eingerichtet.

Weiterentwicklung der Seelsorge
Erzbischof Franz König war die österreichische Beteiligung an der Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes ein großen Anliegen. Im Jahre 1960 nahm er mit über 1.400 Soldaten daran teil. Die Anliegen der ihm anvertrauten Soldaten waren ihm wichtig; er zelebrierte Feldmessen - etwa anlässlich der Einweihung von Kasernen, Fahnen oder Standarten. In dieser Zeit entstanden viele Kirchen und Kapellen in den einzelnen Garnisonen. Sein Verdienst ist die Ernennung der St. Georgs-Kirche in Wiener Neustadt zu einer Tochterkirche des Laterans in Roms. Auch setzte er sich in seiner Funktion als Militärvikar für die seelsorgerische Betreuung des Heeresspital in Wien-Stammersdorf ein; ebenso bemühte er sich um ein Zusammenwirken der evangelischen und katholischen Christen beim Militärgottesdienst.

Welche Fragen bewegten ihn?
„Woher komme ich, wohin gehe ich und wofür sind wir da?“ Mit dieser Fragestellung setzte sich Kardinal König zeit seines Lebens auseinander. Er war stets ein Suchender, den seine Neugier und Offenheit antrieb. Kraft schöpfte er durch seinen starken Glauben, der es ihm ermöglichte, auch andere Überzeugungen zu akzeptieren und mit Andersgläubigen ins Gespräch zu kommen, wie sein früherer Pressesprecher, Erich Leitenberger, einmal sagte. Die Religion war für König der Schlüssel zu einem guten Leben. Zu seiner Amtseinführung am 17. Juni 1956 im Stephansdom sagte er in seiner Predigt: „Ich komme nicht als Herr, sondern als euer Mitbruder.“ Er sei dem Ruf, neuer Erzbischof in Wien zu werden, nur „schweren Herzens“ gefolgt, vertraue jedoch auf die Gnade Gottes und die Unterstützung durch seine Mitarbeiter, sagt er. Eine Menschenmenge applaudierte und jubelte ihm zu, als er durch sie hindurchschritt. Im Dezember 1958 ernannte ihn Papst Johannes XXIII. zum Kardinal.

Wer folgte ihm nach?
Kardinal König wollte nicht nur passende Militärseelsorger finden, die in seinen Augen dafür geeignet erschienen, sondern auch ein administratives Umfeld in den Bundesländern schaffen, in dem sich die katholische Militärseelsorge weiterentwickeln konnte. In den Folgejahren knüpfte Kardinal König auch Kontakt zum deutschen Militärgeneralvikar Georg Werthmann. Im Jahre 1968 ersuchte Kardinal König Papst Paul VI. um die Entlastung von den Aufgaben im Österreichischen Bundesheer. König schlug den damaligen Diözesanbischof von St. Pölten, Franz Žak, als seinen Nachfolger vor und diesem Vorschlag wurde auch entsprochen. Paul VI. bestellte ihn im Mai 1969 zum neuen Militärvikar.

„Schattige Plätzchen“ heißt ein Buch von Kathrin Schrocke und Lilli L’Arronge über die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), das in Kooperation zwischen dem Evangelischen Kirchenamt in der Bundeswehr und dem Psychotraumazentrum Berlin entwickelt wurde.

In der Militärseelsorge steht 2019 einiges an: Finden Sie hier einen Überblick über unsere Angebote!

2019 jährt sich der Todestag Maximilian I. zum 500. Mal. Für die Militärseelsorge ist Maximilian dahingehend unter anderem von Bedeutung, dass er 1459 in der St. Georgskathedrale getauft wurde und auf eigenen Wunsch hin hier auch seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Am 12. Jänner findet daher ein Requiem für den Monarchen in der St. Georgskathedrale unter der Leitung von Militärbischof Werner Freistetter statt. Bereits am Tag zuvor, am 11. Jänner, wird Militärbischof Freistetter den neuen Altar in der St. Georgskathedrale einweihen, den die Tiroler Künstler Martin und Werner Feiersinger gestaltet haben. Der neue Altar soll zugleich den Blick in die Vergangenheit auf das Grab Kaiser Maximilians I. freistellen und die zentralen Orte christlichen Glaubens in zukunftsweisender Art formen.

Die St. Georgskathedrale und das Grab Maximilians wird auch Teil der Niederösterreichischen Landesausstellung sein, die unter dem Titel „Welt in Bewegung“ von 30. März bis 11. November in Wiener Neustadt stattfinden wird.

Vom 22. bis 27. Jänner findet in Panama der Weltjugendtag statt, zu dem zehntausende Jugendliche und auch Papst Franziskus in dem lateinamerikanischen Land erwartet werden. Auch eine Abordnung der Militärseelsorge wird am Weltjugendtag teilnehmen. Wir werden selbstverständlich berichten.

Vom 18. bis 20. März ist die Österreichische Bischofskonferenz für ihre Frühjahrstagung zu Gast im Seminarzentrum Schloss Reichenau. Die Militärdiözese fungiert als Gastgeber und lädt am 19. März herzlich zum öffentlichen Gottesdienst mit den Bischöfen in die Barbarakirche in Reichenau an der Rax ein.

Am 16. April findet die Chrisammesse des Militärordinariats in der Soldatenkirche zum hl. Georg in der Schwarzenbergkaserne in Salzburg statt. Über die Osterfeierlichkeiten in der Militärdiözese werden wir rechtzeitig informieren.

Am 24. April findet das Georgsseminar zum Thema „Erinnerungskultur“ an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt statt. Am 29. April feiert die Militärdiözese das Georgsfest, bei dem Personen, die sich um das Militärordinariat verdient gemacht haben, durch Militärbischof Werner Freistetter mit dem Orden des heiligen Georg ausgezeichnet werden.

Zwischen 16. und 19. Mai findet heuer die 61. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes statt. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Auch heuer werden wieder Pilger aus Österreich mit Soldaten und Soldatinnen aus 40 anderen Nationen im südfranzösischen Wallfahrtsort für den Frieden beten.

Diözesanleitung, Militärpfarrer und Militärpfarradjunkten werden heuer vom 23. bis 27. September bei der Gesamtkonferenz der Katholischen Militärseelsorge im Bundesheer-Seminarzentrum Felbertal zur näheren Zukunft der Militärseelsorge tagen.

Von 11. bis 13. Oktober findet die Jahresversammlung der Diakone in der Theresianischen Militärakademie statt. Die Militärdiözese fungiert als Gastgeber. Dieses Jahr feiert die Katholische Kirche zudem das Jubiläum "50 Jahre Diakone in Österreich".

Am 16. Oktober findet die Enquete des Instituts für Religion und Frieden zum Thema Europas Grenzen und ihre Verschiebungen - Von Maximilians Universalherrschaftsanspruch bis zu neuen, mentalen Grenzen zwischen Ost und West bzw. Nord und Süd an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt statt.

Rund um den Nationalfeiertag am 26. Oktober wird die Katholische Militärseelsorge auch heuer wieder im Rahman der Leistungsschau des Österreichischen Bundesheers im ökumenischen Infozelt in der Wiener Innenstadt für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen.

Wir werden alle wichtigen Ergebnisse wie gewohnt über unsere Webseite und auf den sozialen Netzwerken ankündigen und begleiten und wünschen einen guten Start ins Jahr 2019!

Die Katholische Militärseelsorge nimmt an Soldatenwallfahrten - Internationale Weltjugendtage - Katholikentage und viele weitere internationale Veranstaltungen jährlich teil. Diese werden vorwiegend von Soldaten und Angehörige des Östereichischen Bundesheeres wahrgenommen.

Lourdes ist ein Treffpunkt von Soldaten der ganzen Welt. 1944 pilgerten erstmals französische Soldaten nach Lourdes. Daraus entstand eine regionale und später eine nationale Soldatenwallfahrt. Die Katholische Militärseelsorge nimmt seit 1976 alljährlich an dieser Wallfahrt nach Lourdes teil. Lourdes ist der größte Wallfahrtsort der Christenheit und neben vielen anderen Wallfahrtsorten nimmt die Soldatenwallfahrt Lourdes eine Sonderstellung ein.

Im Juli 2002 nahm erstmals die Katholische Militärseelsorge am Weltjugendtagstreffen teil. 1985 rief die UNO als Jahr der Jugend aus. Der Heilige Vater Papst Johannes Paul II äußerte auch den Wunsch ein Jugendtreffen in Rom zu begehen an der über 250.000 Jugendliche teilnahmen. Die Idee war geboren und seither findet der Weltjugendtag, der immer am Palmsonntag innerhalb der Diözesen begangen wird, jedes 2. Jahr auf "globaler"Ebene (im August).

Viele interessante Höhepunkte für die Soldaten der Katholischen Militärseelsorge.

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Pfingsten - ein Fest, das jedes Jahr wiederkehrt, fest verankert in der christlichen Tradition ist, aber dessen Bedeutung sich bis heute bei weitem nicht so leicht erschließt wie das des... Weiterlesen

7 Gaben

7 Gaben

Die 7 Gaben des Hl. Geistes Immer wieder „Sieben“: Die Sieben findet sich etliche Male in der Bibel, es ist ein altes biblisches und vorbiblisches Symbol, das für Fülle und Vollkommenheit... Weiterlesen

Ich glaube an den Heiligen Geist…

Ich glaube an den Heiligen Geist…

Wie oft hat man diesen Satz im Glaubensbekenntnis schon ausgesprochen, aber wie wenig hat man darüber reflektiert, wie selten wurde bewusst gefragt, wer oder was dieser Geist ist. Der Heiligen... Weiterlesen

Mit Maria durch den Mai

Mit Maria durch den Mai

Warum wird sie gerade im Mai so verehrt? Maria, die Mutter Jesu, eine einzigartige, eine bemerkenswerte Gestalt: Sie ist über alle Grenzen hinweg bekannt, von ihr wurden unzählige Portraits gemalt, sie... Weiterlesen

Neuigkeiten aus Lourdes...

Neuigkeiten aus Lourdes...

Wir werden auch in diesem Jahr wieder ausgiebig von der 61. Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes berichten. Auf unserer Webseite finden Sie tagesaktuelle Berichte, für Fotos, Videos und Stimmungsbilder folgen Sie... Weiterlesen

Von Ostern auf Pfingsten zu!

Von Ostern auf Pfingsten zu!

Die Zeit von der Auferstehung bis Christi Himmelfahrt. Das ist der Zeitraum von 40 Tagen, in dem die Kirche daran erinnert, dass Jesus Christus immer wieder seinen Jüngern erschien und... Weiterlesen

So entstand die Soldatenwallfahrt

So entstand die Soldatenwallfahrt

Die jährlich stattfindende Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes entstand 1958 aus einer gemeinsamen Initiative französischer und deutscher Militärseelsorger. Heute ist sie die größte Friedenskundgebung von Soldatinnen und Soldaten in den europäischen... Weiterlesen

60 Jahre Internationale Soldatenwallfahr…

60 Jahre Internationale Soldatenwallfahrt: Damals und heute!

1958-2018: 60 Jahre Soldatenwallfahrt. Vizeleutnant Richard Payer ist 1958 als 20-jähriger Zugführer bei der ersten Internationalen Soldatenwallfahrt dabei gewesen. Heuer, bei der 60. Jubiläumswallfahrt, wird er wieder mitfahren. Ein Erinnerungsbericht... Weiterlesen

Fastenzeit 2019

Fastenzeit 2019

Mit dem Aschermittwoch beginnt die kirchliche Fastenzeit. Er ist somit der erste Tag der österlichen Bußzeit und nicht der letzte des Faschings. Die Fastenzeit - das ist die 40-tägige Vorbereitungszeit... Weiterlesen

30 Jahre Militärordinariat

30 Jahre Militärordinariat

"Ganz nah bei den Menschen und zugleich im Militär beheimatet sein": Das zeichnet mit den Worten von Militärbischof Werner Freistetter die heimische Militärseelsorge aus. Der Bischof eröffnete mit seinen Grußworten... Weiterlesen

Festgottesdienst zum Weltfriedenstag 200…

Weiters war anwesend eine Abordnung der Parlamentarischen Bundesheerbeschwerdekommission und der Militärkommandant von Wien Bgdr Mag. Franz Reiszner, sowie der Verteidigungs- und Militärattache der Republik Kroatien. Mit Militärbischof Mag. Christian Werner konzelebrierten... Weiterlesen

Bildergalerien

30 Jahre Militär...
Altarweihe in der...
Lourdes 2018
Requiem für Kaise...
Weltjugendtag 201...
Bischofskonferenz...