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Alljährlich rund um den 8. Mai, dem Gedenktag an das Ende des Zweiten Weltkrieges, begehen die NÖ Militärpfarren ihren "Weltfriedenstag". Teilnehmer an diesem heutigen Tag waren Militärpfarrer, Pfarradjunkten, Militärpfarrgemeinderäte, Kaderangehörige und Zivilbedienstete aus den Militärpfarren NÖ 1 bis 4, sowie von der Militärpfarre an der Auslandseinsatzbasis in Götzendorf.

Diesmal wurde die Veranstaltung von der Militärpfarre NÖ 4/Langenlebarn organisiert und in der Dompropstei Wiener Neustadt ausgerichtet. Militärdekan Alfred Weinlich konnte dazu den beliebten Neustädter Dompropst Karl Pichelbauer gewinnen, welcher in lockerer, sympathischer und verständlicher Weise zum Thema "Konflikt - Los - Lösung" referierte. In einer Gruppenarbeit sowie in der abschließenden Gesprächsrunde kamen viele Beispiele aus unserem - militärischen - Alltag zur Sprache.

In der Mittagspause war Zeit, ein militärisches Löffelgericht einzunehmen - dabei war es eine besondere Freude, dass auch Militärkommandant Brigadier Martin Jawurek dazustieß - ehe man sich in den benachbarten Wiener Neustädter Dom begab, um den Weltfriedenstag mit einer Eucharistiefeier abzuschließen, welche von der Combo unserer Militärmusik NÖ musikalisch zum Klingen gebracht wurde.

Am 27. März 2019 besuchte der Niederösterreichische Landtag im Rahmen seiner Exkursionsreihe "Landtag im Land" den Truppenübungsplatz Allentsteig. Kommando und Dienstbetrieb des Truppenübungsplatzes haben dazu in Abstimmung mit dem Militärkommando NÖ ein vielfältiges Programm zusammengestellt, bei dem auch Militärpfarrer Oliver Hartl ein Teil zukam.

Gemeinsames Friedensgebet

Nach der Begrüßung der Landtagspräsidenten Karl Wilfing, Gerhard Karner und Karin Renner, der Klubobleute sowie der Landtagsabgeordneten aller Fraktionen und zwei Bundesräte fand man sich in der Kirche der Gedenkstätte Döllersheim zu einem "Friedensgebet" ein. Neben ansprechenden Texten, welche die Themen Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit reflektierten, stellte Militärkurat Hartl auch Auftrag und Tätigkeiten der katholischen Militärseelsorge als wichtige, nicht zu unterschätzende Betreuung und Begleitung der Soldatinnen und Soldaten aller Dienstgrade vor.
Darauf folgte eine Fahrt quer durch den Truppenübungsplatz mit Stationen bei der Schießbahn Thaures, wo gerade das Jägerbataillon 19 aus Güssing in scharfem Schuss zu sehen war, weiters bei dem ersten splittergeschützten Harvester Österreichs sowie in der urbanen Trainingsanlage Steinbach, wo die verschiedenen Möglichkeiten des Häuserkampfes mit optischen und akustischen Übungselementen vorgeführt wurden.

Zu Mittag fand man sich unter dem Motto "Essen wie ein Soldat" im Speisesaal von Lager Kaufholz ein, ehe man zum Abschluss ins Schloss Allentsteig verlegte, wo bei Kaffee und Kuchen noch zahlreiche Fragen gestellt und besprochen werden konnten. Dabei fand auch noch einmal die Militärseelsorge, wie überhaupt der Umstand, dass auch ein "Pfarrer" im militärischen Gefüge verankert ist, positive Resonanz.

45Die Feier des Weltfriedenstages der Militärpfarren Niederösterreichs am 10. Mai 2017.
Ein Aviso der Militärpfarre NÖ2

Es war der 8. Dezember 1967, als Papst Paul VI. beschloss, angesichts der damals weltweit herrschenden Spannungen, sich mit einer Friedensbotschaft an alle Regierenden zu wenden und den Neujahrstag zum Weltfriedenstag zu erklären. Diese Tradition besteht bis zum heutigen Tag. Auch der jetzt amtierende Papst tat dies und begann seine Weltfriedensbotschaft mit folgenden Worten: „… (ich) übermittle … allen Völkern und Nationen der Welt, den Staats- und Regierungschefs sowie den Verantwortungsträgern der Religionsgemeinschaften und den verschiedenen Gruppierungen der Zivilgesellschaft meine tief empfundenen Wünsche für den Frieden.“

In seinem Schreiben stellt er den Aufbau des Friedens durch die aktive Gewaltfreiheit als ein notwendiges Element der Kirche in den Vordergrund und er ruft auf, die Anwendung der Gewalt zu begrenzen: Durch moralische Normen, durch Teilnahmen an den Arbeiten der internationalen Einrichtungen und durch den kompetenten Beitrag vieler Christen zur Ausarbeitung der Gesetzgebung diesbezüglich auf allen Ebenen.

In diesem Sinne soll auch der Weltfriedenstag der MilPfarren Niederösterreichs verstanden werden und wirken. Dieser Bildungstag, für dessen Durchführung die Militärpfarre NÖ2 sich verantwortlich zeigt, findet am 10. Mai 2017 im Bildungshaus Großrußbach statt. Als Vortragender konnte der Theologe und Religionspädagoge  Karl – Richard Essmann gewonnen werden, der im Zuge dieser Veranstaltung zum Thema „Nächstenliebe und Flüchtlingsströme“ referieren wird.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die MilPfarre NÖ2 oder an ihre zuständige Militärpfarre.

Bild: ÖA/Grutschnig

57Eine gemeinsame Veranstaltung der Militärpfarren Niederösterreichs

Am vergangenen Mittwoch (10. Mai) begingen die Militärpfarren NÖ gemeinsam im Bildungshaus Großrußbach den diesjährigen Weltfriedenstag. An die 80 Gäste kamen zu dieser Veranstaltung, für die sich diesmal die MilPfarre NÖ2 verantwortlich zeigte. Der Religionspädagoge und Theologe Karl. R. Essmann führte als  Referent durch diesen Tag, der ganz in der Tradition des vom Papst Paul VI.  begründeten Weltfriedenstages stand.

Das gewählte Thema „Nächstenliebe und Flüchtlingsströme“ wurde ganz bewusst wieder in den Mittelpunkt dieses Tages gestellt, da immer noch Millionen von Menschen auf der Flucht sind und fern ihrer Heimat leben müssen. Die Gründe ihrer Flucht sind religiöser, politischer, sozialer und wirtschaftlicher Natur. Und dass Österreich nicht mehr die Insel der Seligen ist, zeigte die Flüchtlingsbewegung, die 2015 auch Österreich betraf. Obwohl unser Land mit Flüchtlingen und deren Aufnahme kein Neuland betrat (1956 Ungarnkrise, 1968 Tschechenkrise…), tat man sich aufgrund der „Plötzlichkeit“ und der Anzahl der gekommenen Flüchtlinge enorm schwer.

Ein interessanter, abwechslungsreicher und sehr informativer Bildungstag, der aufzeigte, in welche Richtung es wahrscheinlich gehen wird, mit welchen weiteren Problemen wir konfrontiert werden und mit welchen Herausforderungen und Chancen wir diesbezüglich in den nächsten Jahren noch rechnen werden dürfen.

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