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Das Sakrament der Firmung, das ein Art Übertritt ins Erwachsenenalter gilt, erfreut sich in Österreich ungebrochener Beliebtheit. Bundesweit werden rund um Pfingsten - in manchen Pfarren sogar noch bis in den September hinein - auch heuer wieder rund 43.300 junge Menschen bei etwas mehr als 1.230 Firmungen gefirmt und ihnen somit der Heilige Geist in Fülle mitgeteilt. Das geht aus einer "Kathpress" vorliegenden Stellungnahme der Katholischen Jugend Österreich (KJÖ) und aus Abfragen in den Diözesen hervor.

Für die Erzdiözese Wien rechnet die KJÖ heuer mit rund 8.000 Firmlingen. Die Spendung des Sakraments erfolgt in 346 Einzelfirmungen, die sich über einen Zeitraum von April bis Ende Juni erstrecken. Auf der Liste der Firmspender stehen neben Kardinal Christoph Schönborn auch 43 weitere Firmspender, darunter zahlreiche Bischofsvikare, Weihbischöfe oder Äbte. Das Mindestalter für Firmlinge liegt in der Erzdiözese Wien bei 14 Jahren.

In der Diözese Linz spenden heuer insgesamt 35 Spender bei etwa 230 Firmungen knapp 9.000 Jugendlichen das Sakrament. Die erste dieser Feiern fand bereits am 26. April statt. Unterstützung erhält Bischof Manfred Scheuer u.a. von den Altbischöfen Maximilian Aichern und Ludwig Schwarz, Militärbischof Werner Freistetter sowie zahlreichen Äbten, Bischofsvikaren und anderen geistlichen Würdenträgern. Ein einheitliches Mindestalter für die Firmung gibt es in der Diözese Linz nicht. Grundsätzlich liegt es bei zwölf Jahren, in manchen Pfarren müssten die Kandidaten allerdings bereits 14 und vereinzelt sogar 17 Jahre alt sein.

Schwarz spendet in St. Pölten Firmung

Die Nachbardiözese St. Pölten rechnet heuer mit rund 4.800 Kandidaten, die das 12. Lebensjahr vollendet haben müssen. Firmspender sind u.a. Bischof Alois Schwarz und Weihbischof Anton Leichtfried. Eine der 66 Firmungen auf dem Gebiet der Diözese St. Pölten findet am 10. Juni im Dom zu St. Pölten statt. 3.000 Jugendliche und junge Erwachsene haben in der Diözese Gurk-Klagenfurt ihr Interesse bekundete, das Sakrament empfangen zu wollen. Anders als in den vorgenannten Diözesen gibt es in Kärnten beim Firmalter keine diözesane Verordnung, empfohlen wird allerdings die Vollendung des 14. Lebensjahres. Die Vorbereitung dafür dauert in den meisten Kärtner Pfarren vom Christkönigssonntag bis zu Ostern. Insgesamt werden dort heuer Firmungen an 56 Orten abgehalten.

Für die Diözese Graz-Seckau gibt es schon länger keine offiziellen Firmlings-Zahlen mehr. Die letzte Erhebung erfolgte 2015 und verzeichnete rund 8.100 Kandidaten, die von 34 Spendern in 237 Feiern gefirmt wurden. Bei der Bestimmung zum Firmalter lehnt sich die Diözese Graz-Seckau eng an die Vorgabe der Bischofskonferenz an (12 Jahre). Praktisch seien die meisten Firmlinge in der Steiermark rund 14 Jahre alt. Auf dem Gebiet der Diözese Eisenstadt sind für heuer 54 Firmungen geplant. Gefirmt werden die rund 1.700 Jugendlichen von 18 durch Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics beauftragte Firmspender. Die Sakramentenspendung im Martinsdom nimmt der Bischof am 9. Juni ab 10.30 persönlich vor.

In der westlichsten Diözese Feldkirch ist von 61 Firmterminen, rund 1.800 Firmlingen und 15 dafür Bevollmächtigte die Rede. Das Firmalter betreffend gibt es in der Diözese seit einiger Zeit die Bestrebung, dieses auf 17 Jahre zu erhöhen, wobei man sich momentan in einer Übergangsphase befindet und die einheitliche Umsetzung der Vorgabe "17+" spätestens 2027 erreicht werden soll. In der Diözese Innsbruck rechnet die KJÖ heuer mit rund 3.500 Firmlingen, in der Erzdiözese Salzburg sollen 4.500 junge Menschen im Rahmen von 108 Gottesdiensten gefirmt werden.

"Bewusstes Ja zum Glauben"

In Alltagssprache übersetzt, bedeute Firmung laut der ehrenamtlichen KJÖ-Vorsitzenden Magdalena Bachleitner ein "bewusstes Ja zum Glauben" der Jugendlichen, die zugleich aktiv in die Mitverantwortung für Kirche und Welt hineingenommen und von Gott auf ihrem Weg bestärkt werden. Neben der "klassischen" Firmvorbereitung in den Pfarren setzt die KJÖ in den letzten Jahren immer mehr auch auf zusätzliche Angebote für Firmlinge wie etwa Firmwochenenden, Patinnen-Tage, Wallfahrten, Jugendgottesdienste oder "SpiriNights". "Mit diesen Angeboten wollen wir Jugendliche unterstützen, sich bewusst für die Firmung zu entscheiden und ihnen zeigen, dass Kirche mehr sein kann als gemeinsame Gruppenstunden", so Bachleitner.

 

via: Kathpress

Pfingsten - ein Fest, das jedes Jahr wiederkehrt, fest verankert in der christlichen Tradition ist, aber dessen Bedeutung sich bis heute bei weitem nicht so leicht erschließt wie das des Oster - oder Weihnachtsfestes.

Das Pfingstfest zählt für die Christen neben Weihnachten und Ostern zu den Hochfesten im Kirchenjahr. Der Name leitet sich vom griechischen Wort „Pentekoste“ ab, was „der fünfzigste [Tag]“ bedeutet. Damit ist auch der Zeitpunkt „abgesteckt“, an dem es gefeiert wird: Nämlich 50 Tage nach Ostern.

Pfingsten ist und beschreibt mehr ….

Pfingsten ist das drittwichtigste Fest im katholischen Kirchenjahr, es ist zum einen ein Teil des Osterfestes und feierlicher Abschluss des Osterfestes, das eben nicht schon mit dem Ostersonntag sein Ende findet, zum anderen ist es auch das Fest der Entsendung des Heiligen Geistes an die Apostel. Damit ist Pfingsten für viele Katholiken die Geburtsstunde, bzw. der Geburtstag der Kirche.

 

Die Wurzeln dieses Fest

Die Wurzeln des Pfingstfestes reichen bis in die jüdische Tradition zurück, wo es als eines der drei Hauptfeste des Jahres gefeiert wurde. Die christliche Wurzel des Festes findet sich in der Apostelgeschichte. Hier wird sehr bildhaft erzählt, wie der Geist Gottes auf die Jünger Jesu herabkam: "Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder." (Apg 2,2-3)

 

Religion und Brauchtum zu Pfingsten

Die gängigen Bräuche zu Pfingsten haben mit den christlichen Überlegungen zur Herkunft des Hl. Geistes nur rudimentär etwas zu tun. Sie sind meist Frühlings- und Maibräuche. So ist es bis heute üblich, dass der Kircheninnenraum mit frischem Grün, den „Maien“, geschmückt, vor den Häusern Birkenäste hingestellt oder kleine Birkenzweige in die Fenster gestellt werden. Damit, so der Volksglaube, soll der Hl. Geist sich herablassen und den Menschen seine Gaben schenken. Früher wurde das Herabkommen des Hl. Geistes sehr theatralisch in Szene gesetzt: Da wurde vom „Heiligengeistloch“ im Kirchengewölbe eine Taube, teils hell erleuchtet, herabgelassen.

Das Wissen um den Heiligen Geist

Obwohl Pfingsten seit dem Ende des 4. Jahrhunderts gefeiert wird, bleibt das Verhältnis und der Bezug zum Heiligen Geist für viele heutige Christen allerdings sehr abstrakt - und das trotz der Firmung und den damit einhergehenden Firmvorbereitungen. Aber damit finden sie sich in „guter Gesellschaft“. Denn selbst als Paulus auf seiner dritten Missionsreise nach Ephesus kam und die Anhänger Jesu fragt, ob diese den Heiligen Geist empfangen hätten, bekam er zur Antwort: Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt“. (Apg 19,2)

Um leichter einen Eindruck davon zu bekommen, was dieser Geist ist, kann man auch über den Weg des Negativen gehen und fragen, was bewirkt sein Gegenteil, der Ungeist. Kardinal Schönborn beschrieb dessen Wesensmerkmale folgend: Er spaltet, er verspottet, er verachtet, er stiftet Unfrieden, sät Hass und bewirkt Zwietracht.

Dort aber, wo der Hl. Geist zu wirken beginnt, entfaltet sich Liebe, Freude, Langmut, Freundlichkeit, Gute, Treue, Selbstbeherrschung (Gal 5,22-23). Damit wird auch folgender Satz von Karl Rahner wieder prophetisch und bedeutungsschwer: „Löscht den Geist nicht aus“.

Feierliches Hochamt zum Pfingstfest am 19. Mai 2013 in der St. Georgs-Kathedrale
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Beim feierlichen Hochamt zu Pfingsten in der St. Georgs-Kathedrale am 19. Mai 2013 betete der Rektor so wie damals Maria mit den Aposteln: „ Sende aus Deinen Geist und erfülle die Herzen Deiner Gläubigen!“. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst von ARS MUSICA mit der Loreto-Messe von W. A. Mozart.
Zu Beginn sang der Chor unter Leitung von Prof. Peter Hrncirik im gregorianischen Choral das „Vidi Aqua“, während das Volk mit dem am Vortag geweihten Wasser besprengt wurde. Die Pfingstsequenz „Veni Sancte Spiritus, Alleluia“ wurde in der Mozart-Version vorgetragen. In seiner Ansprache ging Militärdekan Mag. Siegfried Lochner auf die Offenbarung des Hl. Geistes mit Feuerzungen und seiner Wirkung im Inneren der Apostel ein. „Alle drei göttlichen Personen geben sich  zu erkennen, der Vater durch die Vernunft, der Sohn durch seine Menschwerdung und der Hl. Geist durch die Augen des Herzens. Der Hl. Geist bewirkt eine reale Erkenntnis über das vergangene Leben und eine Erkenntnis der Sünde, die zu wahrer Reue und Umkehr führt. ‚Wer mich liebt, hält meine Gebote’ sagt Christus. Ein Leben nach den Geboten Gottes ist daher ein Prüfstein für unsere Gottesliebe. Als Getaufte und Gefirmte sind wir zum Tempel des Hl. Geistes mit seinen sieben Gaben geworden, die uns befähigen und  stärken, uns mit Gott zu vereinigen, Zeugnis für die Wahrheit abzulegen und Herrscher über uns selbst zu sein und uns rüsten, uns  für das Gemeinwohl und das gemeinsame Morgen einzusetzen!“
Beim feierlichen Schlusssegen bat der Rektor, dass das Feuer des Hl. Geistes den Glauben in unseren Herzen neu entzünde, damit wir wahre Apostel Christi  seien, erfüllt mit den sieben Gaben des Gottesgeistes, die uns zum ewigen Leben führen!

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