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Militärbischof Werner Freistetter ist als Referatsbischof für die Dreikönigsaktion zuständig.
 
In den Tagen zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag (6. Jänner 2019) sind auch heuer wieder Zigtausende als Sternsinger verkleidete Kinder in ganz Österreich von Haus zu Haus unterwegs, mit Segenswünschen und einer Sammelbox. Gesammelt wird dabei für mehr als 500 Projekte in 20 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika, die armutsbetroffenen Menschen "Hilfe zur Selbsthilfe" bieten. Anhand eines Beispiels auf den Philippinen wurde dabei gezeigt, wie Sternsinger-Projekte vor Ort die Lebensbedingungen von Menschen nachhaltig verbessern.

Insgesamt beteiligen sich an die 85.000 Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene in rund 3.000 Pfarren an der Sternsingeraktion; sie legen dabei laut einer Aussendung der Dreikönigsaktion (DKA) der Katholischen Jungschar eine Strecke von über 420.000 Kilometern zurück, was einer zehnmaligen Umrundung des Erdballs entspricht. Besuche bei Prominenten bilden den Auftakt, allen voran bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der Dreikönigs-Abordnungen aus allen Bundesländern am 29. Dezember in der Wiener Hofburg empfängt. Im Vorjahr sammelten die Sternsinger in ganz Österreich 17,5 Millionen Euro, seit Beginn der Aktion 1954 betrugen die Spenden insgesamt über 425 Millionen Euro.

Für den kompetenten Einsatz der Spendengelder sorgt die Dreikönigsaktion. Die Finanzen des Hilfswerks der Katholischen Jungschar werden jährlich von unabhängigen Wirtschaftsprüfern kontrolliert, zudem garantiert das "Spendengütesiegel" Transparenz und objektive Sicherheit bei der Spendenabwicklung. Ein von allen Sternsingergruppen mitgeführter Ausweis lässt für den einzelnen Spender leicht erkennen, dass die Kinder im Auftrag der Sternsingeraktion der Katholischen Jungschar unterwegs sind.

Schutz vor Konzernen und Klima

Eines der unterstützten Projekte ist auf der philippinischen Insel Mindanao, wo die Hälfte der 26 Millionen Einwohner in Armut lebt. Ihr Land ist zwar sehr fruchtbar, doch hat die Bevölkerung wenig davon: 80 Prozent der Anbaufläche wird von Konzernen für die Produktion von Ananas, Bananen oder Ölpalmen genutzt, die allesamt exportiert werden. Folgen des Klimawandels wie die zunehmenden Taifune, jedoch auch Dürre und Überflutungen machen der Bevölkerung zudem schwer zu schaffen und vernichten ihre Ernte.

Um dem massiven sozialen Problem der Flucht in die Städte entgegenzuwirken, gibt das von der Sternsingeraktion unterstützte Projekt "Agro-Eco" den Bauernfamilien Trainings in Bio-Landbau und Produktvermarktung, erforscht klimaresistente Reissorten, verbreitet Saatgut und organisiert die Bauern im Einsatz gegen Landraub. Die Erfolge stellen sich bereits ein: Dank Unterstützung von "Agro-Eco" können die Bauernfamilien gute Ernten erzielen und haben wieder genügend Nahrung zur Verfügung. "Überschüsse verkaufen sie direkt in der Region", schilderte "Agro-Eco"-Direktor Geonathan Barro bei der Pressekonferenz.

"Ziel unserer Projekte ist es, Kleinbauern zu stärken, damit ihre Lebensgrundalge gesichert ist", erklärte Mayella Gabmann von der Katholischen Jungschar der Diözese Linz. Bauern werde durch die Klimakatastrophen, jedoch auch durch die Großkonzerne, viel abverlangt. Etliche Sternsinger-Projekte widmen sich zudem der Stärkung von Kindern und Jugendlichen durch Aus- bzw. Weiterbildung, sowie auch der Zivilgesellschaft bei der Durchsetzung der Menschenrechte. Sternsinger-Projekte werden meist über einen längeren Zeitraum von etwa zwei, drei Jahren unterstützt, denn: "Armutsbekämpfung braucht einen langen Atem", so Gabmann.
 
 
 
Bischof Freistetter: „Aktiver Einsatz der Sternsinger ist konkrete Hilfe“
 
Friedens- und Segenswünsche brachten am Montagnachmittag die Sternsinger ins Militärordinariat. Militärbischof Werner Freistetter bedankte sich für das tolle Engagement der Sternsinger: „Kinder helfen mit ihrem Engagement Kindern, die es weniger gut haben, das ist eine tolle Sache“ Neben einer Spende für die Dreikönigsaktion, die in diesem Jahr für Projekte in Nicaragua sammelt, überreichte der Bischof auch eine kleine Stärkung für die tollen Sternsinger, die an diesem Nachmittag zum letzten Mal im Einsatz sind. Im Anschluss blieb für die Kinder noch Zeit für die wirklich wichtigen Fragen, zum Beispiel was denn das schnellste Fahrzeug im Bundesheer ist.
Der Weihnachtsbrauch des Sternsingens ging dieses Jahr in seine 64. Auflage: Erneut zogen rund 85.000 Kinder als drei heilige Könige Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet von Haus zu Haus. Sie besingen die weihnachtliche Friedensbotschaft, hinterlassen Haussegen auf den Türen und sammeln Spenden für Hilfsprojekte in armen Ländern
 
Hilfe für die ärmsten Länder
Der Einsatz der Kinder und ihrer Begleiter bewegt weltweit Großes: Bereits 418 Millionen Euro wurden seit Beginn der Aktion im Winter 1954/55 für Entwicklungsinitiativen in Afrika, Asien und Lateinamerika gesammelt. Alleine im letzten Jahr spendeten die Österreicher den Sternsinger 17,1 Millionen Euro, was der Dreikönigsaktion dem allgemein rückläufigen Trend zum Trotz ein Rekordergebnis und Platz fünf aller nationalen Fundraising-Aktionen bescherte. 500 Projekte rund um den Erdball in den jeweils ärmsten Ländern der Kontinente werden mit den Mitteln jährlich unterstützt.
 

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