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Die heimischen Bischöfe rufen die Österreicher auf, an der bevorstehenden Wahl zum Europaparlament am 26. Mai teilzunehmen und jene politischen Kräfte zu stärken, die für die europäische Integration eintreten. "Die österreichischen Bischöfe unterstützen und begleiten aus fester Überzeugung die europäische Integration, weil es dabei um das friedliche Zusammenleben in Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität und somit um höchste politische Werte geht", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung zum Abschluss der dieswöchigen Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz. Europa brauche "eine Politik des Konstruktiven und der Inklusion und nicht der Spaltung und der Ausgrenzung".

Die Bischöfe formulieren in ihrer Erklärung auch einige zentrale politische Hausaufgaben: Ziel der Politik der Europäischen Union müsse es sein, möglichst vielen Menschen eine "Arbeit in Würde" zu ermöglichen. Das gelte im besonderen Maß für junge Menschen, die ohne Arbeit jede Zukunftsperspektive zu verlieren drohen.

Umweltschutz und damit der Einsatz gegen den Klimawandel ist eine zweite zentrale Forderung. "Die notwendigen und ambitionierten Anstrengungen, um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen, müssen gerecht aufgeteilt werden und dürfen nicht auf Kosten der Menschen an den Rändern unserer Gesellschaft gehen", fordern die Bischöfe. Eine nachhaltige Politik verlange neben technischen Lösungen eine "ökologische Umkehr" und das Eingeständnis, dass der Mensch nicht Herr, sondern rechenschaftspflichtiger Verwalter der Schöpfung ist.

Die EU solle sich künftig auch stärker als bisher in der Friedenspolitik und bei der Entwicklungshilfe engagieren: "Europa muss bereit sein, mehr Verantwortung für Sicherheit zu übernehmen. Dabei gilt es auch präventiv den Frieden zu sichern und potentielle Konflikte zu entschärfen, bevor sie ausbrechen." Entwicklungszusammenarbeit, vor allem mit den Ländern Afrikas, müsse ein Teil dieser Bemühungen sein.

Zum Thema "Flucht und Migration" mahnen die Bischöfe eine "gerechte Lösung" ein, die sowohl den Möglichkeiten der einzelnen Mitgliedsstaaten als auch der gegenseitigen Solidarität gerecht wird.

All das sei "nicht in nationalstaatlichem Egoismus zu lösen, sondern bedarf des konzertierten Zusammenwirkens aller Mitglieder der europäischen Familie", halten die Bischöfe abschließend fest.

 

via: Kathpress

Dürfen bzw. sollen Ständige Diakone als hauptamtliche katholische Militärseelsorger eingesetzt werden? Können sie im Militärordinariat auch inkardiniert werden? Und gibt es Unvereinbarkeiten beim Einsatz von Angehörigen der Streitkräfte als Militärdiakone im Nebenamt?

Das Rothschild-Schoss in Reichenau an der Rax. Es schneit in diesen Tagen leicht, manchmal kommt die Sonne durch. Im Inneren tagen die Bischöfe der Österreichischen Bischofskonferenz. Die Militärdiözese durfte diesmal als Gastgeber fungieren. Es gibt viel vorzubereiten, unzählige Handgriffe die zu tätigen sind, sodass die Konferenz von den Rahmenbedingungen einen guten Verlauf nehmen kann. Unverzichtbare Stützen des Vorbereitungs- und Durchführungsteams sind die Gefreiten Matthias Lee und Alexander Katzenbeisser.

Matthias Lee hat eigentlich seinen Grundwehrdienst bereits beendet, sich danach aber zur Miliz gemeldet. "Ich war schon immer in Einsatzorganisationen tätig, zum Beispiel in der freiwilligen Feuerwehr", so Lee. Er habe nun in der Miilz ein Betätigungsfeld gefunden, in dem er sein soziales Engagement noch zusätzlich mit dem beruflichen Umfeld  verbinden kann. Und dieses ist ein besonderes, denn Matthias Lee ist Kirchenmusiker und angehender Dirigent. Die Diplomprüfung für das Prüfungsfach "Orchesterleitung" ist im kommenden Juni. Doch wie kann man musikalisch in der Miliz tätig werden? "Für mich ist das Bundesheer generell interessant gewesen, auch schon während der Grundausbildung. Während meines restlichen Grundwehrdienstes im Militärgeneralvikariat wurde mir die Möglichkeit geboten, mein musikalisches Können und liturgisches Wissen einzusetzen, schließlich war ich schon seit meiner Schulzeit Ministrant und leitete auch zehn Jahre eine Ministrantengruppe."

Die große Leidenschaft von Matthias Lee ist aber die Musik. Schon früh wollten die Eltern, dass ihr Sohn ein Instrument lernen sollte und so probierte Matthias auch verschiedene aus. Doch schon in frühen Jahren faszinierte ihn der Orgelklang beim sonntäglichen Gottesdienst. Als sich die Gelegenheit bot Kirchenorgel zu lernen, war für Matthias die Entscheidung klar. Seit damals lernt er nun Kirchenorgel, schließlich folgte auch das Fach "Dirigat".

Als Musiker ist Lee sehr umtriebig, zu seinen musikalischen Wirkungsstätten zählen beispielsweise der Wiener Stephansdom, die Kathedrale in Santiago de Compostela, die Stephansbasilika in Budapest, das Salemer-Münster, die Kathedrale im mittelitalienischen Perugia, die Schlosskapelle Schönbrunn. Die Liste könnte noch weiter fortgesetzt werden und würde viel zu lange werden, so Lee, aber die Kufsteiner Heldenorgel müsse man dennoch erwähnen.

Ständiger Begleiter des musikalischen Milizsoldaten ist dabei eine kleine Holzmaus, die bei keinem Einsatz fehlen darf. Auch sie hat, wie Matthias Lee selbst, eine besondere Geschichte zu erzählen, die untrennbar mit ihm verbunden ist. "Ein krebskrankes Kind hat mir vor zehn Jahren diese Holzmaus geschenkt. Sie ist für mich nicht nur ein Glücksbringer, sondern auch so etwas wie ein zweites Ich geworden. Leider ist das Kind verstorben. Im Gedenken an das Kind habe ich damals begonnen, die Maus an besonderen Orten, wie dem Parlament oder mit verschiedenen Persönlichkeiten zu fotografieren. Die Wiener Sängerknaben machten bei den Fotos ebenso mit wie Kardinal Schönborn und viele andere Bischöfe." Lee möchte in ein paar Jahren eine Fotoausstellung für einen karitativen Zweck mit diesen besonderen Schnappschüssen machen. Ein Bischof der Bischofskonferenz begegnete der Holzmaus nun schon zum zweiten Mal: Weihbischof Stephan Turnovsky wurde schon im Jahr 2011 anlässlich einer Firmung, bei der Lee ministrierte, mit der Maus verewigt.

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Erfahrung im Ministrieren hat auch Gefreiter Alexander Katzenbeisser, der sich gerne an den Dienst am Altar bei der Taufe seiner Schwester erinnert und         dem es wichtig ist sein Leben von christlichen Werten, wie Nächstenliebe und Gerechtigkeit inspirieren zu lassen. Er absolviert noch bis Ende März seinen  Grundwehrdienst. "Die Tagung der Bischofskonferenz ist sicherlich der Höhepunkt meines Grundwehrdienstes“, so Katzenbeisser, der nach dem Abrüsten Mathematik studieren möchte.

Theologie sei keine Option gewesen, lacht der junge Soldat ,der seine Grundausbildung in Amstetten absolvierte“, wenngleich mein Opa Diakon ist und drei meiner Großtanten im Kloster leben." Dennoch fasziniere ihn die Mitarbeit rund um die Vollversammlung der Bischofskonferenz. "Die Vorbereitung der Bischofskonferenz sei eine tolle Erfahrung gewesen: „Abläufe kennen lernen, den Umgang mit Konferenzteilnehmern, die Vorbereitungen der Bischofsliturgien", stellt Alexander Katzenbeisser fest. "Die Erfahrungen, die ich hier aber auch generell bei der Militärseelsorge sammeln konnte, werden mir sicher auch in Zukunft helfen."

Es sei eben eine komplett andere Art des Grundwehrdienstes, den er hier absolvieren konnte. Er habe die Erfahrung gemacht, dass nicht so sehr der Dienstgrad zähle, sondern die Funktion. So habe er gemerkt, dass er, als "einfacher Grundwehrdiener", bei der Durchführung der Bischofskonferenz eine "relevante Rolle" übernehmen konnte, "für die man wertgeschätzt wird." Er würde allen Grundwehrdienern, die in der Militärseelsorge eingesetzt sind, mit auf den Weg geben, sich nach Möglichkeit bei vielen Projekten einzubringen.

"Es war sicherlich eine Woche an die ich mich gerne erinnern werde", so Gefreiter Alexander Katzenbeisser und Gefreiter Matthias Lee stimmt zu.

Die österreichischen Bischöfe feierten mit den Gläubigen einen Festgottesdienst im Rahmen der Vollversammlung der Bischofskonferenz in Reichenau an der Rax.

Angesichts der gegenwärtigen Situation, in der die Kirche scheinbar nur im Zusammenhang mit Skandalen zum Thema wird, soll sie auf die Kraft des Evangeliums vertrauen. Das hat Kardinal Christoph Schönborn am Dienstagabend bei einem Empfang im Anschluss an einen Festgottesdienst im Rahmen der Vollversammlung der Bischofskonferenz in Reichenau an der Rax hervorgehoben. Die aktuellen Turbulenzen seien "sehr belastend" und das viele Gute in den Pfarrgemeinden würde dadurch in den Hintergrund treten. Dennoch: "Das Evangelium ist eine Kraft, die das Land braucht, die aufbaut, verbindet und Hoffnung gibt", zeigte sich der Kardinal überzeugt.

Im Blick auf gesellschaftliche Veränderungen, wo Christen aus einer nach wie vor bestehenden Mehrheitsposition auch zu einer Minderheit werden können, gelte es nicht aufzustecken. Der Kardinal erinnerte in diesem Zusammenhang an eine Begegnung mit dem früheren britischen Oberrabbiner Jonathan Sacks: "Seid eine kreative Minderheit", so die Empfehlung von Sacks an schrumpfende Kirchen, die in diesem Sinn von der Minderheitenerfahrung des jüdischen Volkes viel lernen könnten. Wer sich als kreative Minderheit begreife, könne dennoch viel bewegen, so Schönborn.

Liturgischer Höhepunkt der Bischofsversammlung war am Dienstagabend ein Festgottesdienst in der Reichenauer Pfarrkirche, dem der Wiener Erzbischof vorstand. In seiner Predigt ging der Kardinal auf die Bedeutung des hl. Josef ein, dessen Hochfest am 19. März begangen wird und der als Beschützer (Kustos) der hl. Familie und der Kirche verehrt wird. Im Evangelium werde über den hl. Josef gesagt, dass er "gerecht" war, weil er seine schwangere Verlobte nicht bloßstellen wollte, sondern bereit war, dass die Leute über ihn schlecht denken. Diese Haltung verbinde ihn mit Jesus, "der lieber das Unrecht auf sich genommen hat, als es selbst zu tun".

Für Christen sei der hl. Josef auch ein Vorbild für die "Gabe der Unterscheidung der Geister, weil er ein reines Herz hatte". Der Bräutigam Mariens sei "ein gerader Mensch" gewesen, "in dem keine Falschheit ist, in den das Licht Gottes hineinleuchten kann" und der ein "Mann der Tat" gewesen sei. Jesus habe an dieser Haltung seines Ziehvaters gelernt, wie man ein gerades Leben führt. Das mache den hl. Josef zu einem Vorbild für Christen, so der Kardinal.

Die Versammlung des österreichischen Episkopats dauert noch bis Donnerstag, 21. März. Über ihre Ergebnisse wird Kardinal Schönborn im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 22. März, um 10 Uhr, informieren. Sie findet im "Club Stephansplatz 4", 1010 Wien, statt.

via: Kathpress

Die österreichischen Bischöfe tagen noch bis Donnerstag in Reichenau an der Rax. Die Militärdiözese fungiert bei der diesjährigen Frühjahrstagung der Bischofskonferenz als Gastgeber.

Drei Wochen nach Ende des vatikanischen Kinderschutzgipfels steht der Opferschutz ganz oben auf der Agenda der Österreichischen Bischofskonferenz. Das hat Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch mit Medien unmittelbar vor Beginn der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe am Montagnachmittag in Reichenau an der Rax erklärt. Aber auch ein "Austausch über den Gesamteindruck" der am Freitag beendeten Apostolischen Visitation in der Diözese Gurk wird ein "wichtiges Moment" der Beratungen sein, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Die Kritik am Anti-Missbrauchsgipfel ist für den Kardinal, der daran als Vertreter Österreichs teilgenommen hatte, "nicht nachvollziehbar": Ziel der päpstlichen Initiative sei es gewesen, die seit dem Jahr 2000 in der Kirche geltenden "sehr strengen Regeln" allen Bischofskonferenzen so ins Bewusstsein zu bringen, dass daraus gemeinsame Standards in der Anwendung der Normen werden. Leider sei dies noch nicht überall angekommen. "Wir halten uns in Österreich seit Jahren an diese Regeln", betonte der Kardinal und verwies auf die 2010 von der Bischofskonferenz beschlossene Rahmenordnung gegen Missbrauch und Gewalt.

"Was hat sich bewährt? Was ist zu verbessern? Was begünstigt Missbrauch?" - diese Fragen stünden im Zentrum der Beratungen der Bischöfe. Laut Schönborn seien "geschlossene Systeme" oft die Voraussetzung für Missbrauch und Gewalt. Dies treffe unterschiedslos auf alle Institutionen zu, in der Gesellschaft genauso wie in der Kirche. Wo "unhinterfragbare Autoritäten" und mangelnde Kritik von Innen und Außen systemisch bedingt seien, drohe Gefahr. Im Blick auf die Kirche stelle zudem der "geistliche Missbrauch" von Menschen ein Problem dar. Die Antwort darauf sei eine Erziehung zur Freiheit. "Da sind wir sicher noch entwicklungsfähig", so der Kardinal.

Erzbischof Franz Lackner und Bischof Benno Elbs werden bei der Vollversammlung der Bischofskonferenz über die Visitation in der Diözese Gurk berichten, "soweit sie das können", führte der Vorsitzende der Bischofskonferenz weiter aus. Beide seien an die Vertraulichkeit gebunden, auch jenen gegenüber, die im Rahmen der Visitation ausgesagt haben. "Es gibt einen Gesamteindruck" und dieser werde Thema der bischöflichen Beratungen sein. "Wir sind da, um miteinander zu reden, in der Sitzung und auch dazwischen", sagte der Kardinal, der gleichzeitig festhielt, dass der Bischofskonferenz in dieser Thematik keine direkte Kompetenz zukomme, denn: "Rom ist zuständig."

Pfarrgemeinderäte und Ehrenamt

Eröffnet wurden die viertägigen Beratungen der Bischofskonferenz im Seminarzentrum des Bundesheeres im Schloss Hinterleiten mit einem Studiennachmittag zum Thema "Pfarrgemeinderäte und Ehrenamt". Die inhaltliche Vorbereitung dafür lag beim für diesen Bereich zuständigen Bischof Alois Schwarz.

Die derzeit vakante Diözese Gurk ist wie bei der letzten Plenarversammlung der Bischofskonferenz durch ihren Administrator, Msgr. Engelbert Guggenberger, vertreten. Nach seiner Bestätigung durch Papst Franziskus nimmt der Zisterzienser Vinzenz Wohlwend erstmals als Abt der Abtei Wettingen-Mehrerau an den bischöflichen Beratungen teil. Weil der bereits für Österreich ernannte Apostolische Nuntius, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, sein Amt noch nicht angetreten hat, wird der interimistische Geschäftsträger der Nuntiatur, Msgr. George George Panamthundil, am Dienstag an den Beratungen der Bischöfe teilnehmen.

Die Versammlung des Episkopats dauert bis Donnerstag, 21. März. Liturgischer Höhepunkt ist ein Festgottesdienst der Bischöfe am Dienstag, 19. März, um 18 Uhr, in der Pfarrkirche St. Barbara in Reichenau an der Rax, zu dem die Gläubigen eingeladen sind. Kardinal Schönborn wird der heiligen Messe vorstehen und predigen.

Über die Ergebnisse der Bischofskonferenz wird Kardinal Schönborn im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 22. März, um 10 Uhr, informieren. Sie findet im "Club Stephansplatz 4", 1010 Wien, statt.

 

via: Kathpress

Militärpfarrer kommen auch aus den Ordensgemeinschaften. Militärkurat Oliver Hartl ist Augustiner-Chorherr und gehört dem Konvent des Stiftes Reichersberg an, zu dem unter anderem acht inkorporierte Pfarren im südlichen Niederösterreich, in der sogenannten Buckligen Welt, gehören. Diese sind dort im "Priorat Pitten" zusammengefasst. Bei der Kapitelsitzung, der Versammlung aller zum Stift gehörigen Chorherren, wurde Oliver Hartl von Propst Markus Grasl zum neuen Prior des Priorates Pitten ernannt, nachdem die Amtszeit des Vorgängers abgelaufen war.
Der Prior des Priorates Pitten ist die Ansprech- und Kontaktperson zwischen dem Stift und den zum Stift gehörigen Pfarren in der Buckligen Welt. Als Mitglied der Stiftsleitung vertritt er zudem die Interessen des Stiftes, der Chorherren und der Pfarren im Priorat gegenüber der Erzdiözese Wien, in deren Gebiet diese liegen.

Frühjahrstagung der Bischöfe findet auf Einladung der Militärdiözese in Reichenau statt. Opferschutz sowie Pfarrgemeinderäte und Ehrenamt stehen auf der Agenda der Bischöfe.

Die österreichischen Bischöfe treten am Montag unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn zu ihrer Frühjahrsvollversammlung zusammen. Auf Einladung der Militärdiözese findet die Tagung im Seminarzentrum des Bundesheeres im Schloss Reichenau (Schloss Rothschild) statt. Ein Hauptpunkt der Beratungen ist der Opferschutz vor dem Hintergrund des kürzlich im Vatikan stattgefundenen Kinderschutzgipfels, an dem Kardinal Schönborn teilgenommen hat. Das erklärte der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, gegenüber "Kathpress".


Eröffnet wird die Vollversammlung der Bischofskonferenz mit einem Studiennachmittag zum Thema "Pfarrgemeinderäte und Ehrenamt". Die inhaltliche Vorbereitung dafür liegt beim für diesen Bereich zuständigen Bischof Alois Schwarz. Gegenstand der Beratungen sind laut Schipka auch jene "aktuellen Themen, die das Verhältnis von Staat, Kirche und Religion betreffen". Darüber hinaus wird es auch einen Austausch im Blick auf die im Mai stattfindenden Wahlen zum Europäischen Parlament geben.

Weil der bereits für Österreich ernannte Apostolische Nuntius, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, sein Amt noch nicht angetreten hat, wird der interimistische Geschäftsträger der Nuntiatur, Msgr. George George Panamthundil, am Dienstag an den Beratungen der Bischöfe teilnehmen. Die derzeit vakante Diözese Gurk ist wie bei der letzten Plenarversammlung der Bischofskonferenz durch ihren Administrator, Msgr. Engelbert Guggenberger, vertreten. Nach seiner Bestätigung durch Papst Franziskus nimmt der Zisterzienser Vinzenz Wohlwend erstmals als Abt der Abtei Wettingen-Mehrerau an den bischöflichen Beratungen teil.

Die Versammlung des Episkopats beginnt am Montag, 18. März, mit dem Fototermin für die Presse um 15 Uhr. Liturgischer Höhepunkt ist ein Festgottesdienst der Bischöfe am Dienstag, 19. März, um 18 Uhr, in der Pfarrkirche St. Barbara in Reichenau an der Rax, zu dem die Gläubigen eingeladen sind. Kardinal Schönborn wird der heiligen Messe vorstehen und predigen.

via kathpress

 

Freistetter: „Großes Dankeschön an die mutigen und engagierten kfb-Frauen“

Benefizfastensuppenessen der Katholischen Frauenbewegung im Kuppelsaal der Technischen Universität Wien am Montagabend. Bischof Freistetter: „Ich möchte alle ermutigen, sich für mehr Frieden und Gerechtigkeit in unserer gemeinsamen Welt einzusetzen.“

Ein großes Dankeschön für die großartige Arbeit der „mutigen und engagierten kfb-Frauen“ formulierte Militärbischof Werner Freistetter am Montagabend in seinen Grußworten beim traditionellen Benefizfastensuppenessen der Katholischen Frauenbewegung Österreich (Kfbö) im Kuppelsaal der Wiener Technischen Universität. Die Aktion Familienfasttag fördere seit mittlerweile über 60 Jahren Projekte für benachteiligte Menschen unabhängig von Ethnie, Religion und Sprache in aller Welt. Durch ihren öffentlichkeitswirksamen Ansatz würde in der österreichischen Bevölkerung Interesse an den Problemen und Lebensbedingungen der benachteiligten Menschen in der sogenannten „Dritten Welt“ geweckt und das Bewusstsein weltweiter Solidarität  gefördert werden, so der Bischof.

Blick auf Amazonien-Synode im Herbst

Die Frauenbewegung sei sich schon immer dessen bewusst gewesen, dass ein Umdenken, eine Veränderung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Strukturen zur Bewahrung der Schöpfung nötig sei. Wie wichtig und aktuell diese Anliegen sei, zeige auch die Amazonien-Synode, die im Herbst dieses Jahres in Brasilien stattfinden wird. „Viele Menschen setzen große Hoffnungen in diese Synode, die ein Zeichen für die Welt sein soll, ein Saatkorn, das über die Region hinaus Früchte trägt“, sagte Bischof Freistetter.

Beim Benefizfastensuppenessen der Katholischen Frauenbewegung kommen traditionell Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen um für die Anliegen von Frauen aus den ärmeren Regionen der Erde aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Kfbö-Vorsitzende Veronika Pernsteiner und die TU-Wien-Vizerektorin Anna Steiger konnten dazu u.a. die Bischöfe Werner Freistetter und Maximilian Aichern, Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka und Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden, begrüßen. Gekommen waren auch Doris Schmidauer, Gattin von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, und Margit Fischer, Gattin von Ex-Bundespräsident Heinz Fischer. Auch zwei ehemalige Ministerinnen - Gabriele Heinisch-Hosek und Maria Rauch-Kallat - waren der Einladung gefolgt, wie auch die VP-Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler. Unter den Gästen war zudem auch die Frauenbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft Amina Baghajati.

Zu einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel hat die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö), Veronika Pernsteiner, aufgerufen. In ihrem Grußwort übte sie Kritik am gegenwärtigen Gesellschaftssystem, das letztlich nur die Logik von Profit, Wachstum und Ausbeutung kenne. Pernsteiner plädierte für einen Wandel hin zu einem System, das auf Genügsamkeit, Kooperation und Solidarität beruht. "Entscheiden wir uns für oder gegen das Leben?", stellte Pernsteiner in den Raum.

Die kfbö-Vorsitzende appellierte zudem einmal mehr an die österreichische Regierung, für die Entwicklungszusammenarbeit genügend budgetäre Mittel zur Verfügung zu stellen. Auch sollte bei Gesetzesentwürfen bereits im Vorfeld darauf Bedacht genommen werden, "dass die Auswirkungen von Gesetzen auf entwicklungspolitische Ziele mitbedacht und überprüft werden".

Vom Papst und junger Schwedin lernen

Die Festrede teilten sich heuer Burgschauspielerin Stefanie Dvorak und Ruth Fartacek vom Netzwerk "System Change Not Climate Change". Dvorak rief zum Innehalten und zum Lernen von jenen auf, die andere Vorstellungen vom Umgang mit der Erde und der Gesellschaft hätten. Als Beispiel verwies sie auf Papst Franziskus und seine Enzyklika "Laudato si", die Frauenrechtlerin, Politikerin und Ordensgründerin Hildegard Burjan (1883-1933) und die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die seit September 2018 für das Klima streikt und tausende Jugendliche in ganz Europa veranlasst hat, ihrem Beispiel zu folgen.

Hildegard Burjan sei davon überzeugt gewesen, dass der technische Fortschritt allein nicht reicht, damit alle Menschen ein gutes Leben führen können, so Dvorak. Es brauche zusätzlich auch Fortschritte im Bereich der Persönlichkeitsbildung, "von Herz und Empathie". Der Papst und Greta Thunberg sagten im Prinzip dasselbe, nur mit anderen Worten, so die Schauspielerin.

Der Kampf gegen die Klimakrise sei letztlich Teil des Kampfes für Gerechtigkeit, betonte Ruth Fartacek in ihrer Rede. Nach wie vor gebe es keine Lösungen für die Klimakrise innerhalb des gegenwärtigen wirtschaftlichen und politischen Systems, so Fartacek: "Wenn sich offensichtlich keine Lösungen innerhalb des Systems finden lassen, dann liegt es wohl am System." Freilich musste sie einräumen: ""Ein Patentrezept zum Systemwandel gibt es nicht."

"Wandel wagen!"

Die "Aktion Familienfasttag" der Frauenbewegung steht heuer unter dem Motto "Wandel wagen! Gemeinsam für eine Zukunft aus eigener Kraft." In ganz Österreich finden während der Fastenzeit Informations- und Bildungsveranstaltungen dazu statt. Mit traditionellen Suppenessen werden zudem konkrete Zeichen der Solidarität gesetzt.

Im Zentrum der diesjährigen Spendenaktion steht die Frauenorganistaion "WODSTA" (Women Development for Science and Technology Association) in Tansania, die den Alltag der Frauen in dem ostafrikanischen Land durch die Herstellung von Energiesparöfen erleichtert. Durch die neuartigen Öfen brauchen die Frauen beim Kochen nur einen Bruchteil des zuvor notwendigen Feuerholzes. Auch in Großküchen, etwa in Schulen, werden die neuartigen Öfen erfolgreich eingesetzt. WODSTA unterstützt zudem auch das Pflanzen von Baumsetzlingen. Rund 180 Frauen in sechs Dörfern haben bisher bei WODSTA ein Training im Ofenbau absolviert. Sie können nun durch die Produktion und den Verkauf solcher Öfen auch ein eigenes Einkommen erwirtschaften.

Die Aktion "Familienfasttag" der Frauenbewegung startete 1958. Inzwischen erzielt die Initiative mit Hilfe ihrer vielen Benefizsuppenessen und weiterer Aktionen ein jährliches Spendenaufkommen von bis zu 2,4 Millionen Euro und unterstützt so mehr als 100 Frauen-Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika.

(red/kap)

Liebe Pilgerinnen und Pilger!


Suche Frieden und jage ihm nach
- unter diesem Motto, entnommen aus dem Psalm 34 (Vers 15), steht die 61. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes. Wir alle sind auf der Suche nach Frieden - für uns, für diejenigen, die uns nahe sind und für die ganze Welt. Das in allen Sprachen der Welt vorhandene Wort für Frieden drückt nicht nur eine tiefe Sehnsucht aller Menschen, sondern auch den Grundauftrag von Soldatinnen und Soldaten aus.

Auch wir, die wir uns auf den Weg nach Lourdes machen, haben diesen Wunsch nach Frieden, der so stark ist, dass wir in ein anderes Land reisen, um gemeinsam mit Pilgerinnen und Pilgern, Soldatinnen und Soldaten aus über 40 Nationen für den Frieden zu beten. Tauchen wir ein in die Atmosphäre von Lourdes, die eine ganz besondere ist. Erleben wir Momente der Ruhe, Besinnlichkeit und des Gebets, aber auch Momente der internationalen Kameradschaft und Gemeinschaft.

Suche Frieden und jage ihm nach - insbesondere der zweite Teil dieses Satzes zeigt uns aber auch,wie fragil der Wunsch nach Friede ist. Es gibt auch heute auf dieser Erde viele Menschen, die in Unfrieden leben und deren Heimat von Krieg und Ungerechtigkeit erschüttert wird. Denken wir ganz besonders auch an diese Menschen und schließen wir sie in unser Gebet mit ein. Es wird uns heute wieder in besonderer Weise bewusst, dass Friede nicht selbstverständlich ist und es sich stets lohnt, für ihn zu beten, ihn zu suchen und ihm nachzujagen.

In diesem Sinne freue ich mich, die 61. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes gemeinsam mit Ihnen begehen zu dürfen!


Ihr + Dr. Werner Freistetter
Militärbischof für Österreich

Hier geht es zum Download: pdf Lourdes Botschaft 2019 (338 KB)

Bei einem ungeschmückten Altar leitete Militärbischof  Werner Freistetter die Fastenzeit ein. „Mit dem Aschenkreuz bekennen wir uns zu Christus“ führte er aus.

 

„Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider“ lautete der Titel der Lesung aus Joel 2, 12-18 und der Kehrvers „Erbarme dich meiner, o Gott, erbarme dich meiner.“ nahm der Bischof als Einleitung zu seiner Predigt: „Wenn es in unsrer Gesellschaft heißt: Tue Gutes und rede darüber!‘ sagt uns Christus eher, wir sollten dies im Verborgenen machen, wenn es unbemerkt bleibt, hat es doch große Auswirkungen dank der drei Elemente der Fastenzeit: Fasten, beten, Almosen geben“, so der Bischof.

Und weiter: „Mit dem Fasten werden wir frei von Abhängigkeiten, im Unerfüllten verweilen mündet ins Gebet! Weg vom Lärm, in Stille und Demut zu verweilen führt uns zur Liebe des Nächsten. Das Herz öffnet sich für die Bedürfnisse der Menschen. Die Fastenzeit ist eine große Übung der christlichen Einstellung mit einem frohen Gesicht als Kinder Gottes. Die Asche ist der Tod, aber auch die Verheißung für neues Leben als Mittel der Reinigung. Das Kreuz mit der Asche bringt uns zu Christi Tod und Auferstehung, wir verlieren nichts, wenn wir fasten, wir leben dann so, wie Gott es gewollt hat!“

Danach erteilte der Bischof das Aschenkreuz an die Gläubigen.

Text: S. Claus

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