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60 Jahre Internationale Soldatenwallfahrt: Damals und heute!

1958-2018 - 60 Jahre Soldatenwallftahrt. Vizeleutnant Richard Payer ist 1958 als 20-jähriger Zugführer bei der ersten Internationalen Soldatenwallfahrt dabei gewesen. Heuer, bei der 60. Jubiläumswallfahrt, wird er wieder mitfahren. Ein Erinnerungsbericht und Ausblick. 1958-2018 - 60 Jahre Soldatenwallftahrt. Vizeleutnant Richard Payer ist 1958 als 20-jähriger Zugführer bei der ersten Internationalen Soldatenwallfahrt dabei gewesen. Heuer, bei der 60. Jubiläumswallfahrt, wird er wieder mitfahren. Ein Erinnerungsbericht und Ausblick. Foto: Privat

1958-2018: 60 Jahre Soldatenwallfahrt. Vizeleutnant Richard Payer ist 1958 als 20-jähriger Zugführer bei der ersten Internationalen Soldatenwallfahrt dabei gewesen. Heuer, bei der 60. Jubiläumswallfahrt, wird er wieder mitfahren. Ein Erinnerungsbericht und Ausblick.

Als im August 1958 ein Reisebus mit 30 Insassen unter der Leitung von Militärsuperior Franz Unger mit dem Ziel Lourdes von Graz aus aufbrach war noch nicht absehbar, dass dies der Auftakt einer einzigartigen Erfolgsgeschichte sein sollte. So stellte die Pilgergruppe, damals noch in zivil, die erste österreichische Abordnung bei der Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes dar. Bereits zwei Jahre später, im Jahr 1960 fuhren uniformierte österreichische Soldaten in den südfranzösischen Marienwallfahrtsort. Österreicher sind also Teilnehmer der ersten Stunde.

Friede auf Erden

Heuer werden über 500 österreichische Soldatinnen und Soldaten bei der 60. Auflage der Internationalen Soldatenwallfahrt unter dem Motto Friede auf Erden erwartet, insgesamt werden wieder über 15.000 Heeresangehörige aus über 40 Nationen in Lourdes gemeinsam für den Frieden beten. Somit ist die Internationale Soldatenwallfahrt die größte Friedenskundgebung innerhalb der europäischen Armeen.

Lourdes ist einzigartig

Für Vizeleutnant Richard Payer (Jahrgang 1938), der dieses Jahr samt Gattin an der 60. Internationalen Soldatenwallfahrt teilnehmen wird, ist es eine Rückkehr an einen liebgewonnenen Ort. „Lourdes war schon immer anders als andere Wallfahrtsorte“, „mit den vielen internationalen Soldaten gemeinsam an der Grotte zu beten, ist ein Erlebnis, das es nirgendwo anders gibt“, so Payer. Dies habe sich auch über die Jahre nicht geändert, auch wenn die Zahl der Pilgerinnen und Pilger immer größer geworden ist. „Die Stadt hat sich über die Jahre natürlich verändert und ist touristischer geworden, das gemeinsame Gebet und die Andacht im Heiligen Bezirk, ist aber nach wie vor einzigartig“.

Mehrtägige Anreise

Die Anreise war Ende der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts natürlich beschwerlicher als heute. Mit einem Reisebus ging es für die 30 Teilnehmer, bestehend aus Kadersoldaten und Angehörigen von Graz über Kärnten, Italien, Monaco und Toulouse nach Lourdes. Übernachtet wurde auf der mehrere Tage dauernden Anreise, wie auch in Lourdes selbst, im mitgebrachten Zelt. „Schon die Anreise im Bus war natürlich ein ganz besonderes Erlebnis von Kameradschaft“, erinnert sich Payer.

Pilgerfahrt zur Mutter Gottes

Zentrale Motivation war für den jungen Zugführer damals eine Pilgerfahrt zur Mutter Gottes. An diesem Grundbedürfnis hat sich für Payer bis heute nichts geändert, auch wenn sich über die Jahrzehnte auch die Soldatenwallfahrt gewandelt habe. „Die Wallfahrt wurde relativ bald auch zu einer Heerschau und ein Ort gelebter internationaler Kameradschaft“, erinnert sich Payer.

Ratschlag für junge Soldaten

Für junge Soldaten, für die es das erste Mal nach Lourdes geht, hat Payer einen besonderen Rat: „Erwartet nicht, dass ihr in Lourdes zu Heiligen werdet“, denn das sei gar nicht Sinn und Zweck der Wallfahrt. „Viel wichtiger ist der Zusammenhalt, das gemeinsame Gebet und der Gottesdienst“. Das seien die wirklich wichtigen Dinge die bleiben und die man auch nicht so schnell wieder vergessen wird, zeigt sich Vizeleutnant Richard Payer überzeugt.

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