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49Ein Klostertag vom 27. auf den 28. April 2017 erlebte der letzte Jahrgang des Militärrealgymnasiums. Betreut vom Frater Isaak, der die Jugendführungen im Stift koordinierte, begeisterte die Militärgymnasiasten, vor allem mit der Grundfrage, gibt es Gott oder nicht? Die Antwort verändere unser Leben!

Gleich zu Beginn wurden die Militärgymnasiasten von der Geschichte des Klosters gepackt - es befindet sich eine Reliquie von Kreuze Jesu in der Kreuzkirche – danach verglichen sie die Uniformen, die bei Mönchen „Habit“ heißen. Statt grün sind sie schwarz-weiß als Reformorden der Benediktiner. Und auf diese Art tun die Zisterzienser Mönche, was sie seit 1133 machen, nämlich beten und arbeiten und dies auf unterschiedlichen Gebieten: in der Forstwirtschaft oder in der Buchbinderei oder bei der Jugendvigil bzw. Gebetsgruppen oder im Sportraum. Sie betreuen 22 Pfarren und bald drei zusätzliche Klöster: das Neukloster in Wiener Neustadt, das Zisterzienserkloster Stiepel in Bochum und bald in Neuzelle (Brandenburg) beleben Zisterziensermönche aus Österreich das Kloster – gut 200 Jahre nach seiner Säkularisation.
 
Der Klostergarten ist besonders schön und erinnert an den Garten Eden, wobei das Paradies das Verständnis bei Gott zu sein heißt. Im Lese-Gang ist das Freiheitszeichen, das Kreuz besonders sichtbar, „Gott liebt Dich so sehr, dass er alles für Dich tut. Aber das muss man erleben“ erklärte Frater Isaak. Die ehemalige Waffenkammer des Stiftes wurde auch besichtigt, es ist die ehemalige Bücherei, „im Leben geht es um einen Kampf“ schilderte der Mönch. Im Parlament des Klosters liegt sogar Friedrich der Streitbare, der Letzte Babenberger.
 „Das Mönchsleben ist ein anderer Lebensentwurf, aber mit der Liebe Jesus und der Verfügbarkeit innerlich erfüllt“ erklärte der lebensfreudige Jugendbegleiter, auch wenn der ewige Profess wie ein Strebegottesdienst ausschaut, man „sterbe“ in dieser Welt und lebe ab nun für Christus. Der Psalm 4 im Vers 8 war das Aha-Erlebnis für Frater Isaak „Du legst mir größere Freude ins Herz, als andere haben bei Korn und Wein in Fülle“ und seitdem könne er dies erleben. Die Bibel sei ja ein Liebesbrief von Gott an uns, erwähnte er in der Gesprächsrunde. Die Jugend solle überhaupt radikalisiert werden, aber radikalisiert für das Gute!
 
Nach dem Morgengebet und die Hl. Messe, die mutigsten Militärgymnasiasten begannen mit den Mönchen um 05.15 Uhr in der Früh, war Sport mit den Mönchen angesagt. Nach dem Mittagsgebet und dem ausgezeichneten Klosteressen, gab es noch eine wunderschöne Begegnung mit einem Künstler, Pater Raphael: „Als freischaffender Künstler lebte ich in Berlin-Brandenburg. Durch meine Berufung zum Mönch von Heiligenkreuz und den damit verbundenen monastischen Dienst ist auch meine künstlerische Berufung nochmals gereift und tiefer geworden, durch konkrete Aufgaben vom Kloster konnte sich meine künstlerische Arbeit für Gott und den Menschen entfalten“. Innerlich gestärkt und mit größerer Lebensfreude verließen die Militärgymnasiasten das Kloster im Wienerwald.

Foto: © MilRG Hptm Prof. Mag. Serge CLAUS

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