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Im Jahr 2014 kommt man – wenn man mit halbwegs – offenen Augen die Medien unseres Landes wahrnimmt kaum am Ge- bzw. Bedenkjahr 1914/2014 vorbei. Eben dieses Bedenkjahr wurde (nach Lesungen, Ausstellungsbesuchen und einem feierlichen Requiem für die Opfer des Ersten Weltkrieges) erneut von der Militärpfarre beim MilKdo Burgenland für die heurige Festakademie am 10. November anlässlich des Patroziniums, bzw. des am 11. November gefeierten Landesfeiertages aufgenommen. So konnten interne und externe Vortragende für Impulsvorträge gewonnen werden.
 
Ein Bericht von MMag. Dr. Alexander M. Wessely, MilSuperior   
 
Nach der Begrüßung durch MilSup. Mag. Dr. Alexander M. Wessely referierte der profunde Bosnienkenner Mjr. Alexander Kovács ausgehend vom Attentat von Sarajewo über die Situation Bosniens 100 Jahre nach diesem denkwürdigen und schicksalsträchtigen Ereignis. Ihm folgte DDDr. Alexander Lapin - orthodoxer Militärseelsorger im Bundesheer - mit Grundzügen der Orthodoxie und orthodoxer Militärethik.
Beide Vorträge konnten in einer Pause bei Kriegsersatzkaffee unter den Zuhörern, welche aus den Garnisonen des Burgenlandes und darüber hinaus aus zivilen Pfarren und Vereinen gekommen waren, besprochen werden.
 
Nach der Pause referierte Prof. Jörg C. Steiner von der Österreichischen-Albert-Schweitzer-Gesellschaft, bzw. vom Institut für Ordenskunde über den Kriegsverlauf des Ersten Weltkrieges anhand der träger der Goldenen Tapferkeitsmedaille. Er schloss seine Ausführungen mit dem erschütternden Bericht eines mit der goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichneten Soldaten ab, der im Krieg nicht nur das Augenlicht verlor, sondern dem auch beide Beine und einen Arm amputiert werden mussten und der - wie er selber niederschrieb - „dennoch froh war, dem Vaterland dienen zu dürfen“.
 
Schockiert und ganz konkret mit dieser Leiderfahrung konfrontiert, stellten sich die Teilnehmer der Festakademie schließlich die Frage, dass, wenn es Gott gibt, dieser letztlich Leid und Krieg zulassen könne. Der Theologe MMMag. Dr. Benedikt Michal, führte letztlich mit seinen Vortrag „Der Liebe Gott und das Leid“ in diese äußerst komplexe und dem Menschen doch so nahe Problematik ein. 
 
Nach der Festakademie wurde – gleichsam als Höhepunkt des Kirchweihfestes – in der Hauskapelle der Martinkaserne die Hl. Messe gefeiert. Hierbei konnte der Militärpfarrer neben dem neuen Kaplan der Eisenstädter Dompfarre P. Bruno Meusburger auch zwei Studenten des Heiligenkreuzer Priesterseminars Leopoldinum, den aus der Abtei St. Paul stammenden Frater Christian Voithofer und Frater Philipp Maria Brachtendorf - aus dem Deutschen Orden - begrüßen. In seiner Predigt ging der Militärpfarrer auf das Teilen, in Bezug auf das Mitteilen, bzw. das Verkünden des Evangeliums ein, welches dem damit Beschenkten gleichsam wie mit einem Mantel umhüllen kann, wie beim Mantel des Hl. Martin.
 
Nach der Predigt wurde schließlich – nach burgenländischem Brauch der junge Wein des heurigen Jahres gesegnet, welcher nach dem Erklingen der Landeshymne am Ende der Hl. Messe, welche von ADir. ObstiR Dieter Jarmer an der Orgel und einem Ensemble der MilMusik Burgenland unter der Leitung von Kplm. Obst Hans Miertl musikalisch begleitet wurde, verkostet.  Bei dieser Gelegenheit konnten Oberst Gerhard Petermann und MilSuperior Alexander Wessely, dem Auftrag und Vorbild des Hl. Martin folgend, Prof. Jörg C. Steiner für die Lebensmittelhilfslieferungen der Österreichischen-Albert-Schweitzer-Gesellschaft nach Rumänien symbolisch den letzten Karton von insgesamt 300kg Teigwaren übergeben, welche in den nächsten Tagen zu den Hilfsbedürftigen in Siebenbürgen transportiert werden.
 
„Verschwörungstheorien“ war das Thema des diesjährigen Berufsethischen Fortbildungsseminars der Heeresunteroffiziersakademie vom 4. bis 6. November 2014 in Enns.
 
Ein Bericht von Christian Wagnsonner   
 
Bei der Frage nach der Realität von behaupteten Verschwörungen sei zu beachten, dass Realität keine objektive Größe, sondern immer von der subjektiven Wahrnehmung, dem persönlichen Hintergrund mit konstituiert wird, so die Psychologin Mag. Barbara Pawlowski vom Heerespersonalamt. Das Gehirn ergänze fehlende Informationen und blende unwesentliche aus, sonst wären wir gar nicht lebensfähig. Verschwörungstheorien müssen nicht immer mit Paranoia zu tun haben, meist arbeiten sie aber sehr geschickt mit dem menschlichen Bedürfnis nach Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit der Welt, mit Angst und Furcht sowie dem Zusammenhalt innerhalb einer Gruppe, der durch eine gemeinsame Bedrohung oder eine gemeinsame Erkenntnis verstärkt wird.
 
Dr. Felix Schneider von der Landesverteidigungsakademie zeichnete ein Bild von der Zeit vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, die von Globalisierung in den Wirtschaftsbeziehungen und großer Fortschrittsgläubigkeit geprägt war, in der die vielen Neuerungen und Entdeckungen die Menschen aber auch verwirrten und verunsicherten. Bei der Neuordnung Europas beim Wiener Kongress waren 100 Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs viele Probleme ungelöst geblieben (deutsche, italienische Frage etc.). Es war die Zeit des Imperialismus, fast die ganze Welt war unter den europäischen Mächten aufgeteilt, mit Ausnahme etwa Chinas und der USA. Letztere waren bereits zur ersten Wirtschaftsmacht aufgestiegen, militärisch aber noch relativ schwach. Der Krieg kam nicht völlig überraschend, wie manchmal dargestellt wird, er wurde durchaus erwartet und war mit der Hoffnung auf eine Lösung zentraler Probleme verbunden. Diese Zeit der Krise brachte auch zahlreiche Verschwörungstheorien hervor, die z.T. auch einen gewissen Einfluss auf die politischen Ereignisse hatten. Juden, Freimaurer und Illuminati, eine kleine bayrische Geheimgesellschaft des ausgehenden 18. Jahrhunderts, die den Idealen der Aufklärung verpflichtet war, zur Zeit des Ersten Weltkriegs aber längst nicht mehr existierte, wurden immer wieder verdächtigt, die historischen Ereignisse in ihrem Sinn zu beeinflussen. So dachte etwa auch Kaiser Karl, dass die Freimaurer Erzherzog Franz Ferdinand aus dem Weg geräumt hätten, weil sie dachten, dass sie erst nach einem Weltkrieg die Welt in ihrem Sinn umgestalten könnten. Andere Theorien vermuteten einen unehelichen Sohn Erzherzog Rudolfs als Attentäter Franz Ferdinands oder sahen den ungarischen Ministerpräsidenten als Auftraggeber. Manche meinten, Großbritannien habe den Krieg initiiert, um einer weiteren Expansion Deutschlands zuvorzukommen. Als das britische Schiff HMS Lusitania mit Munition an Bord südlich von Irland von einem deutschen Torpedo getroffen wurde, wurde vermutet, dass die Briten da indirekt etwas mitgeholfen hatten, um die USA zum Kriegseintritt zu bewegen. Von großer Bedeutung für die Zeit nach dem Krieg und den Aufstieg der Nationalsozialisten wurde die sog. Dolchstoßlegende, nach der die deutsche Armee – ‚im Felde unbesiegt‘ – von der eigenen Politik, von linken Revolutionären und anderen Gruppen in der Heimat gleichsam von hinten erdolcht worden sei. Dabei hatten Hindenburg und Ludendorff, die bekanntesten Vertreter dieser Theorie, selbst bei den Alliierten um einen Friedensschluss angesucht, weil sie die Aussichtslosigkeit der militärischen Lage erkannten.
 
Im Kalten Krieg habe es aus Sicht von MR Dr. Friedrich Korkisch von der Landesverteidigungsakademie kaum Verschwörungstheorien gegeben, wenn man von den Theorien zu den Morden an John F. und Robert Kennedy bzw. dem Tod von Marilyn Monroe absieht. Echte Verschwörungstheorien waren der Vorwurf, die US Army experimentiere unerlaubt und konspirativ in amerikanischen Städten mit B- und C-Waffen, gesichtete UFOs seien in Wirklichkeit Geheimprojekte der US-Armee, und die Mondlandung sei eine einzige große Fälschung gewesen. Größer war die Zahl von Missverständnissen und schwerwiegenden politischen Irrtümern: So verschwieg man etwa in Österreich die atomare Bedrohung. Heute ist klar, dass sowohl die UdSSR als auch die USA konkrete Pläne zum Einsatz von taktischen Atomwaffen in Österreich unter bestimmten Bedingungen hatten. Das Zustandekommen des Österreichischen Staatsvertrags wurde in der Öffentlichkeit nicht korrekt dargestellt, ein großes Gemälde von der Unterzeichnung bewusst „idealisiert“. Im Zug des Vorgehens gegen amerikanische Kommunisten während der McCarthy-Ära wurden sehr viele – zu Recht oder zu Unrecht – der Spionage beschuldigt, viele Künstler und andere prominente Persönlichkeiten standen unter Verdacht und wurden von den Behörden beobachtet. Kritische Nuklearunfälle wurden von beiden Großmächten verheimlicht.
Der Physiker OR Dr. Peter Sequard-Base vom Amt für Rüstung und Wehrtechnik beschäftigt sich seit einiger Zeit mit einer neuen Technologie, die Objekte optisch und für das Radar unsichtbar machen könnte. Wie der einzige Zeuge, Carl Allen, behauptete, sei die USS Eldridge 1943 bei einem Experiment der US-Marine unsichtbar geworden und zudem von Philadelphia nach Norfolk und zurück teleportiert worden. Aus Sicht eines Physikers ist das natürlich nicht glaubwürdig, Experimente zur Unsichtbarmachung von Schiffen gegen Magnetzünder mag es damals aber durchaus gegeben haben. Stealth-Konzepte („Heimlichkeit“) sind heute längst erfolgreich im Einsatz, seit einigen Jahren wird zudem eine andere Technologie entwickelt („Invisibility“ – Unsichtbarkeit, „Tarnkappe“), bei der Strahlen (Licht bzw. Radar) um ein Objekt herum gelenkt werden sollen, ohne Reflex und ohne Schattenbildung. Ein Projekt des Amts für Rüstung und Wehrtechnik hat die theoretischen Grundlagen dieser Technologie nachvollzogen und die Technik im Labor getestet. Aufgrund der geometrisch längeren Wege der um das Objekt gelenkten Strahlen muss die Phasengeschwindigkeit über der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum liegen, was unter bestimmten Bedingungen möglich und berechenbar ist (über gekrümmte Koordinaten).
 
Ist die Bedrohung durch chemische Waffen Fiktion oder real? Chemische Waffen bestehen – so Mjr DI Günter Povoden von der ABC-Abwehrschule – im militärischen Bereich aus dem eigentlichen Kampfstoff, dem Kampfmittel und dem Einsatzmittel, das das Kampfmittel an den gewünschten Ort bringt (z. B. Rakete). Chemische Kampfstoffe sind gasförmige, flüssige, feste oder feinst verteilte flüssige oder feste Stoffe (Ärosole), die durch ihre Wirkung ungeschützte Menschen auf kürzere oder längere Zeit kampfunfähig machen oder töten können. Die Chemiewaffenkonvention verbietet Entwicklung, Herstellung, Besitz, Weitergabe und Einsatz chemischer Waffen. Über 190 Staaten haben sie bereits ratifiziert. Bis 2012 hätten alle Kampfmittel der Unterzeichnerstaaten vernichtet werden sollen. Diese Frist musste allerdings verlängert werden, u.a. wegen des beträchtlichen technischen und zeitlichen Aufwands bei der ordnungsgemäßen Zerstörung chemischer Waffen. So haben die USA 90 % vernichtet, Russland erst 60%, Libyen 54%. Auch im Irak gibt es noch große Bestände, die z.T. schwer zugänglich sind. Im Ersten Weltkrieg wurden 150000 Tonnen chemische Kampfstoffe verschossen: Chlor, Phosgen, Clark I, Clark II, Adamsit und S-Lost. Immer wieder tauchen heute noch v.a. in Belgien, Deutschland oder Italien Blindgänger aus diesem Krieg auf. Im 2. Weltkrieg wurden riesige Mengen chemischer Waffen produziert, aber bis auf einige Ausnahmen (z. B. von Japan in China) nicht eingesetzt. Allerdings wurden Tausende Tonnen versenkt oder begraben und stellen heute für Gesundheit und Umwelt tickende Zeitbomben dar (Mississippi, Skagerrak etc.). Chemische Waffen wurden auch im Krieg zwischen Iran und Irak in großer Menge eingesetzt. Bei einem Angriff in Syrien im August 2013 starben vermutlich ca. 1000 Menschen. Ein Einsatz chemischer Waffen durch Terrororganisationen ist durchaus denkbar, zumal Restbestände im Irak heute sehr wahrscheinlich im Besitz des „Islamischen Staats“ sind. 3D-Drucker können mittlerweile auch Gefäße aus Titan drucken, auf diese Weise könnten internationale Kontrollsysteme leicht umgangen werden. Noch Fiktion ist heute die biotechnologische Synthese von chemischen Kampfstoffen.
 
Welche Bedeutung Verschwörungstheorien in der aktuellen türkischen Politik zukommt, erläuterte Yasemin Aydin von der Journalists and Writers Foundation. Der Niedergang des Osmanischen Reichs und das Bewusstsein, im Ersten Weltkrieg an allen Grenzen gekämpft zu haben und von den Bundesgenossen nicht ausreichend unterstützt worden zu sein, wirken bis heute nach. Religion und religiöse Symbole wurden nach der Gründung der Türkei aus der öffentlichen Sphäre gedrängt bzw. der Kontrolle einer staatlichen Behörde unterstellt. Für viele religiöse Menschen bedeutete der Wahlsieg der AKP 2002 eine große Erleichterung. Tatsächlich setzte die AKP einen Demokratisierungsprozess in Gang, der auch von der EU durch die Aussicht auf einen künftigen Beitritt gefördert wurde. Nach einer Volksabstimmung über die Möglichkeit von Verfassungsänderungen wurden diese positiven Entwicklungen allerdings wieder etwas eingebremst. Die AKP sah ihre Macht gefestigt und zerkrachte sich mit der liberalen Elite. Die Gezi-Park-Proteste führten zu einer Polarisierung der Bevölkerung. Während die einen über das gewaltsame Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten wütend waren und sich den Protesten anschlossen, sahen andere in den Demonstranten Unruhestifter, v.a. als ein Zwischenfall bekannt wurde, bei dem eine Frau mit Kopftuch und Kind überfallen und geschlagen worden sein soll. Erdogans Rhetorik wurde schärfer, er bezeichnete die Demonstranten als Terroristen und verurteilte die ausländische Presse, die über die Gezi-Proteste berichtete. Am 17. Dezember 2013 wurde eine Korruptionsaffäre aufgedeckt, in die u.a. Minister und Söhne von Ministern verwickelt waren. Erdogan bezichtigte daraufhin die Hizmet-Bewegung der Verschwörung und des Putschversuchs, Staatsanwälte und zahlreiche Polizeibeamte, v.a. die, die mit der Korruptionsaffäre befasst waren, wurden abgesetzt bzw. versetzt. Ausländische Mächte stünden hinter der Hizmet-Bewegung und würden sie finanzieren. Die folgende Präsidentenwahl gewann Erdogan recht klar, der Gegenkandidat der Opposition kam nur auf knapp ein Drittel der Stimmen. Ein gewisser Höhepunkt in Sachen Verschwörungstheorie war die Aussage des höchsten Beraters des ehemaligen Premiers und jetzigen Präsidenten, der öffentlich von einem Mordversuch auf Erdogan durch ausländische Mächte via Telekinese sprach.
 
Aus Sicht von Dr. Heidi Lexe (Universität Wien und STUBE) eignen sich Verschwörungstheorien ideal für Erzählungen, weil sie an sich selbst narrativ sind, etwas schwer Einzuordnendes erklär- und erzählbar machen wollen. Dabei können Verschwörungstheorien in Literatur und Film entweder auf bereits existierenden Verschwörungstheorien basieren oder völlig frei erfunden sein. Oft werden bestimmte Ereignisse durch gezieltes geheimes Wirken einer Gruppe im Hintergrund erklärt (Zentralsteuerungshypothese). Im 5. Band von Harry Potter versucht das Zaubereiministerium eine Verschwörungstheorie gegen den Schulleiter Dumbledore in Umlauf zu bringen, sie unterstellt ihm, die Rückkehr Voldemorts erfunden zu haben, um selbst die Macht an sich zu reißen. Dumbledore wiederum reaktiviert den Orden des Phönix, eine konspirative Gruppe, die den Todessern, der Gefolgschaft des Bösewichts Voldemort, entgegentreten soll. Die Trilogie von Ursula Poznanski „Die Verratenen“, „Die Verschworenen“ und „Die Vernichteten“ beschreibt ein negatives Zukunftsbild (sog. Dystopie). Nach einem Ausbruch haben Eliten in Sphären überlebt, draußen kämpfen „Wildlinge“ um ihr Überleben. Die Hauptfigur, ein Mädchen, hört von einer Verschwörung, der sie selbst angehören soll. Auf dem Weg zum Präsidenten sollen die Verschwörer getötet werden, sie können fliehen und werden von Wildlingen aufgenommen. Diese haben offenbar selbst mit der Verschwörung zu tun. Schließlich stellt sich auch die ursprüngliche Katastrophe, der Ausbruch, als Folge einer Verschwörung heraus… Eine weitere Dystopie stellt die Trilogie von Suzanne Collins „Die Tribute von Panem“ dar. Ein autoritäres Regime schickt nach einem missglückten Aufstand jedes Jahr 2 Jugendliche aus jedem Distrikt in eine digital gebaute Arena, um gegeneinander zu kämpfen. Nur einer kann überleben, alle Bewohner sind gezwungen, die Ereignisse in der Arena über Bildschirme zu verfolgen. Dadurch will das Regime seine Macht demonstrieren und weitere Aufstände unterbinden. Als bei einem dieser Hunger Games  die letzten beiden Überlebenden sich mit Beeren zu vergiften drohen, wird beiden das Überleben erlaubt. Durch diese Ereignisse formiert sich allerdings eine Widerstandsbewegung… Der große Erfolg dieser Trilogie liegt vielleicht daran, dass hier schonungslos Selektionsprozesse thematisiert werden, mit denen Jugendliche vielfach konfrontiert sind (Deutschland sucht das Supermodel…) Lexe sieht in Harry Potter und den Tributen von Panem für Jugendliche weniger eine Gefahr (mit Gewalt in den Medien sind Jugendliche unausgesetzt konfrontiert), sondern eine Möglichkeit, politische Bildung nachzuholen, die in der Schule so nicht gelehrt wird.
 
Das Internet ist heute der bevorzugte Ort der Verbreitung von Verschwörungstheorien – so Dr. Christian Wagnsonner vom Institut für Religion und Frieden. Die Pluralität der Zugänge, das weitgehende Fehlen zentraler (staatlicher oder medialer) Kontrollmechanismen, die Anonymität und die Vielzahl von Präsentations- und Interaktionsmöglichkeiten (Blogs, Foren, Kommentare, soziale Netzwerke, Videoplattformen) bietet praktisch jedem und jeder Gruppe die Möglichkeit, die eigenen Ansichten im Internet zu veröffentlichen und sich ohne großen Aufwand mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Das gilt insbesondere für alle Arten von Verschwörungstheorien, die von offiziellen oder von der Mehrheit vertretenen Positionen abweichen. Dabei darf man aber nicht außer Acht lassen, dass sich auch im Internet Ordnungsinstanzen herausgebildet haben, die die Vielfalt der Meinungen wieder einschränken. Google erstellt eine Reihung der Suchergebnisse nach nicht immer ganz einsichtigen Kriterien und schlägt schon bei der Eingabe der Suchbegriffe besonders oft nachgefragte Begriffe vor. Wikipedia ist zwar eine freie, von jedermann veränderbare Enzyklopädie. Allerdings gibt es auch hier eine gewisse Tendenz der Administratoren, aus Sorge um die Seriosität mancher Einträge abweichende und umstrittene Positionen zu entfernen. So kommt im Hauptartikel über die Anschläge des 11. September vor allem die offizielle Position zu Wort. Verschwörungstheoretische Ansätze wurden in einen eigenen Artikel „Verschwörungstheorien zum 11. September 2001“ abgeschoben. Das Internet kann auch selbst Thema von Verschwörungstheorien werden, etwa wenn davon ausgegangen wird, dass es abseits der öffentlich zugänglichen Websites, die von den Suchmaschinen gefunden werden, ein sog. „Deep Web“ gibt, das es Hackern oder dem organisierten Verbrechen ermöglicht, sich ungestört zu vernetzen und umfassende Kontrolle auszuüben.
 
Hptm Mag. Gerd-Alois Hiess MSc vom Institut für Militärethische Studien untersuchte verschwörungstheoretische Ansätze zum Angriff Japans auf Pearl Harbour am 7. Dezember 1941, der zum Kriegseintritt der USA in den 2. Weltkrieg führte: Auf vielen Websites wird auch heute noch die Ansicht vertreten, dass Pearl Harbour ein Bauernopfer war, das die US-Führung bewusst in Kauf nahm, um die pazifistisch eingestellte Bevölkerung für einen Kriegseintritt der USA auf Seiten der Alliierten zu gewinnen. Man argumentiert damit, dass die USA den Funk der Japaner abgehört haben müssten, dass Roosevelt also über den Angriff Bescheid gewusst haben müsse. Der US-Botschafter in Tokio habe bereits drei Tage zuvor vor einem Angriff gewarnt. Die Amerikaner erwarteten einen Angriff, wussten aber nicht, wo er genau erfolgen würde. Pearl Harbour war aber eines der zwei, drei wahrscheinlichsten Ziele. Weiters wird ins Treffen geführt, dass nur mehr die Hälfte der Flugzeugträger in Pearl Harbour lag, und diese zudem bereits relativ alt waren. Die Akten des U-Ausschusses zu Kriegsende liegen übrigens heute noch unter Verschluss. Gegenargumente sind, dass so eine Unmenschlichkeit kaum vorstellbar wäre, dass der Funkcode möglicherweise erst später geknackt wurde, dass in Pearl Harbour auch wichtige Infrastruktur und Ölvorräte lagen, deren Verlust man wohl nicht absichtlich riskiert hätte. Eine Geheimhaltung dieser Verschwörung bis heute wäre außerdem sehr unwahrscheinlich, weil viele Menschen davon wissen und dichthalten hätten müssen.
 
In den Romanen von Frank Herbert über den Wüstenplaneten Dune wimmelt es nur so von Verschwörungen. Seminarleiter MilOKurat MMag. Stefan Gugerel zeigte auf, dass jede Seite neben klaren, deklarierten Positionen und Gegnerschaften auch mindestens eine verborgene konspirative Agenda hat. Der Imperator und Oberbefehlshaber über die Spezialtruppen versucht die mächtigen Häuser gegeneinander auszuspielen, damit sie ihm nicht seine Position streitig machen. Diese wiederum streben nach Erweiterung ihres Machtbereichs, u.a. durch Kontrolle über das Spice, den Stoff, der Leben garantiert und Wahrsagungen ermöglicht. Die Schwesternschaft der Bene Gesserit, starke und mächtige Frauen, hat ein Zuchtprogramm über 90 Generationen durchgeführt, um eine Art Messias zu schaffen. Der Thronfolger eines der Herrscherhäuser, Paul Atreides stellt sich schließlich als der erste Auserwählte heraus. Die mächtigen Navigatoren, eine Spezies von Mutanten, die den Raum krümmen können und für die Raumfahrt unentbehrlich sind, aber ohne Spice-Gas nicht mehr lebensfähig wären, sind in erster Linie an der ausreichenden Spice-Versorgung interessiert. Neben der Verschwörungsthematik berührt Herbert weitere aktuelle Themen wie bewusstseinsverändernde Drogen, Abhängigkeit von Rohstoffen, Widerstand und Guerilla-Kampf, Bedeutung der Mobilität, Kampf für die Umgestaltung des Planeten, Handelsmonopol und Emanzipation. Die Gesellschaften aller vorgestellten Planeten sind fast vollständig militarisiert (auch die „Guten“), setzen exzessiv Gewalt ein, um ihre Ziele zu erreichen. Der Held Paul nennt seinen Widerstandskampf gegen den Imperator und das feindliche Herrscherhaus unbefangen „Dschihad“: Der Roman entstand in einer Zeit, als man im Kampf gegen den Kommunismus in vielen Regionen noch auf die islamische Karte setzte. Von der Dune-Reihe existieren drei Verfilmungen. Visuell besonders beeindruckend ist der Film Dune (dt. „Der Wüstenplanet“) von David Lynch aus dem Jahr 1984.
 
Die Gender-Mainstreaming-Beauftragte des Österreichischen Bundesheers, MinR Mag. Silvia Moosmaier, hob die Gleichwertigkeit aller Menschen als zentralen Sinn dessen hervor, worum es bei Gender Mainstreaming gehe. Bei allen Vorhaben sollen die unterschiedlichen Fähigkeiten, Interessen und Lebenssituationen der betroffenen Personen im Vorhinein und regelmäßig berücksichtigt werden. Gender Mainstreaming will Motivation und gute Arbeitsbedingungen für die Ressortangehörigen fördern. Das soll v.a. durch Veränderung der Rahmenbedingungen geschehen. Der neue Sprachleitfaden „Gemeinsam für Wertschätzung“ sieht als Möglichkeiten einer gendergerechten Sprache die Paarform („Sachbearbeiter und Sachbearbeiterin“), neutrale Formulierungen („Sachbearbeitung“) oder – nur in schriftlichen Dokumenten – das Binnen-I vor.
 
Im letzten Vortrag widmete sich ObstA DDr. Sylvia-Carolina Sperandio MBA von der Militärmedizin verschiedenen Verschwörungstheorien im Bereich Medizin und Pharmakologie: Verschwörungstheorien zur Ebola-Epedemie behaupten etwa, dass die Krankheit bloß erfunden worden sei, der Virus existiere gar nicht. Oder es wird behauptet, dass der Virus identisch mit dem Pockenvirus sei; dass er sich über verunreinigtes Trinkwasser ausbreite; oder dass das Rote Kreuz das Virus nach Westafrika gebracht habe. Es handle sich, so eine weitere Annahme, um eine Bio-Waffe des US-Militärs; der Virus sei zur Bevölkerungskontrolle verbreitet worden; oder Ebola sei bloß der Anlass für das US-Militär gewesen, sich in Westafrika aus anderen Gründen festzusetzen. Ebola ist aber nicht der erste und einzige Thema medizinischer Verschwörungstheorien: So vermutete man immer wieder, dass Pharmafirmen illegale Medikamentestudien in Entwicklungsländern durchführen, dass man Experimente mit Gefangenen macht oder das Trinkwasser mit bestimmten Wirkstoffen versetzt. Sehr häufig ist auch der Vorwurf einer Lenkung der medizinischen Forschung. Aufgrund der hohen Kosten, die die Entwicklung eines Medikaments erfordert, ist die Wissenschaft nicht selten von Investoren abhängig, die bestimmte Erwartungen und Interessen mitbringen. So wird in der Regel für den Kampf gegen Krankheiten, von denen vor allem finanzschwache Patienten betroffen sind (z. B. Malaria), verhältnismäßig wenig Geld investiert. Besonders viele Verschwörungstheorien ranken sich um die Immunschwächekrankheit AIDS: Sie sei von den USA absichtlich nach Afrika gebracht worden; oder: Sie sei von den Sowjets verbreitet worden. Ähnliches gilt in Bezug auf Impfungen: Sie seien dazu da, die Menschen gefügig zu machen oder den Zugang zu den höheren geistigen Fähigkeiten zu verbauen; sie sollen die Menschen in einen Kaufrausch versetzen, spezielle Krankheiten verbreiten, um die Machtübernahme einer bestimmten Gruppe vorzubereiten, die im Besitz des Gegenmittels ist und dann über Leben und Tod entscheidet. Leichtgläubigkeit und Halbwissen, falsche Angaben der Pharmafirmen, die Verbreitung von Panik und Hysterie und das Vertrauen in falsche Autoritäten befördern die Entstehung derartiger Verschwörungstheorien und halten sie am Leben.
 
Vzlt Karl Planner und Vzlt Florian Dieringer (HUAk/Institut 3) stellten im Rahmen des Seminars erstmals offiziell vor einer Gruppe von Multiplikatoren die neue Ausbilderfibel vor. Sie ist beginnend mit Dezember 2013 an der Heeresunteroffiziersakademie entwickelt worden. Die Gesamtleitung liegt bei BMLVS/AusbA. Primäre Zielgruppe ist das militärische Ausbildungspersonal in Erstfunktion bis zum Wachtmeister. Auf der Vorderseite sind jeweils klassische Erfahrungen in der Ich-Form abgedruckt, die Rückseite ist persönlichen Erfahrungen vorbehalten: Die Fibel fungiert auch als Tagebuch, in welches die Soldaten entscheidende berufliche Erlebnisse und Gedanken eintragen können. Über QR-Codes können kurze Videos mit Fremdperspektiven abgerufen werden, in denen sich eine Reihe von Personen, etwa ein Grundwehrdiener, andere Ausbildner, eine Heeressportlerin oder der Generalstabschef, an das künftige Ausbildungspersonal richten. Mit der Verteilung der Fibel an die Bedarfsträger wird noch 2014 begonnen. Die Unteroffiziersanwärter und -anwärterinnen sollten ab Jänner nächsten Jahres damit vertraut gemacht werden.
Traditionelles Totengedenken der Garde und der Gardekameradschaft am 6. November
 
Ein Bericht von Dr. Harald Tripp; MilErzDekan   
 
Am 6. November fand in der Stiftskirche in WIEN das traditionelle Totengedenken der Garde und Gardekameradschaft statt. Militärgeneralvikar i. R. Prälat Rudolf SCHÜTZ betonte die zentrale Bedeutung des christlichen Glaubens an die Auferstehung. Dabei dankte er auch allen Kameraden der Garde für das Miteinander über alle Generationen, welches gerade in dieser Feier spürbar geworden sei. Militärerzdekan Dr. Harald TRIPP betonte die Bedeutung des christlichen Totengedenkens für unsere Kultur und Tradition.
 
Das Kreuz Christi über unseren Grabmälern sei ein Symbol dafür, horizontal wie vertikal die Lebenswirklichkeiten der Menschen zu umfassen und zu ordnen. Auch andere Religionen und Kulturen hätten dabei die Herausforderung zu bestehen, den Einsatz für den Frieden in ehrlicher und transparenter Weise in die demokratischen Strukturen einzubringen um dadurch das Gemeinwohl und das Miteinander der Zivilgesellschaft zu fördern. Die Garde sei hier das entsprechende Biotop, an dem es gelinge, das Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen stets neu und achtsam zu leben, ohne den eigenen Wurzeln untreu zu werden.
 
An der Eucharistiefeier und dem Totengedenken mit Kranzniederlegung nahmen neben der Gardekameradschaft viele aktive Offiziere und Unteroffiziere des Verbandes teil, an der Spitze Gardekommandant Oberstleutnant Stefan KIRCHEBNER.
MilPfarre Burgenland: Die Festmesse bei der Caroluskapelle Bruckneudorf
 
Ein Bericht von MMag. Dr. Alexander M. Wessely, MilSuperior   
 
Traditionell wurde heuer wieder am 4. November, dem Gedenktag des Hl. Karl in, bzw. vor der Karoluskapelle (oder Caroluskapelle) – trotz stürmischen Wetters, welches sogar ein einklemmen des Altartuches unerlässlich machte - das „kleine“ Kirchweihfest der Militärpfarre Burgenland unter Beteiligung der Bediensteten und Soldaten des TÜPl- Bruckneudorf  (an der Spitze der TÜPl-Kdt Oberst Franz Neuhold, der ehemalige Kdt Bgd. iR. Diakon Richard Müllner sowie mit musikalischer Begleitung eines Ensembles der Militärmusik Burgenland unter der Leitung von Oberst Hans Miertl) begangen.
 
Dieser Name des „kleinen Kirchweihfestes“ stammt noch aus der Zeit in der lediglich Bruckneudorf und Eisenstadt militärische Kapellen hatten, der Süden also gleichsam „liturgisch-bauliches“ Brachland war, was sich durch den Bau der Kasernenkapelle Güssing, ja schlagartig änderte. So hat nun Eisenstadt, Güssing und eben auch Bruckneudorf ein eigenes Kirchweihfest, bzw. Patrozinium in der Militärpfarre Burgenland. Und obwohl der Truppenübungsplatz Bruckneudorf über drei Kapellen (Caroluskapelle, Vituskapelle und Spittelwaldkapelle) verfügt und am TÜPl-Gelände nun auch von den Pionieren in Eigenregie eine Barbarakapelle errichtet wird, so gilt doch die Karoluskapelle als die „Garnisonskirche“.
Diese liegt am Nordosthang des Spitalberges und ist auch als „Vaugoin-Kapelle“ bekannt. Die Kapelle in ihrer wiedererstandenen baulichen Gestaltung wurde zu Beginn der 30-Jahre erbaut und 1933 eingeweiht und ist gleichsam als „Garnisonskirche“ des Truppenübungsplatzes anzusehen. Nach verschiedenen Angaben und einer noch existierenden Ansichtskarte soll davor schon eine Kapelle am selben Ort bestanden haben und der Ostbahnbote vom 20. September 1931 schrieb folgendes: „Die so genannte Russenkapelle auf dem Spittelberg wurde umgebaut bzw. fertig gestellt.“
 
Die Kapelle wurde von Militärprovikar Karl Rozy geweiht. Sie wird in Karten auch - wie schon erwähnt - Russenkapelle genannt. Diese Bezeichnung ist sicher unrichtig und könnte vielleicht mit den Resten eines Kirchenbaues aus dem Jahre 1916 im Bereich der „Sappe“ zusammenhängen, an dem russische und italienische Kriegsgefangene beteiligt gewesen sein sollen. Darum wird diese Kapelle von der Bevölkerung seit jeher auch als Russenkapelle bezeichnet. Die Errichtung der Kapelle ist aber auch eng mit dem Namen des Generals d. Inftr., Carl Vaugoin, verbunden, der Heeresminister und kurzfristig auch Bundeskanzler der 1. Republik war. Anlässlich seiner 10-jährigen Ministerschaft gab es für ihn verschiedene Ehrungen, darunter offenbar auch die Errichtung der Carolus-Kapelle. Aus diesem Grund wird die Kapelle auch“ Vaugoin-Kapelle“ genannt. Während der Besatzungszeit verwendeten die sowjetischen Soldaten die Kapelle als Wachlokal und Wachturm.
Die Einweihung der wiedererrichteten Kapelle fand am 27. September 1986 unter der Teilnahme der Bevölkerung von Bruck/L und Bruckneudorf durch Diözesanbischof DDr. Stefan Laszlo aus Eisenstadt statt. Das Innere der Kapelle ist einfach gestaltet und birgt einen hölzernen Hochaltar mit einem gedruckten Bild des Hl. Karl. sowie Gedenktafeln an die Errichtung der Kapelle. Heute finden in der kleinen Kapelle und davor Gottesdienste im Advent oder eben zum Gedenktag des Hl. Karl (4. November), aber auch Taufen und Hochzeiten statt.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
Theresianischen Militärakademie
 
Da Allerseelen heuer am Sonntag fiel, war der Gräbergang am Akademiefriedhof erst am 3. November möglich. Vorher versammelten sich die Gläubigen in der Friedhofskapelle, um besonders für alle in diesem Jahr Verstorbenen zu beten.
„Wir Christen haben die Hoffnung!“ betonte der Akademiepfarrer, während Lichter am Altar für die Verstorbenen angezündet wurden. „Wir werden in die Hände des Heilands fallen, dort wartet er auf uns, um die Finsternis in Licht umzuwandeln! Auch in der Nacht des Todes leuchtet das Licht des Auferstandenen!“ Im Anschluss trugen die Pfarrangehörigen das Licht in den Friedhof und der Akademiepfarrer segnete die Gräber.
... der Katholischen Militärseelsorge am Nationalfeiertag, 26. Oktober 2014
 
Ein Bericht von Militärerzdekan Harald Tripp 
 
Am Nationalfeiertag fand am Heldenplatz in Wien die traditionelle Leistungsschau des Österreichischen Bundesheeres statt. Die katholische Militärseelsorge hatte die Gelegenheit, in einem Zelt gemeinsam mit der evangelischen und orthodoxen Militärseelsorge ihre Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dabei stellte das Institut für Religion und Frieden mit Bischofsvikar Monsignore Werner Freistetter seine Arbeit vor. Hunderte Interessenten hatten die Möglichkeit, mit Militärseelsorgern und Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten schon seit Freitag persönlich in Kontakt zu kommen und in persönlichen Gesprächen deren Aufgaben kennenzulernen.
 
Die Leistungsschau wurde mit einer morgendlichen Eucharistiefeier mit ökumenischer Beteiligung in der Krypta am Heldenplatz begonnen. Dabei unterstrichen Bischofsvikar Militärerzdekan Harald Tripp, Militärsenior Michael Lattinger (Evangelische Militärseelsorge) und Vater Alexander Lapin (Orthodoxe Militärseelsorge)die Bedeutung der Dankbarkeit für die politische Sicherheit und die Herausforderungen der Arbeit für den Frieden, der keine Selbstverständlichkeit ist. Im beständigen Einsatz für den Frieden wurde zu Versöhnung, Gerechtigkeit und besonders zu einer neuen Gesinnung der Solidarität eingeladen, wie sie dem Christsein entspricht.
 
An der Feier, die von der Gardemusik umrahmt wurde, nahmen neben Vertretern des Bundesministeriums für Landesverteidigung der Militärkommandant von Wien, Brigadier  Kurt Wagner, Vertreter des Militärattacheecorps, eine Delegation aus der Region Veneto in Italien sowie zahlreiche Gläubige aus nah und fern teil.
Nach den Kranzniederlegungen des Bundespräsidenten und der Bundesregierung, an denen auch Militärgeneralvikar Leszek Ryzja teilnahm, wurde bei der Angelobung von 900 Rekruten das Gebet zur Angelobung von den drei Vertretern der christlichen Militärseelsorge gesprochen und der Segen auf die anzugelobenden Grundwehrdiener herabgerufen.
Am 24. Oktober 2014 spendete Bischofsvikar Militärerzdekan Harald Tripp in Vertretung des Militärbischofs im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes 16 Soldaten das Sakrament der Firmung. Vorbereitet wurden die Firmlinge durch einen intensiven Firmunterricht, dieses Jahr koordiniert durch Militärdekan Gabriel Reiterer unter Mithilfe von Militärdekan Alfred Weinlich, Militärdekan Wedl sowie Militärkaplan Oliver Hartl. An der Feier nahm auch der Kommandant des Truppenübungsplatzes Allentsteig, Oberst Josef Fritz, teil.

In seinen Worten unterstrich der Firmspender die Bedeutung des Heiligen Geistes für das Leben der Rekruten. Im Heiligen Geist sei der Mensch durch Gott erfüllt, der in uns wohnt. Der Geist sei aber auch Gott, der zu uns redet und den Menschen mit seinem Wort  und Sakrament in Bibel und Eucharistie stärkt. Zudem erfahre der Soldat die Frucht des Friedens als Geschenk des Heiligen Geistes, der auch ein liebevolles Miteinander im Sinne der Kameradschaft ermögliche.
Der festliche Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt durch die Combo-Band der Militärmusik Niederösterreich. Nach dem Gottesdienst gab es bei einem gemeinsamen Mittagessen mit den Firmpaten und Angehörigen noch einen regen persönlichen Austausch.
In seinen Worten unterstrich der Firmspender die Bedeutung des Heiligen Geistes für das Leben der Rekruten. Im Heiligen Geist sei der Mensch durch Gott erfüllt, der in uns wohnt. Der Geist sei aber auch Gott, der zu uns redet und den Menschen mit seinem Wort  und Sakrament in Bibel und Eucharistie stärkt. 
 
Ein Rückblick von Vzlt Alois Kraus:
2013 hatten wir in der Soldatenkirche drei Firmungen, heuer waren es bereits zwei Firmungen mit 17 Firmlingen. Bischofsvikar Militärerzdekan Tripp konnte diesmal vier Soldaten aus Weitra, sieben Soldaten aus Mistelbach, je einen Soldat aus Melk sowie St. Pölten, Allentsteig u. Zwölfaxing das Sakrament des Hl. Geistes spenden.
Alle Kommandanten waren geladen, eine besondere Ehre für die Firmlinge und die Pfarre war die Anwesenheit des Truppenübungsplatzkommandanten Oberst Josef Fritz als Vorbild für alle anderen Kommandanten. Viele Gäste waren angereist, so auch die Combo der Militärmusik NÖ. Ein Danke an die Truppenküche für das abschließende Mittagessen, nächstes Mal aus der Finalisierungsküche!
 
Diese Firmung war dieses Jahr der Höhepunkt aus pastoraler Sicht und lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken.
 
 

... Ursachen und Folgen des Ersten Weltkrieges

Das heurige Gedenkjahr war auch für das Österreichische schwarze Kreuz und die Kriegsgräberfürsorge Anlass für eine Gedenkveranstaltung in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums am 23. Oktober. Dabei konnte ÖkRat Peter RIESER, Generalsekretär Oberst i.R. Alexander BARTHOU sowie der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums, HR Dr. Christian ORTabei konnte ÖkRat Peter RIESER, Generalsekretär Oberst i.R. Alexander BARTHOU sowie der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums, HR Dr. Christian ORNER, zahlreiche Ehrengäste begrüßen, allen voran Bundespräsident Dr. Heinz FISCHER.

Beim Totengedenken verwies Bischofsvikar und Ordinariatskanzler Dr. Harald TRIPP auf die Bedeutung des Totengedenkens als Liebesdienst der Angehörigen und der christlichen Gemeinschaft im Sinne einer Menschenpflicht. Religionen könnten, so der Bischofsvikar, vorausschauend sein, und die Überzeugung mitteilen, dass Krieg ein Übel ist und dass Gewalt niemals im Namen Gottes gerechtfertigt werden, sondern hingegen nur in einer Kultur der Begegnung und des Dialoges der wahre und stabile Friede gegründet werden könne.

Dr. Tripp verwies im Blick auf die Bewahrung und Erhaltung der Kriegsgräber als Erinnerung an Leiderfahrung und Sterben auf das Gedicht „Chor der Steine“ der Nobelpreisträgerin Nelly Sachs, für die die Erinnerung und das Gedenken als unzerstörbare Steine fortexistierten.
In mehreren Wortmeldungen wurde auch in Dankbarkeit auf den jüngsten Besuch und die Bedeutung des Gebetes durch Papst Franziskus auf einem Soldatenfriedhof bei Fogliano di Redipuglia in Friaul (Italien) verwiesen, bei dem Präsident RIESER mit Kameraden die Gelegenheit hatte, den Nachfolger Petri persönlich zu begrüßen und zu begleiten.

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