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Im Rahmen der Reihe 1914-Frieden-2014 des Instituts für Religion und Frieden, des Friede-Instituts für Dialog, der Journalists and Writers Foundation und des Forums für Weltreligionen sprach Univ.-Prof. Dr. Hans Köchler am 21. Mai 2014 an der Landesverteidigungsakademie in Wien über „Krieg im 21. Jahrhundert“. Köchler ist Professor für Philosophie an der Universität Innsbruck und Präsident der International Progress Organisation (I.P.O.), einer NGO mit UN-Beraterstatus. 2000 wurde er von UN-Generalsekretär Kofi Annan zum Internationalen Beobachter beim Lockerby-Prozess ernannt.

Ein Bericht von Christian Wagnsonner   

In seiner Begrüßung erinnerte der Kommandant der Landesverteidigungsakademie, Generalleutnant Erich Csitkovits, an die Schlacht bei Aspern vor genau 205 Jahren. Vieles habe sich seither verändert, mit politischen, sozialen und kulturellen Umwälzung gehe auch eine sich wandelnde Art der Kriegsführung einher. Csitkovits verwies dabei insbesondere auf den war on terrorism, die Problematik gescheiterter Staaten (failed states) sowie cyber war und cyber security.

Dr. Paul Georg Ertl vom Institut für Human- und Sozialwissenschaften stellte in seiner Einleitung drei Dimensionen des Krieges heraus: Mythos (Erzählung), Gewalt und Hodos (Weg) als konkrete Praxis zwischen Mythos und Gewalt. Die Rede vom Krieg sei heute vielschichtiger und diffuser geworden, die große Erzählung, der große Mythos wurde durch viele kleine Mythen ersetzt. Auch die Rede vom Frieden hat sich gewandelt. Friede ist heute mehr als Nicht-Krieg.
Normative Ansprüche sind mit ihm untrennbar verbunden: Sicherung des Lebens, der Freiheit der Menschen und seiner politisch-gesellschaftlichen Ordnung.

Die Spezies Mensch habe sich aus Sicht von Univ.Prof. Hans Köchler in den letzten 100 Jahren im Grunde nicht geändert. Die Friedensliebe ist leider nicht größer geworden. Geändert haben sich lediglich die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Legitimationsstrategien militärischer Gewalt, nicht aber die moralische Qualität der Gewaltanwendung. Vor dem 1. Weltkrieg hatte der staatliche Souverän das Recht, einen Krieg zu beginnen, sofern er ihn formaliter korrekt erklärte. Heute ist gemäß der Charta der Vereinten Nationen nur mehr ein Verteidigungskrieg erlaubt. Allerdings darf der UN-Sicherheitsrat unter bestimmten Umständen kollektive militärische Maßnahmen beschließen, um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren oder wiederherzustellen. Allgemeine Zustimmung in der internationalen Gemeinschaft findet heute zudem das humanitäre Einschreiten zum Schutz des Lebens, wenn der Staat seiner Verantwortung, die Bürger vor schweren Menschenrechtsverletzungen zu schützen (responsibility to protect), nicht nachkommen kann oder will. Ein moralisches Dilemma in diesem Zusammenhang sei, dass das Leben durch Maßnahmen geschützt werden soll, die auch die Zerstörung von Leben implizieren. Heute werde militärische Gewalt meist mit dem Hinweis legitimiert, dass es gar nicht mehr anders gehe, dass man dazu also moralisch gezwungen sei, um einen Aggressor zurückzuschlagen oder Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verhindern. Dabei sei allerdings nicht immer klar, ob die eigentlichen Motive wirklich so moralisch sind. Die Durchsetzung nationaler Interessen spiele bei der Legitimation militärischer Gewalt kaum mehr eine Rolle. Die USA argumentieren in jüngster Zeit allerdings wieder verstärkt damit.

„Möge diese Kapelle ein Ort des Gebetes sein“, diese Worte finden sich auf den Erinnerungs- und Stiftungsurkunden der Kasernenkapelle
Ein Bericht von  Militärsuperior Alexander Wessely
  
Am 21. Mai 2014, also nur einen Tag nach der Rückkehr der (Bus)Wallfahrer der Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes, versammelte ich eine Gruppe von Soldaten (unter ihnen der Kommandant des JgB19) und Gästen in, bzw. vor der Kasernenkapelle Güssing zur Mainandacht und folgte somit dem Aufruf und Wunsch der Urkunden. Somit wurden heuer in allen Garnisonen des Burgenlandes, in Eisenstadt, Bruckneudorf und Güssing, Maiandachten abgehalten.

In seinen Gedanken wies der Militärpfarrer auf die Bedeutung Marias als Schutzfrau der Soldaten hin und ebenso auf die wichtige Funktion der Soldaten im Einsatz für den Frieden. Hierbei griff  er auch seine Erlebnisse mit Veteranen anderer Armeen in Lourdes auf, welche sich für den Frieden einsetzten und somit ihr Leben aufs Spiel setzten, damit andere Leben können. „Das Leben in Frieden, in ausgleichender Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit Gottes muss oberstes Ziel in unserem Ringen sein“, so der Militärpfarrer.
 
Im Anschluss erhielt jeder Teilnehmer eine gesegnete Kerze aus Lourdes. Mit einem gemeinsamen Essen und Gesprächen klang der Nachmittag aus.
 
„Zufall oder göttliche Vorsehung?“, fragten sich Johanna und Johann Galler, als sie zum 70. Geburtstag von Militärbischof Christian Werner eine Kerze aus Sankt Annaberg (Góra Świętej Anny) als Geschenk mitbrachten, die aus seiner Taufkirche in der ehemaligen oberschlesischen Heimat stammte.
 
Ein Bericht von Hauptman Prof. Serge Claus   

Eine lange und enge Freundschaftsgeschichte verbindet das Ehepaar Galler aus St. Egyden am Steinfeld mit dem Militärbischof für Österreich. Oberstudienrat Hans Galler war lange Kollege des Bischofs am Militärrealgymnasium, wo er als junger Religionslehrer begonnen hat. Genau vor 33 Jahren wirkte er als Kaplan der Dompfarre Wr. Neustadt bei der Trauung des Ehepaares Galler mit. Bereits als Militärpfarrer taufte er den 1986 geborenen Sohn Norbert in der Georgs-Kathedrale der Militärakademie. Die Messe zur Silberhochzeit des Paares zelebrierte der Bischof in der Privatkapelle der Familie Liechtenstein auf der steirischen Riegersburg.
 
Vom 30. April bis zum 4. Mai 2014 nahmen Johanna und Johann Galler an der Wallfahrt der Militärpfarre an der Theresianischen Militärakademie unter der Leitung von Militärdekan Siegfried Lochner nach Polen und Tschechien teil. Da sie zum Dankgottesdienst von Bischof Werner am 16. Mai 2014 eingeladen waren, wollten sie dem Jubilar etwas Persönliches übergeben. Sie haben an den einzelnen Wallfahrtstätten in Polen einige charakteristische Geschenke gekauft, zu einem „Geschenkkorb“ zusammengefügt und dem Bischof übergeben.
Die Rührung der Beteiligten war sehr groß, als Christian Werner sagte: „Diese Kerze ist von der Kirche Sankt Annaberg in Oberschlesien, in der ich getauft wurde und meine Mutter die Firmung empfangen hat!!!“.
  
Auch heuer folgen wieder viele Soldaten und Zivilbedienstete des Österreichischen Bundesheeres dem Ruf der internationalen Soldatenwallfahrt von 15. bis 19. Mai im französischen Lourdes. Knapp 470 österreichischen Pilger besuchen unter der geistlichen Leitung von Militärbischof  Christian Werner den Marienwallfahrtsort in Südfrankreich.
 Ein Bericht von Regina Kaiser   

Die Militärmusik Tirol unter der Leitung von Kapellmeister Oberstleutnant Hannes Apfolterer begleitet die österreichischen Pilger und trägt zur musikalischen Vielfalt dieser Tage in Lourdes bei. Insgesamt nehmen rund 12 000 Soldaten und Resortangehörige aus über 40 Ländern an der 56. Internationalen Soldatenwallfahrt teil.
Die Österreicher begannen ihre Wallfahrt am Donnerstag mit dem Kreuzweg und einem anschließenden Bußgottesdienst in der Maria-Empfängnis-Basilika. Der erste Abend in Lourdes wurde von vielen Pilgern zum gegenseitigen Kennenlernen  genutzt. Am Freitagmorgen wurde das internationale Zeltlager mit einer Zeremonie eröffnet, danach feierten die Österreicher gemeinsam mit den deutschen und schweizer Kameraden eine Heilige Messe bei der Grotte.
 
Das „Militärseelsorgezentrum minor“  wurde Anfang Mai dieses Jahres fertiggestellt. Nun ist der militärische Süden des Burgenlands liturgisch "autonom"
Ein Bericht von Militärsuperior Alexander Wessely

Am 29. April von SE. Christian Werner die Kasernenkapelle „Unsrer lieben Frau vom Rosenkranz“ geweiht, nur knapp eine Woche später wurde das „Militärseelsorgezentrum minor“ der Militärpfarre Burgenland fertig. Dabei handelt es sich um einen Raum in der Kaserne Güssing, welcher als Sakristei, bzw. Ausspracheraum dient. Die Ausstattung des Raumes verfügt neben dem Platz zu 4 Augengesprächen über eine komplette "Messausstattung": Messgewändern in allen liturgischen Farben, 2 Kelchen, 2 Hostienschalen (davon eine mit Deckel für Feldgottesdienste), eine Taufgarnitur, Weihrauchkessel, Weihwasserkessel, liturgische Bücher usw. Durch die Atmosphäre des Raumes und seine Nähe zur Kasernenkapelle ist es auch für alle bei der Liturgie tätigen Personen möglich, sich in aller Ruhe auf die Liturgie vorbereiten zu können.
  
Durch die Errichtung des „Seelsorgezentrums minor“ (der Titel bezieht sich auf die Basilika minor in Güssing) ist der militärische Süden des Burgenlandes nun liturgisch "autonom". Eine gute seelsorgliche Basis im Süden ist somit entstanden und dank großzügiger Spenden finanziert worden. Nur zu den Feldgottesdiensten wird der Militärpfarrer noch mit dem Feldmesskoffer ausrücken müssen, aber dies ist eine andere Geschichte.

Maiandacht

Mai 09, 2014
Auch heuer wurde am 8. Mai die Tradition der Maiandacht bei der Antoniuskapelle in Kleinhöflein fortgeführt. Erstmals mit dabei: der Chor des Spitals der Barmherzigen Brüder
Ein Bericht von Militärsuperior  Alexander Wessely

Schon traditionell versammelten sich fast 200 Gläubige am 8. Mai 2014 bei der Antoniuskapelle im Wald von Kleinhöflein zur Mainandacht der Militärpfarre Burgenland, welche von der Militärmusik Burgenland unter der Leitung von Kapellmeister Oberst Hans Mirtl gestaltet wurde. Erstmals wurde die Militärmusik vom Chor des Spitals der Barmherzigen Brüder, unter der Leitung von Obst iR Prof Rudolph Schrumpf unterstütz. Prof. Schrumpf war auch vor 19 Jahren die Renovierung und somit Rettung der schon verfallenen Antoniuskapelle zu verdanken, welcher er mit Militärmusikern in deren Freizeit wiedererrichtete, sodass sie heute ein kleines Wallfahrtsziel für viele Kleinhöfleiner und Eisenstädter geworden ist.
 
Im Mai findet auch eben die traditionelle Maiandacht statt. Heuer wurde bei den Texten der Maiandacht das „Magnifikat“ betrachtet und meditiert, wobei die Texte in der Predigt von Militärsuperior Alexander Wessely durch die Augen der neuen großen Heiligen – dem Hl. Johannes XXIII und dem Hl. Johannes Paul II – betrachtet wurden. 
Nach der Maiandacht wurde zu einer kleinen Agape geladen, deren Spendenerlös zur Gänze der Erhaltung der Kapelle an Prof. Schrumpf, der sich mit seiner Familie um diesen kleinen Gnadenort kümmert - übergeben wurde. Schließlich steht nächstes Jahr das 20-Jahrjubiläum an, wo die Kapelle erneut im neuem Glanz erstrahlen soll.
Feierlicher Dankgottesdienst  am 6. Mai 2014 zum 20-jährigen Amtsjubiläum und 70. Geburtstag von Militärbischof Christian Werner. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Kirche und Militär stellten sich als Gratulanten ein
Ein Bericht von Kaiser Regina   

Der Militärbischof für Österreich, Christian Werner, lud am Dienstag, den 6. Mai 2014, zum Dankgottesdienst anlässlich seines 20-jährigen Amtsjubiläums und seines 70. Geburtstags in die St. Georgs-Kathedrale an der Theresianischen Militärakademie zu Wiener Neustadt ein. Unter den rund 400 Gratulanten waren der Apostolische Nuntius, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, der Chef des Generalstabs General, Othmar Commenda, Bundesrat Martin Preineder und der Bürgermeister von Wiener Neustadt, Bernhard Müller BA MPA.
 
Der Diözesanbischof von St. Pölten, Dr. Klaus Küng, würdigte in seiner Predigt das bisherige Wirken von Bischof Werner sowie sein Engagement für die Militärdiözese und die besondere Sorge um die Soldaten und ihre Familien. Auch der Apostolische Nuntius Erzbischof Zurbriggen bedankte sich im Namen des Heiligen Stuhls herzlich für das große Engagement von Bischof Werner in der Militärseelsorge in den vergangenen Jahrzehnten.
Während des anschließenden Festakts im Burghof unterstrich der stellvertretende Kommandant der Theresianischen Militärakademie, OberstdG  Franz Hollerer, die Wichtigkeit der Militärseelsorge im Hinblick auf die steigende Zahl an Krisenherden, allen voran die aktuelle Situation in der Ukraine. Bundesrat Martin Preineder, in Vertretung des Landeshauptmannes  Erwin Pröll, sprach seine Dankbarkeit für die Menschlichkeit des Bischofs aus. Der stellvertretende Generalstabschef, Generalleutnant  Bernhard Bair, überbrachte die Glückwünsche seitens des Militärs.
 
Vom Soldaten zum Bischof
Christian Werner wurde am 27.12.1943 in Gogolin im heutigen Polen geboren, absolvierte die Theresianische Militärakademie, von der er 1967 ausmusterte. Anschließend kümmerte er sich als Erzieheroffizier um die Zöglinge des Militärrealgymnasiums in Wiener Neustadt. Nach seiner Berufung zum Seelsorger begann er das Studium der Theologie und besuchte das Priesterseminar St. Pölten. Am 29. Juni 1977 weihte ihn der Militärvikar und St. Pöltner Diözesanbischof Franz Zak in St. Pölten zum Priester. Nach dreijähriger Tätigkeit als Kurat im Dom zu Wiener Neustadt wurde er 1980 Militärseelsorger beim Militärkommando Niederösterreich und 1986 Militärpfarrer an der Theresianischen Militärakademie. Am 9. Jänner 1992 ernannte Papst Johannes Paul II. Christian Werner zum Titularbischof von Eca und Bischofskoadjutor des Österreichischen Militärordinariats. Die Bischofsweihe empfing er am 2. Februar 1992 in der St. Georgs-Kathedrale zu Wiener Neustadt durch Militärbischof Alfred Kostelecky, Bischof Franz Zak und Bischof Kurt Krenn. Sein Wahlspruch lautet „Christus Pax Nostra“ (Christus ist unser Friede). Als Bischof Kostelecky am 22. Februar 1994 verstarb, folgte er ihm als Militärbischof nach. Am 11. Oktober 1997 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Wiener Neustadt transferiert. Aus gesundheitlichen Gründen bot er im Oktober 2013 Papst Franziskus seinen Amtsverzicht an, bleibt jedoch bis zur Annahme seines Rücktrittgesuchs im Amt.
 
Ein Bischof in der Phase der Veränderungen 
Die vergangenen 20 Jahre seines Wirkens als Militärbischof waren von Transformationsprozessen im Österreichischen Bundesheer geprägt, die auch die Militärseelsorge berührten. Zur Förderung der berufsethischen Bildung im Österreichischen Bundesheer gründete er 1997 das Institut für Religion und Frieden. Auch die Notfallseelsorge wurde unter Bischof Werner intensiviert. Bei großen Übungen des Bundesheeres feierte er oftmals mit den Soldatinnen und Soldaten die Feldmesse und nahm regelmäßig an der jedes Jahr im Mai stattfindenden Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes teil.
 
Neue pastorale Leitlinien für die Katholische Militärseelsorge
Im Herbst 2013 berief Bischof Werner erstmals in der Geschichte der österreichischen Militärseelsorge eine Diözesansynode ein. Im Lauf des synodalen Prozesses wurden neue pastorale Leitlinien für die Zukunft der Katholischen Militärseelsorge erarbeitet, die Bischof Werner am 14. April 2014 im Rahmen der Chrisammesse als Schlussdokument der Diözesansynode 2013 feierlich unterzeichnete.
"An uns Soldaten der Kaserne liegt es nun, aus dieser Stätte ein würdiges Zentrum des Friedens und der Einkehr zu machen." Die Soldatenkapelle in Güssing -  ein Bauwerk des Glaubenswurde ist nun fertig gestellt und wurde feierlich von Militärbischof Christian Werner geweiht
Ein Bericht von Militärsuperior Alexander Wessely
 
Durch den Regen bedingt musste mit einem Zelt vor der Kapelle improvisiert werden, welches dann auch noch vom Sturm beschädigt wurde, aber dennoch war es ein feierlicher Gottesdienst mit S.E.  Christian Werner, dem MilPfarrer beim SkFü Militädekan  Christan Thomas Rachlé, dem Stadtpfarrer von Güssing, P. Raphael und dem ehemaligen Provinzial P. Anton. Militärsuperior Wessely leitete in Chorkleidung durch die Liturgie. Geprägt war die feierliche Hl. Messe durch die Einsetzung der Altarreliquie, welche von der Allerheiligenlitanei eingeleitet wurde, der Weihe der Kapelle selbst und schließlich durch die Altarweihe, bei welcher der Altar gesalbt und Weihrauch auf ihm verbrannt wurde. Nur die Kerzen wollten - aufgrund des starken Windes nicht brennen... Was aber der Freude über die eigene Kapelle des JgB 19 keinen Abbruch tat.
 
Gedanken zur Kapelle, zu Papier gebracht von Vizeleutant Heinz Maikisch
In seinen - in einem Faltblatt aufgelegten - Gedanken, schilderte Vizeleutant Heinz Maikisch die Sehnsucht vieler Soldaten, endlich eine eigene Kapelle in ihrem Bereich zuhaben: „Keine großen Seuchenzüge im Mittelalter, keine ruhmreichen Feldzüge in der Vergangenheit. Nein, einfach ein schlichter Ort der Einkehr, ein Platz zum Nachdenken und zum Danke sagen, vielleicht auch einmal ein Ort zum Empfang der Sakramente. Dies war der Grund zum Bau einer kleinen Kapelle. Durch Herrn Militärsuperior Wessely Alexander wurde unser Wunsch erfüllt und ein kleiner, aber feiner Zufluchtsort errichtet. Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ an die Schüler und Lehrer der Landesberufsschule Pinkafeld, an der Spitze Herrn Landesschulrat Oberstleutnant der Reserve Luisser Friedrich, die unermüdlich am Bau mitgeplant und mitgearbeitet haben. Ebenso ein Dankeschön an das Militärkommando Burgenland, ohne dessen Mithilfe ein Zustandekommen nur schwer möglich gewesen wäre. Hier ein besonderer Dank an Herrn Offiziersstellvertreter Hofer Willi und seine Mannen, die unermüdlich an der Errichtung gearbeitet haben. Nicht zuletzt ein „Vergelt´s Gott“ an alle, die zum Gelingen dieses kleinen geistlichen Zentrums in irgendeiner Weise mitgearbeitet haben. An uns Soldaten der Kaserne liegt es nun, aus dieser Stätte ein würdiges Zentrum des Friedens und der Einkehr zu machen.“
 
Die hier wiedergegeben Gedanken und der Dank an alle am Bau Beteiligten wurden durch den ganzen Gottesdienst hindurch getragen. Ein (zum Nachdenken anregendes) Lied gesungen von einem Unteroffizier des JgB 19 am Ende der Feier - welche von Grußworten aus Militär (für das Militärkommando sprach der Militärkommandant von Burgenland Brigadier Johann Luif) und Politik (in Vertretung des Landeshauptmannes Stellvertreters sprach Bundesrat Walter Temmel und für den Landeshauptmann Frau Landesrätin Verena Dunst) beendet wurde, rundeten den Festakt ab. Im Anschluss konnte bei einem Gläschen Wein auf die Kapelle angestoßen werden. Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen gab es keinen Ehrentisch. Dieser hätte wohl der Intention der Feier widersprochen, wo wir uns als Christen um einen Altar versammelt hatten, als Schwestern und Brüder. So konnte beim Ausklang des Festes Jeder Jedem begegnen.
 
Zahlreiche Besucher folgten der Einladung zur Weihe der Kapelle
Die vielen Kameraden von Bundesheer, ÖKB, FF, Polizei (mit ihrem Polizeidiakon), die zahlreichen Zivilbediensteten und Gäste aus dem Burgenland, der Steiermark, Wien sowie Ober- und Niederösterreich (unter anderem Frau Bundesrätin Adelheid Ebner), die Lehrer aus der Berufsschule Pinkafeld, welche den Bau mit ihren Schülern errichtet hatten usw. verliehen der gesamten Feier die fröhliche Stimmung eines fröhlich gelebten Christentums, welches nun auch in gottesdienstlicher Form in der Musterkaserne Europas in Güssing gelebt werden kann.
 
Die Symbolik der Kasernenkapelle Güssing
Die Kasernenkapelle der Garnison Güssing bietet sich dem Betrachter als fünfeckiger Turm mit drei Meter Seitenlänge. Die Grundform des Fünfecks, welches auf den ersten Blick bei einer Kapelle abschrecken mag, symbolisiert das Böse in der Welt, welches unleugbar vorhanden ist.
Tritt man jedoch in das Innere des kleinen Sakralraumes, so erkennt man vier bunte Glasfenster. Sie symbolisieren die vier Evangelien. Jenes nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Das Licht strahlt, gleichsam dem Wort Gottes, durch die Fenster herein - und - wenn in der Kapelle gefeiert wird, auch hinaus! Die Türe selbst ist Christus, durch den wir eintreten zum Göttlichen hin. So ist auch gleich neben der Türe ein Weihwasserbecken (mit einem Edelstein in der Mitte) angebracht, welches den Eintretenden an seine Taufe erinnert. Vis a vis der Türe, gleichsam in der Mitte des kleinen Sakralraumes, befindet sich der einfache Altar (ein umgebauter Stubentisch – denn dort wo der Mensch Mahl miteinander hält, wo er Eucharistie feiert, dort ist Christus präsent), auf dem ein Bronzekreuz eingelassen ist, welches wiederum einen Edelstein im Zentrum birgt und so eine Verbindung zum Weihwasserbecken schafft.
Die im Altar eingearbeiteten fünf kleinen Kreuze symbolisieren die fünf Wundmale Christi. Sie verweisen auch auf das neben der Türe befindliche Gedenkbild an die verstorbenen Soldaten, welches ebenso das Kreuz zum Thema hat. Um den Altar befinden sich, jeweils an den Wänden, einfache Sitzgelegenheiten in derselben Farbe, welche auch der Altar aufweist. Die Doppelstellung der Hocker erinnert an die Sendung des Getauften. Der Herr sandte seine Jünger – zwei und zwei – aus in alle Städte und Dörfer, in die er selber gehen wollte. Der Christ, der das Wort Gottes hört und die heiligen Geheimnisse feiert, ist Gesandter des Evangeliums, ist Missionar. Der Priestersitz hebt sich nur farblich ab. Der Priester ist in der Liturgie an Christi Stelle (dies symbolisiert die Farbe) und dennoch Christ wie alle Gläubigen (dies symbolisiert die gleiche Form der Sitzgelegenheit).
Als Gnadenbild fungiert in der Kapelle eine Kopie der Mariazeller Gnadenstatue aus Sandstein. Maria, die Schutzfrau der Soldaten, ruht zentral, aber nicht im Zentrum der Kapelle auf einem Sockel. Sie verweist auf Christus selbst, das Fundament des Glaubens, auf Christus selbst, das Ursakrament. Über dem Altar, über der Marienstatue  und über den Gläubigen schwebt - in Gestallt einer Taube in Gloriose - der Hl. Geist, der Herr ist und lebendig macht, dass wir begeisterte Hörer des Wortes und Glauben des Evangeliums sein mögen. Am Vorplatz der Kapelle werden wir nochmals nachdrücklich daran erinnert: Der Glockenturm, von der Kapelle abgesetzt, ist gleichsam der einzelne gesendete Christ, der seine Mitmenschen stets einladen muss, zu Christus zu kommen. Der Turm ist – im Gegensatz zur Kapelle – nicht verputzt. Vielmehr spiegeln die einzelnen Steine die einzelnen Mitglieder der Gemeinde wider, die lebendige Steine sein sollen. Lebendige Steine einer lebendigen Kirche!

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